Christopher Schindler: „1860 ist mein Verein“

Der Kapitän bleibt: Christopher Schindler verlängert seinen Vertrag vorzeitig bis 2019. „Ich freue mich riesig“, sagt der 25-Jährige. Poschner erklärt:„Das ist ein starkes Signal zur richtigen Zeit”.
| Matthias Eicher
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Ein Blauer durch und durch: 1860-Kapitän Christopher Schindler.
sampics/Augenklick Ein Blauer durch und durch: 1860-Kapitän Christopher Schindler.

München - Er ist in München geboren, ist in Perlach groß geworden. Seit 1999 kickt er für die Löwen, wo er alle Nachwuchsmannschaften durchlief und im Oktober 2010 zum ersten Mal für die Profis spielte. Seit dem dritten Spieltag der vergangenen Saison ist er sogar Kapitän. Christopher Schindler ist ein echter Löwe. Und: Er wird es auch bleiben.

Der Innenverteidiger verlängerte seinen Vertrag bei 1860 vorzeitig bis 2019. Vor dem Mittwochs-Training unterschrieb der 25-Jährige, dessen alter Vertrag 2016 ausgelaufen wäre, für drei weitere Jahre. Schindler zur AZ: „Ich freue mich riesig. Ich habe den nächsten logischen Schritt in meiner Entwicklung bei den Löwen gesehen.“ Am Nachmittag gab 1860 die Vertragsverlängerung bekannt. Schindlers Erklärung: „Sechzig ist mein Verein und es war klar für mich, dass ich weiterhin hier spiele, wenn die Perspektive passt. Ich glaube an unsere Mannschaft und werde sie in Zukunft so anführen, um gemeinsam möglichst erfolgreich zu sein.“

Verständlich, dass auch Gerhard Poschner frohlockte: „Es freut uns sehr, dass unser Kapitän mit guten Beispiel vorangeht und uns langfristig sein Vertrauen ausgesprochen hat. Das ist ein starkes Signal zur richtigen Zeit”, sagte der umstrittene Sportchef. Für ihn ist es ein wichtiger Erfolg, dass er mit Schindler verlängern konnte, dessen Verbleib auch eine Signalwirkung an andere Spieler haben könnte. Nach dem Motto: gemeinsam in eine bessere Zukunft. Schindler, den seine Kollegen nur „Schinz“ nennen, sagte: „Andere Spieler dürfen gerne folgen…“

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Seine Entscheidung pro 1860 war jedoch längst nicht klar: Schindler hatte mit seiner Verlängerung gezögert und sich zuletzt mehrfach für eine Beilegung des Machtkampfes ausgesprochen – und hatte außerdem Angebote aus der Bundesliga. „Es ist klar, dass Bundesligisten nicht gleich am Anfang der Transferphase, die ja sehr lang ist, Entscheidungen treffen. Ich bin ein Mensch, der schnell klare Verhältnisse will. Ich wollte Sicherheit, und die konnte mir Sechzig geben. Ich weiß, dass Paulina meine Entscheidung mitgetragen hätte, egal, wie sie ausgefallen wäre“, sagte er zum Interesse vom HSV und Mainz. Seine Partnerin Paulina hatte er erst im Sommer geheiratet, die beiden sehen ihre Zukunft eher in München.

Löwen-Trainer Torsten Fröhling hatte bereits am Dienstag „ein sehr gutes Gefühl“, dass sich Schindler für „Münchens große Liebe“ entscheiden werde. „Er hat hier richtige Tiefen durchlebt und sich selbst wieder herausgezogen. Gerade die letzten drei Monate, als er Führung übernommen hat. Seine Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen. Wo es ein bisschen schwieriger ist, da lernt man vielleicht auch ein bisschen mehr.“ Somit kann Schindler weiter daran arbeiten, in die Fußstapfen seiner Vorbilder – Daniel Bierofka, Benny Lauth und Icke Häßler – zu treten, an deren Händen er einst Einlaufjunge war.

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