Das steckt dahinter: Faßmann fehlt im Mannschaftstraining des TSV 1860

Trainer Alper Kayabunar hatte seiner Mannschaft bis Mittwoch freigegeben. Diese Zeit verbrachte der ein oder andere Spieler des TSV 1860 in einem Festzelt auf der Theresienwiese. Und das nicht nur am Sonntagabend nach dem 2:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg II.
Faßmann absolvierte Einheit im Fitnessstudio
Trotzdem: Alle Löwen trudelten pünktlich am Trainingsgelände ein. Ein Wiesn-Kater war keinem anzusehen. Die Löwen wirkten fit, wenngleich Kayabunar nicht seinen ganzen Kader zur Verfügung hatte. Neben dem weiter angeschlagenen Michael Eberwein fehlte auch Lasse Faßmann.
Nach AZ-Informationen handelt es sich aber um eine Belastungssteuerung. Der Innenverteidiger absolvierte Übungen im Kraftraum, lugte immer wieder durch die Glasscheibe auf den Platz. Faßmann sah, wie Ex-U21-Spieler und der inoffizielle Co-Trainer Alexander Benede die Einheit leitete.

Benede leitete Einheit des TSV 1860
Dabei griff er auf Wiesn-Jargon zurück. "Lance, du Breze", schrie der 38-Jährige in Richtung Lance Fiedler, nachdem der einen Moment nicht aufpasste. "Niederlechner, du Obazda" oder "Dressel, du Hendl", blieb aber aus – wäre auch zu viel des Guten gewesen.
Die Löwen trainierten ja nicht für eine weitere Extraeinheit auf dem Oktoberfest. Das Passspiel stand für den TSV 1860 auf dem Programm. Benede forderte eine klare "Passsprache" von seinen Mannen. "Ich will die Hüfte sehen", so die Anweisung des Co-Trainers, der mit breiter Brust und lautstark hin und her tigerte.

TSV 1860 geht am kommenden Dienstag auf das Oktoberfest
Kayabunar schlenderte am Mittwochvormittag nur umher, inspizierte die Einheit seines Trainerteams. Kein seltenes Vorgehen bei Cheftrainern. Nur die Ansprache übernahm Kayabunar. "Wir wollen besser starten als der Gegner", sagte er mit Blick auf das kommende Spiel bei Wacker Burghausen (Samstag, 14.45 Uhr) in Richtung seiner Akteure: "Wir wollen die erste Ecke und den ersten Torschuss." Klare Ansage.
"Und das erste Tor", hörte man aus den Reihen seiner Spieler. Mit anderen Worten: Wacker kann sich auf griffige Löwen in den Anfangsminuten einstellen, bevor sie am kommenden Dienstag dann gesammelt auf die Theresienwiese ins Hackerzelt marschieren.