Der Abbruch-Streit in der 3. Liga brandet wieder auf

Nach der Entscheidung zur Fortsetzung der Bundesliga bekommen die Diskussionen um einen Abbruch in der 3. Liga neues Feuer. Mannheim, Magedeburg und Halle positionieren sich deutlich für einen Saisonabbruch, Hansa Rostock wettert nun dagegen.
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Die 3. Liga bleibt eingleisig.
imago images / MaBoSport Die 3. Liga bleibt eingleisig.

München - Nach der Genehmigung für die Bundesligen hofft auch die 3. Liga auf eine baldige Fortsetzung der Saison - zumindest zum Großteil. Die Fraktion der Fortsetzungs-Gegner stellt sich aber weiterhin gegen eine sportliche Beendigung der Saison.

So sieht der SV Waldhof Mannheim keine Möglichkeit mehr für einen Neustart und erwartet vom Deutschen Fußball Bund daher eine rasche "Einbringung eines entsprechenden Antrags zum Saisonabbruch" in den außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai. Dies sei im Sinne einer Planungssicherheit für alle Vereine. Die Frist für einen entsprechenden Antrag läuft nach Informationen der Kurpfälzer am kommenden Montag ab.

Magdeburg und Halle dürfen nicht spielen

Der Tabellenzweite begründet seine Forderung damit, dass die Entscheidung über einen Drittliga-Neustart - anders als im Profifußball - den Bundesländern sowie den Gesundheitsämtern vor Ort obliege. "Es ist für uns deshalb klar, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der 3. Liga und eine reguläre Beendigung der Saison bis zum 30.06.2020 aufgrund der in den Bundesländern der Drittligisten stark unterschiedlichen Verfügungslagen nicht möglich zu sein scheint", teilte der Verein am Mittwoch mit.

Ähnlich argumentieren der 1. FC Magdeburg und der Hallesche FC. Laut einer Eindämmungsverfügung dürfen in Sachsen-Anhalt bis zum 27. Mai keine sportlichen Wettkämpfe ausgetragen werden, auch ein Mannschaftstraining ist bis dahin verboten. Eine Sonderrolle für die 3. Liga wird es für beide Klubs - trotz einer Videokonferenz mit Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff - nicht geben.

Hansa-Boss wettert: "Klassenerhalt soll politisch gesichert werden"

Scharfe Kritik gibt es deshalb nun aus Rostock. "In Sachsen Anhalt soll der Klassenerhalt politisch gesichert werden", schimpft Hansa-Vorstandsboss Robert Marien beim "NDR" in Richtung der Liga-Konkurrenz. Hintergrund: Sowohl Magdeburg als auch Halle befanden sich bis zur Corona-Zwangspause im Abstiegskampf und würden wohl von einem Saisonabbruch profitieren. Das Hygienekonzept bezeichnete er als herausfordernd, aber umsetzbar.

Am Montag vergangener Woche hatten sich die Klubs der 3. Liga mehrheitlich für eine Fortführung der Spielzeit ausgesprochen, so auch der TSV 1860. "Wir erwarten nun zeitnah eine Entscheidung des DFB-Präsidiums, wann die 3. Liga fortgesetzt werden kann", teilte Sport-Geschäftsführer am Mittwoch mit - nachdem bekannt geworden war, dass die Politik eine Fortsetzung der Saison in der 1. und 2. Bundesliga ermöglicht und der Deutschen Fußball Liga bei der Planung bzw. Terminierung jetzt freie Hand lässt.

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