Ruhpolding: Biathleten bei World Team Challenge dran

Die Strecken sind bestens präpariert im verschneiten Ruhpolding. Am Montag absolvieren acht Biathlon-Duos die letzten Rennen des Jahres. Eigentlich hätte die World Team Challenge auf Schalke stattgefunden. Aber die Corona-Pandemie zwang die Organisatoren zum Handeln.
| Sandra Degenhardt (dpa)
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Bild aus einer anderen Zeit: Tausende Fans feiern 2019 die Biathletinnen beim Massenstart beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding an.  (Archivbild)
Bild aus einer anderen Zeit: Tausende Fans feiern 2019 die Biathletinnen beim Massenstart beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding an. (Archivbild) © dpa

Ruhpolding - Gut gelaunt absolvierten Franziska Preuß und Simon Schempp am Sonntag im verschneiten und sonnigen Ruhpolding ein letztes Training. Am Montagabend will das Biathlon-Paar dann bei der World Team Challenge (ab 17.55 Uhr/ZDF) in der Chiemgau Arena die Scheiben abräumen und möglichst ganz vorne landen. "Wir sind bereit", schrieb Preuß zu einem Video auf Instagram.

Dabei sind es für Ex-Weltmeister Schempp die ersten Wettkämpfe in diesem Winter, denn die einstige Nummer eins im deutschen Männer-Team war in den bisherigen Weltcups nicht berücksichtigt worden. Und da wegen der Corona-Pandemie der zweitklassige IBU-Cup bisher ausfiel, hat der zweimalige Olympia-Silbermedaillengewinner noch keine Rennen absolviert. Seine Freundin indes wartete in dieser Saison schon mit konstant guten Leistungen auf.

Premiere in Ruhpolding

Erstmals seit 2001 findet das Einladungsrennen, das sonst in der Schalker Fußball-Arena bis zu 40 000 Zuschauer anlockte, in Ruhpolding statt. Ohne Fans - wegen der Corona-Pandemie, die auch die Verlegung des Events notwendig machte. Es soll eine einmalige Angelegenheit bleiben. "Natürlich hätten wir wieder gerne ein großes Biathlon-Fest im ausverkauften Stadion auf Schalke gefeiert. Aber ich denke, vor allem was den sportlichen Aspekt betrifft, haben wir mit Ruhpolding eine exzellente Alternative gefunden", sagte Franz Steinle, der Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV).

So kommt Ruhpolding doch noch zu Biathlon-Wettkämpfen, denn wegen Corona findet im Januar in der Chiemgau-Arena kein Weltcup statt. Stattdessen wird eine Doppel-Veranstaltung in Oberhof ausgetragen.

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Acht Duos am Start

Insgesamt acht Duos gehen bei den letzten Biathlon-Rennen des Jahres an den Start, auch Denise Herrmann und Benedikt Doll rechnen sich im Massenstart und dann in der Verfolgung etwas aus. Zudem sind Paare aus Italien, Österreich, Russland, Tschechien, Schweden und der Ukraine am Start. Im Vorjahr hatte die Italiener Dorothea Wierer und Lukas Hofer, die wieder dabei sind, den Massenstart gewonnen. In der Verfolgung waren Marte Olsbu Röiseland und Vetle Sjaastad Christiansen aus Norwegen nicht zu schlagen. Sie fehlen aber diesmal.

Vor einem Jahr hatte Laura Dahlmeier auf Schalke vor Zehntausenden Biathlon-Fans einen emotionalen Abschied, jetzt ist die Doppel-Olympiasiegerin wieder dabei - diesmal als ZDF-Expertin.

"Die Challenge ist für uns nicht nur ein Trostpflaster für den Weltcup, der in diesem Jahr ja leider nicht in der Chiemgau-Arena stattfinden kann, sondern gleichzeitig auch ein großartiger Abschluss des 100-jährigen Vereinsjubiläums des SC Ruhpolding", sagte Organisator Herbert Fritzenwenger.

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