Der Umgang mit verdienten Löwen ist schlechter Stil

Matthias Eicher, Löwen-Reporter der AZ, über den Umgang mit den 1860-Aufstiegshelden.
| Matthias Eicher
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Besonders in ungewissen Zeiten wie diesen wäre ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt.
imago images / foto2press/AZ-Montage Besonders in ungewissen Zeiten wie diesen wäre ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt.

Löwen, so geht’s nicht! Aufstiegsheld Nico Karger, seit 2009 ein Sechzger, musste wie Kollege Herbert Paul über die Trikot-Beflockung des Fanshops und die Medien von seiner (wahrscheinlichen) Demission erfahren. Die nahezu wortgleichen Reaktionen des Duos in den Sozialen Medien lassen tief blicken.

Und auch Spielmacher Timo Gebhart musste zusehen, wie Neuzugang Erik Tallig kurzzeitig "seine" Zehn bekam – der Ex-Chemnitzer dann aber doch die Nummer acht wählte.

Schon klar: Im Haifischbecken Profifußball gilt das Leistungsprinzip, Spieler kommen und gehen. Man muss auch nicht allen Akteuren Honig ums Maul schmieren. Aber halten sie für ihren Verein jahrelang die Knochen hin und hoffen zudem noch auf einen neuen Vertrag, wäre besonders in ungewissen Zeiten wie diesen schon ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt.

Günther Gorenzel spricht stets von einer offenen und transparenten Kommunikation gegenüber den Spielern. Derzeit hängen sie aber ziemlich in der Luft – oder werden vor den Kopf gestoßen. Der Umgang mit so manchem verdienten Sechzger ist nichts anderes als schlechter Stil.

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