Bierofka: "Hinfahren. Gewinnen. Heimfahren."

Die Löwen nehmen ihre Auftakthürde im Totocup beim VfR Neuburg locker, gewinnen mit 4:0. Bachschmid trifft dreimal, Bierofka sagt: "Hinfahren. Gewinnen. Heimfahren. So einfach ist es im Pokal."
| Matthias Eicher
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Löwen-Spieler Kilian Jakob.
sampics/Augenklick Löwen-Spieler Kilian Jakob.

Neuburg - Zwei Herzen schlagen in seiner Brust. "Vielleicht kriegen wir ja ein paar Torchancen. Vielleicht schießen wir eins. Hauptsache, wir wehren uns ein bisschen", sagte Andi Stanek der AZ in nervöser, aber freudiger Erwartung des Toto-Cup-Duells seines VfR Neuburg mit dem TSV 1860. Sportlicher Leiter hier, eingefleischter Fan und ehemaliger Ultra (Azzurroo Monaco 1860) dort – und am Ende: glücklicher Verlierer.

Das 4:0 (2:0) der Löwen im bayerischen Verbandspokal beim Bezirksligisten aus Neuburg an der Donau, es sorgte überwiegend für zufriedene Gesichter am gestrigen Abend. Felix Bachschmid per Dreierpack als weiß-blauer Matchwinner (6., 33., 87.) und Aaron Berzel (55.) schossen für eine stark verjüngte Elf von Trainer Daniel Bierofka einen verdienten Sieg heraus. "Hinfahren. Gewinnen. Heimfahren. So einfach ist es im Pokal", erklärte Bierofka nach Spielschluss, um hinzuzufügen: "Neuburg hat sich gut gewehrt." Seine eigene "junge Mannschaft" habe es "gerade vor der Kulisse gut gemacht." Einziges Manko: die Chancenverwertung: "Vier Tore sind okay, aber am Ende hätten wir mehr schießen müssen." Letztlich egal, denn: Sechzig steht in Runde zwei. Der Nächste, bitte!

Neuburgs Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling hatte die Elf jenes Vereins, der auf seiner Homepage mit einem schlüpfrig-flotten Spruch ("Lila-weiß macht mich heiß…") wirbt, nochmal eingeschworen ("Haut alles raus, Jungs!"), als die Sechzger schon auf ihren Positionen bereitstanden. Und prompt hatten die Gastgeber vor ihrer, mit 3200 Zuschauern erstaunlicherweise nicht ganz vollbepackten Sparkassen-Arena, die erste Chance: Nach Zuspiel von Ray Bishop zog Rainer Meisinger ab, Ersatztorhüter Alexander Strobl musste früh sein ganzes Können zeigen (5.). Im Gegenzug ging Sechzig in Führung: Nach feiner Flanke von Kilian Jakob köpfte Bachschmid aus kurzer Distanz per Flugkopfball ein. Danach übernahmen die Giesinger das Kommando – nicht ohne den ein oder anderen Gegenstoß zuzulassen. Strobl musste immer wieder für seine Vorderleute klären, und an vorderster Front dauerte es eine halbe Stunde, bis der nächste Angriff saß: Wieder war es eine Co-Produktion von Jakob und Bachschmid, wieder traf der Mölders-Ersatz an Keeper Michael Hierl vorbei ins Tor.

Nach der Pause verkaufte sich Neuburg ordentlich, doch Tempelmann und nochmal Bachschmid sorgten für den Sieg. Ein Extralob gab’s von Bierofka für seinen dreifachen Torschützen: "Er ist ein Top-Charakter, hat eine top Einstellung – er rennt und kämpft 90 Minuten lang", so Bierofka, "vor der Kiste muss er aber noch ein bisschen cleverer werden." Der Torjäger (20) sagte selbst: "Schön zu hören, wenn der Trainer sowas sagt. Ich will einfach meine Leistung bringen und versuchen, ein unangenehmer Stürmer zu sein, der immer auf ein Tor lauert."

Seine Hoffnung: Auch am Sonntag gegen den FC Ingolstadt im DFB-Pokal (15.30 Uhr) auflaufen dürfen, denn das wäre "mein größtes Spiel." Bleibt abzuwarten, ob er darf, denn dann wird’s in jeder Hinsicht schwerer – und nur einen Gewinner geben.

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