Interview

Daniel Wein im AZ-Interview: "Mentaltraining ist cool!"

Der Löwe arbeitet jetzt mit einem Mentalcoach, denn "Fußball wird viel mit dem Kopf gespielt!" Nach überstandener Verletzung könnte Wein gegen Dresden sein Comeback geben.
| Matthias Eicher
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"Es ist ein sehr schönes Gefühl", sagt Löwe Daniel Wein über seine Vertragsverlängerung. Der defensive Mittelfeldspieler (27) spielt seit 2017 wieder beim TSV 1860.
"Es ist ein sehr schönes Gefühl", sagt Löwe Daniel Wein über seine Vertragsverlängerung. Der defensive Mittelfeldspieler (27) spielt seit 2017 wieder beim TSV 1860. © Rauchensteiner/Augenklick

AZ: Herr Wein, Sie gelten bei den Löwen schon seit Jahren als absoluter Dauerbrenner. Wie schwer ist es Ihnen gefallen, in den letzten Spielen verletzungsbedingt nur zuschauen zu können - und vor allem bei diesem torlosen 0:0 bei Schlusslicht VfB Lübeck?
DANIEL WEIN: Sehr schwer! Zu Hause auf der Couch bist du mehr angespannt, als wenn du auf dem Rasen stehst. Als Fußballer willst du ja sowieso immer spielen. Aber Verletzungen gehören zum Profisport, auch wenn ich zum Glück oft verschont geblieben bin. Ich bin jetzt einfach nur froh, dass ich wieder mit der Mannschaft trainieren kann und hoffentlich wieder auf dem Platz stehen darf.

Gegen Lübeck hat Sechzig nach Weins Einschätzung das Glück gefehlt

Wie sieht Ihre Couch-Analyse aus: Warum ist der Ball in Lübeck nicht reingegangen?
Uns hat mal wieder das nötige Quäntchen Glück gefehlt. Man hat gemerkt: Für Lübeck geht es um alles, die haben alles reingeworfen. Da brauchst du einfach mal ein Tor, am besten ein frühes, wie gegen Halle. Das ist uns leider nicht gelungen.

Sprechen wir über etwas Positives: Sie haben kürzlich bei 1860 bis Sommer 2023 unterschrieben. Wie fühlt man sich nach der Vertragsverlängerung beim Herzensverein?
Es ist ein sehr schönes Gefühl. Ich bin sehr zufrieden, dass es geklappt hat. Ich bin mit dem klaren Wunsch in die Vertragsgespräche gegangen, bei Sechzig zu bleiben. Links und rechts habe ich mir gar keine anderen Vereine angehört. Man will seine Zukunft natürlich abgesichert haben, von daher ist es immer gut, wenn schnell Klarheit herrscht - dann hat man wieder einen klaren Kopf.

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Löwe Wein arbeitet mit Mentaltrainer: "Fußball wird viel mit dem Kopf gespielt"

Womit wir beim Stichwort wären: Wie wir hören, lassen Sie sich nicht nur von Sechzigs Trainerteam auf dem Rasen trainieren - Sie arbeiten seit kurzem auch mit einem Mentaltrainer zusammen.
Ja, das stimmt. Ich hatte die Möglichkeit über meine Beratungsagentur, ein Mentalcoaching zu absolvieren. Dabei habe ich jetzt ein paar Sessions hinter mir und muss sagen: Das ist cool. Es bringt dir was, auf dem Rasen und außerhalb des Platzes. Fußball wird viel mit dem Kopf gespielt. Wenn du da fit bist, kannst du gerade mit viel Druck besser umgehen. Es ist ein bisschen schwer zu erklären: Du setzt dich hin und trainierst in so einem Gespräch deine Mentalität.

Mit dem Coaching wollen Sie auch den letzten Schritt zum Führungsspieler gehen und es mit 1860 in die Zweite Liga schaffen, oder?
Ja klar! Es will doch jeder Drittligist in die Zweite Liga aufsteigen. Im Sport brauchst du Ziele. Da kann jeder Spieler für sich nochmal an ein paar Stellschrauben drehen. Wir wollen auf Sicht hoch, aber wir haben auch jetzt noch eine Chance, wenn wir eine Serie starten. Wir brauchen einfach mal dreckige Siege. Wenn du mal drei Spiele in Folge gewinnst, sieht die Lage ganz anders aus. Aber bevor wir das nicht schaffen, dürfen wir nicht nach oben schauen.

TSV 1860 muss am Montag gegen Tabellenführer Dynamo Dresden ran

Zum Härtetest kommt am Montagabend (19 Uhr) ausgerechnet Spitzenreiter Dynamo Dresden ins Grünwalder Stadion.
Geht es nach der Fanbase, wäre es das Top-Duell der Liga! Das sind genau die Spiele, in denen die Fans abgehen. Das pusht dich von der ersten bis zur 90. Minute. Wir können nur hoffen, dass sich das bald wieder ändert. Ich erwarte jedenfalls ein sehr enges Spiel und hoffe, dass ich wieder auf dem Platz stehen darf! Dresden hat individuell und als Team eine sehr hohe Qualität. Wir müssen genauso auftreten wie gegen Halle: von der ersten Minute an aggressiv! Nur dann haben wir eine reelle Chance, das Ding zu gewinnen.

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