1:1 gegen Ingolstadt: "So ein blödes Tor!"

Arena-Komplex? Die Löwen verspielen beim 1:1 gegen Ingolstadt den Sieg. Bisher konnte 1860 erst vier Mal in dieser Saison daheim gewinnen. „Vielleicht ist das in den Köpfen drin”
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Rob Friend und Marin Tomasov bei der Aktion, die zum 1:0 fpr die Löwen führte.
dpa Rob Friend und Marin Tomasov bei der Aktion, die zum 1:0 fpr die Löwen führte.

München - 79 Minuten waren gespielt in der Allianz Arena, als die Löwen-Fans wieder jubelten. Auf den Stadionleinwänden war gerade der Zwischenstand aus Frankfurt eingeblendet worden. 1:0 war der FSV über den 1. FC Köln in Führung gegangen. Und weil die Löwen auch mit 1:0 führten gegen Ingolstadt, waren sie plötzlich recht nah dran am Relegationsplatz.

Die Ernüchterung folgte nur wenige Sekunden später: Christian Eigler traf zum 1:1 in der Allianz Arena. Statt auf Rang vier war 1860 wieder Siebter. Und weil es dabei blieb, war am Ende der Katzenjammer groß über die wieder mal verpasste Aufbruch-Chance. „Wenn du 1:0 führst, musst du das Ding nach Hause bringen”, sagte Linksverteidiger Malik Fathi. Und Kapitän Benny Lauth, der den Führungstreffer durch Marin Tomasov (27.) mit einem feinen Flankenlauf eingeleitet hatte, stellte ernüchtert fest: „Wir hätten heute einen Schritt machen können und Anschluss finden können nach oben.”

Doch die Löwen machten am Sonntag keinen Schritt nach vorn. Eher wieder einen zurück. Weil sie keine zwei Spiele hintereinander gewinnen und weil sie in der heimischen Arena gar nicht mehr siegen. Im dritten Versuch des Jahres schafften sie jetzt zwar nach zwei Pleiten immerhin ein Remis. Aber den Heimfluch können sie so nicht bezwingen. „Wenn du solange nicht gewonnen hast im eigenen Stadion, ist das vielleicht in den Köpfen drin”, sagte Fathi. Haben die Löwen einen Arena-Komplex? Insgesamt holten sie im eigenen Stadion diese Saison vier Siege, vier Unentschieden und fünf Niederlagen – eine mehr als durchwachsene Bilanz.

Für die eigenen Ansprüche war das 1:1 gegen Ingolstadt ohnehin zu wenig. „Klar hat uns das Spiel nicht weitergebracht. Wir brauchen mehr Siege, mit Unentschieden kommen wir nicht vorwärts”, sagte Lauth, der forderte, nun gegen Sandhausen nachzulegen. „Wir sind noch immer in Schlagdistanz”, erinnerte er. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Lautern auf Platz drei weiterhin. Bei zehn ausstehenden Spielen sicher machbar. Aber irgendwann müssten sie halt mal anfangen mit dem Punkte sammeln. Vier Zähler Rückstand hätten es nach der Partie am Sonntag sein können, vielleicht sogar müssen.

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Ingolstadt war keineswegs stark. Kaum verwunderlich, dass dem Ausgleich eine slapstickhafte Szene der Löwen vorausgegangen war. Dominik Stahl hatte seinem Mitspieler Ola Kamara vor dem Ausgleich ins Gesicht geschossen, woraufhin der Ball zur perfekten Vorlage für Danny da Costa wurde, der Eigler bediente. Dass dies auch die erste wirkliche Torchance Ingolstadts war, muss nicht weiter erwähnt werden.

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Und so schafften die Löwen bei diesem eigentlichen „1:0-Spiel” (Benny Lauth) eben wieder nur ein Remis. Und treten weiter auf der Stelle. „Zu Hause läuft es einfach nicht. Das war eigentlich ein 1:0-Spiel, aber dann schießt Dominik Ola an und wir kriegen so ein dummes Gegentor”, meinte Lauth nach dem Spiel in der Mixed Zone, ehe er konsterniert zurück in die Kabine ging. 

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