Tennis-Star Roger Federer ist der Herrscher des Laureus

Roger Federer sahnt bei der Gala in Monaco erneut zwei der Sport-Oscars ab, mit insgesamt sechs Titeln ist er der König des Laureus. "Die letzten Monate waren ein nicht enden wollender Traum", sagt er.  
| Matthias Kerber
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Roger Federer wurde mit stehenden Ovationen gefeiert.
imago/Russian Look Roger Federer wurde mit stehenden Ovationen gefeiert.

Roger Federer sahnt bei der Gala in Monaco erneut zwei der Sport-Oscars ab, mit insgesamt sechs Titeln ist er der König des Laureus. "Die letzten Monate waren ein nicht enden wollender Traum", sagt er.

Monte Carlo - And the winner is...: Roger Federer! Und weil es so schön war, gleich noch einmal: Roger Federer. Der Schweizer Tennis-Superstar war – mal wieder – der große Gewinner bei der Verleihung des Laureus-Awards, des Sport-Oscars.

Zum bereits fünften Mal räumte der 36-Jährige die Auszeichnung als Sportler des Jahres ab, zudem heimste Federer die Trophäe für das Comeback des Jahres ein. Mit seinen nun sechs Siegen ist er auch der König des Laureus! Federer nahm die Trophäe im festlichen "Salle des Etoiles" (Sternensaal) von Fürst Albert von Monaco entgegen, der den Abonnement-Sieger als "größten Sportsmann, den man sich vorstellen kann" zum Weltsportler-Ritter schlug.

"Ich könnte nicht glücklicher sein", sagte Federer, "es bedeutet mir so unglaublich viel, dass ich hier gewinnen konnte. Als erstes will ich meinem großen Konkurrenten und Freund Rafael Nadal gratulieren, der ebenfalls ein unglaubliches Jahr hatte. Er treibt mich an, immer besser zu werden. Ohne ihn, ohne meine Frau und meine wunderbaren Eltern wäre ich nicht hier."

Das Jahr 2017 des Roger Federer ist eines, dass sich die Autoren in Hollywood nicht getraut hätten zu schreiben, weil jeder gesagt hätte: das glaubt keiner. Anhaltende Knieprobleme zwangen ihn 2016 noch zu einer sechsmonatigen Pause.

"Erst sagte man mir zwei Monate, dann war mein medizinisches Team sehr deutlich: Wenn du jemals wieder ganz nach oben willst, musst du deinem Körper eine Auszeit von einem halben Jahr gönnen", sagte Federer, "diese Mitteilung war ein Schock."

Bilder: Sport-Legenden feiern Laureus-Award in Monte Carlo

Federer wurde mit stehenden Ovationen gefeiert

Der Geschockte nahm sich den Rat zu Herzen und kam stärker, besser und erfrischter – physisch und psychisch – zurück. Der Lohn: Triumph gleich bei den Australian Open, in Wimbledon (ohne einen einzigen Satz abzugeben), 2018 dann die Wiederholung des Triumphs bei den Australian Open und die Rückeroberung des Platzes auf dem Tennis-Thron – die Nummer eins der Welt für den Titel-Nimmersatt.

"Als ich solche körperlichen Probleme hatte, wäre ich zufrieden gewesen, überhaupt wieder gesund zu werden und wieder Tennis spielen zu können", sagte Federer, "die letzten Monate waren ein nicht enden wollender Traum. Und ich hoffe, dass ich ihn noch ein bisschen weiterträumen kann und darf."

Federer wurde mit stehenden Ovationen gefeiert, Granden des Sports wie Edwin Moses, Michael Johnson, Luis Figo, Francesco Totti, Boris Becker, Martina Navratilova, Marvelous Marvin Hagler, Katarina Witt huldigten dem (Be-)Herrscher der Courts – und der Laureus-Zeremonien.

Seitenhieb für Donald Trump

Durch die opulente Gala führte Schauspieler Benedict Cumberbatch ("Sherlock") zusammen mit Kate Abdo, deren Kleid fast mehr entblößte als verdeckte. "Die Leistungen der Sportler waren so atemberaubend, dass ich bei manchen Fußballspielen fast überzeugt war, dass sie wirklich verletzt waren, wenn sie sich theatralisch am Boden wälzten", ulkte Cumberbatch, "wahrhaft grandiose Darbietungen."

Auch US-Präsident Donald Trump bekam einen schon fast obligatorischen Seitenhieb ab: "Es gibt dieses große Golf-Talent, der so hingebungsvoll trainiert, dass er mehr Zeit auf dem Golf-Platz verbringt, als die Top-Ten der Golf-Welt zusammen."

Der Preis für den Versprecher des Abends gebührte dann Eiskunstlauf-Queen Katarina Witt. Angesprochen auf die größte Überraschung bei den Olympischen Spielen meinte sie: "Das deutsche Eishockey-Team! Das war so sensationell. Sie haben Schweden und Kanada besiegt. Das war so, als würde Deutschland Kanada bei einer Fußball-WM besiegen!"

Schweigen im Saal, denn andersrum hätte es Sinn gemacht. Auch solche Fauxpas machen solche Abende denkwürdig – aber vor allem strahlende Seriensieger.

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