3. Liga: Massiver Protest gegen Neustart-Pläne

Die 3. Liga soll Ende Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Während der TSV 1860 München die Neustart-Pläne unterstützt, gibt es andernorts Widerstand. Ein Spieler behauptet, dass die Spieler gar nicht einbezogen werden.
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Sechzigs Livarivale Magdeburg hat eine  Spielverlegung der ersten Drittliga-Partien beantragt.
imago images / Christian Schroedter Sechzigs Livarivale Magdeburg hat eine Spielverlegung der ersten Drittliga-Partien beantragt.

München - Laut übereinstimmenden Medienberichten soll der TSV 1860 und der Rest der 3. Liga ab dem 26. Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Während die Löwen eine Saisonfortsetzung ausdrücklich befürworten, regt sich bei der Konkurrenz massiver Prostest. Die Befürworter haben nur eine knappe Mehrheit, mehrere Vereine, darunter Halle, Jena und Magdeburg, fordern einen sofortigen Saisonabbruch.

Sören Bertram, Offensivspieler beim 1. FC Magdeburg, kritisierte die Neustart-Pläne scharf: "Der DFB will unbedingt, dass es weitergeht. Die Spieler werden zu diesem Thema aber überhaupt nicht einbezogen. Wir sind nur Marionetten", sagte Bertram der "Magdeburger Volksstimme".

Er habe Angst, sich bei einem Zweikampf anzustecken. "Wir sind alle im Kopf nicht frei, weil wir nach einer Infektion für den Rest unseres Lebens Lungenprobleme haben könnten", so der Magdeburger. Auch an anderen Orten regt sich Widerstand.

Jena: DFB-Hygienekonzept nicht umsetzbar

Wie der "MDR" berichtet, hat sich Carl Zeiss Jena jetzt mit einem Schreiben direkt an Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) gewendet, um den Re-Start zu unterbinden. Größter Kritikpunkt: Das vom DFB am Freitag verabschiedete Hygienekonzept, das sich stark an den DFL-Plänen für die 1. und 2. Bundesliga orientiert, sei für viele Drittligisten schlicht nicht umsetzbar.

Die Erst- und Zweitligisten würden über die Infrastruktur und die finanziellen Mittel verfügen, um den Anforderungen des Konzepts gerecht zu werden. In Jena sei das unmöglich. Das eigene Stadion hätte z.B. nicht die Infrastruktur, um den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern im gesamten Innenraum des Stadions zu gewährleisten.

"Dieses Vorgehen des DFB ist falsch"

Zudem könne sich der Verein weder den geforderten Hygiene-Beauftragten leisten, noch ein eigenes Quarantäne-Hotel. "Dieses Vorgehen des DFB ist falsch", bilanziert der aktuelle Tabellenletzte daher in seinem Schreiben. Thüringens Sportminister Helmut Holter (Die Linke) hatte bereits Zweifel an der Drittliga-Fortsetzung geäußert und erklärt, er halte eine Sonderbehandlung des Profifußballs für "nicht vertretbar".

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) forderte vom DFB zuletzt ein Finanzierungskonzept, andernfalls drohe vielen Drittligisten bei einem Re-Start die Insolvenz.

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