Das sagt Löwen-Präsident Cassalette zur Rettigs Vorwürfen

Der Präsident kritisiert Rettig. Rummenigge spottet über 60: "Mich überrascht nichts mehr".
| M.Eicher
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Reagiert einigermaßen genervt auf die Rettig-Schelte: Löwen-Präsident Peter Cassalette.
Augenklick/Rauchensteiner Reagiert einigermaßen genervt auf die Rettig-Schelte: Löwen-Präsident Peter Cassalette.

Der Präsident des TSV 1860 München kritisiert Andreas Rettig.  Am Montagabend erklärte der 1860 seine Sichtweise: Die Kritik an St. Pauli bleibt demnach bestehen, der Umgang mit den Medienvertretern ebenso.

München - Der Umgang des TSV 1860 mit den Medien, Vertragspartnern und nun auch Liga-Konkurrenten zieht immer größere Kreise.

Auf die jüngste Verbal-Schelte von St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig reagierte Präsident Peter Cassalette mit Unverständnis. "Waren die Gremiumsmitglieder auch in der zweiten Halbzeit auf ihren Plätzen? Ja oder nein?", schrieb er auf AZ-Nachfrage über die von Rettig geschilderte Maßnahme der Löwen, Paulianer Gremiumsmitglieder, die in der Nähe von Investor Hasan Ismaik saßen, von ihre Plätzen zu entfernen: "Das Zehn-Minuten-Missverständnis haben wir dem Präsidenten des FC St. Pauli erklärt und uns entschuldigt! Er hat das angenommen und die Sache war okay – mehr sage ich dazu nicht mehr!", so Cassalette.

Deutlicher wurde er auf dem Ismaik-nahen Fanportal dieblaue24: "Es ist kein guter Stil, dass Rettig auf uns mit dem Finger zeigt und unseren Investor als Bösewicht und Fremdkörper hinstellt." Zu Rettigs Kritik an Sechzigs Umgang mit den Medien sagte er: "Ich frage mich: Was geht es Rettig an, was wir mit Teilen der Presse gerade ausfechten? Wir mischen uns auch nicht in deren Vereinspolitik ein."

Lesen Sie hier: DFL kritisiert 1860, doch keine Sanktionen!

Sechzig rechtfertigt sich am Abend

Sechzig erklärte am Abend zudem per Pressemitteilung, dass Paulis öffentliche Aussagen "weder von kollegialem Umgang noch von gegenseitigem Respekt" zeugen würden, man sich "trotz der Wiedergabe von falschen Informationen über die Vorkommnisse" anstatt einer Gegendarstellung direkt an die Hamburger wende.

Zudem erklärte der TSV, dass man an der „restriktiven Medienpolitik“ festhalte: "Dabei schränken wir weder die Pressefreiheit noch die Meinungsfreiheit ein. Zudem ist es nicht unser Ziel, die Journalisten bei ihrer Arbeit zu behindern." Was man nicht akzeptieren werde, "ist die falsche Wiedergabe von Informationen sowie Berichterstattung, die Ängste schürt und mit der bewusst Stimmung gegen den Verein und die handelnden Personen gemacht wird."

Der Zweitligist betont, sich mit den betroffenen Medien nach den Medienrichtlinien der DFL geeinigt zu haben. Der Klub habe nicht gegen die Richtlinien verstoßen, indem er Journalisten die Akkreditierung entzieht.

In einer zweiten Mitteilung hat der TSV 1860 erstaunt auf den Umgangston des FC St. Pauli gegenüber den Löwen reagiert. Eine Gegendarstellung zu den Vorfällen wolle der Verein nicht beantragen, die Angelegenheit stattdessen mit den Hamburgern selbst klären. Fortsetzung folgt.

Rummenigge mokiert sich über die Sechzger

Der Vorstandsvorsitzende eines weiteren, sportlich derzeit unerreichbaren Rivalen, mokiert sich über die Blauen: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Auf die Löwen-Turbulenzen angesprochen antwortete er: "Mich überrascht nichts oder nichts mehr bei 1860."

Zur zuletzt offenbar mangelnden Kritikfähigkeit der Sechzger erklärte Rummenigge: "Das ist Profifußball. Wenn die Leistung mal nicht stimmt, oder das Ergebnis nicht stimmt, dann gibt es auch Kritik. Fertig."


Morgen in der Print-Ausgabe der Abendzeitung: Der St.-Pauli-Boss über die Vorfälle beim 1860-Spiel – und ein abgelehntes Gespräch zwischen der DFL und Ismaik.

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