SpVgg Unterhaching gegen FC Bayern II: Die Gier nach Platz eins

Im Derby gegen die kleinen Bayern kann die SpVgg Unterhaching die Tabellenspitze erobern. "Unser primäres Ziel", sagt Trainer Schromm.
| Matthias Eicher
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Haching-Trainer Claus Schromm verlängert bis 2023.
Rauchensteiner/Augenklick 2 Haching-Trainer Claus Schromm verlängert bis 2023.
Fehlt den Bayern: Kwasi Okyere Wriedt.
Rauchensteiner/Augenklick 2 Fehlt den Bayern: Kwasi Okyere Wriedt.

München - Die Blau-Roten gegen die Roten. Für den Trainer der Blauen ist es ein Duell von höchster Spielkultur. "Das sind die beiden spielstärksten Mannschaften der Liga", erklärte Michael Köllner über ein Münchner Derby, an dem der Coach des TSV 1860 nur passiv beteiligt ist: als Tribünengast im Hachinger Sportpark.

Am Freitagabend ist mal wieder Derby-Zeit in der Dritten Liga: Die Spielvereinigung Unterhaching trifft auf den FC Bayern II (19 Uhr). "Wir freuen uns auf ein Derby und auf eine junge, aber sehr reife Mannschaft", erklärte Hachings Trainer Claus Schromm über das Aufeinandertreffen mit den kleinen Roten: "Die Bayern rocken die Liga, sie haben nichts zu verlieren." Für Aufstiegsaspirant Haching kann es gegen die Drittliga-Rocker nur einen Plan geben: Vorlegen – und damit die Tabellenführung erobern.

Haching-Trainer Schromm: "Wir wollen Druck auf die Liga ausüben"

"Unser primäres Ziel am Freitagabend ist es, vorne auf der Eins zu stehen", stellte Schromm klar: "Wir wollen Erster werden und die Chance dazu haben wir mit einem Sieg oder einem Unentschieden. Wir wollen Druck auf die Liga ausüben." Noch ist man mit 44 Zählern Zweiter, punktgleich mit Spitzenreiter MSV Duisburg (gastiert erst am Sonntag in Meppen). Noch.

Haching-Trainer Claus Schromm verlängert bis 2023.
Haching-Trainer Claus Schromm verlängert bis 2023. © Rauchensteiner/Augenklick

Daher giert Haching nach einem Derby-Dreier – gleichbedeutend mit dem Platz an der Sonne. Dabei ist höchste Vorsicht geboten, denn: Die kleinen Bayern hatten zuletzt, mit Ausnahme der für Schromm unglücklichen 0:1-Pleite beim Chemnitzer FC, einen Lauf – vier Siege in Folge.

Die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß habe sich als Aufsteiger "richtig gut entwickelt" und aus anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten "die richtigen Schlüsse gezogen".

Die Stürmer-Frage ist beim FCB ungeklärt, Haching hat Qual der Wahl

Eines hat Haching wiederum verbessert: Die chronische Rückrundenschwäche der vergangenen Spielzeiten scheint passé. Schromm dazu: "Wir wollen, dass die anderen sagen: ‚Das Thema schlechte Rückrunde ist heuer nicht bei Haching.‘" Keine Frage, dass es die Schromm-Elf diesmal bis zum Schluss durchziehen und den Wiederaufstieg packen will.

Fehlt den Bayern: Kwasi Okyere Wriedt.
Fehlt den Bayern: Kwasi Okyere Wriedt. © Rauchensteiner/Augenklick

Was die Stürmer-Frage anbelangt, gelten unterschiedliche Vorzeichen bei den beiden Klubs: Der FCB muss auf den gesperrten Topstürmer Kwasi Okyere Wriedt verzichten. Das niederländische Sturmtalent Joshua Zirkzee (18) darf nach Robert Lewandowskis Verletzung auf einen Einsatz bei den Profis hoffen. Schromm, der auf Max Dombrowka (Schulterbruch) verzichten muss, plagt dagegen die "Qual der Wahl", denn: Zuletzt hatte sich Torjäger Dominik Stroh-Engel beim 5:3 in Halle mit einem Dreierpack (und einem Eigentor) enorm treffsicher gezeigt, der lange verletzte Sturmkollege Stephan Hain schnürte als Joker einen Doppelpack. Schromm dürfte egal sein, wer jetzt die Tore schießt – Hauptsache, am Ende grüßt Haching von der Tabellenspitze.

Lesen Sie hier: Haching unentschieden gegen Viktoria Köln

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