RB Leipzig siegt - und verliert im Sommer den Abwehrchef

RB Leipzig bleibt zumindest einigermaßen am FC Bayern dran. Gegen Augsburg hat RB keine Mühe. Überlagert wird die Partie von der Bestätigung des Wechsels von Dayot Upamecano zum Münchner Rekordmeister. Die Art der Verkündung ist ungewöhnlich.
| Von Tom Bachmann und Jan Mies, dpa
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Leipzigs Dani Olmo und Yussuf Poulsen jubeln mit Torschütze Christopher Nkunku (l-r) das Tor zum 2:0.
Leipzigs Dani Olmo und Yussuf Poulsen jubeln mit Torschütze Christopher Nkunku (l-r) das Tor zum 2:0. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Leipzig

Dick eingepackt in seine Winterjacke klatschte Julian Nagelsmann zufrieden seine Spieler ab. Ungeachtet des Wechselwirbels um Dayot Upamecano bleibt RB Leipzig der einzige halbwegs ernsthafte Herausforderer des FC Bayern.

Nur für wie lange? Noch während des 2:1 (2:0)-Sieges der Sachsen am Freitagabend gegen den FC Augsburg wurde bekannt, dass Abwehrchef Upamecano im Sommer von Leipzig nach München wechselt. Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic bestätigte den Millionen-Coup der "Bild"-Zeitung. "Das kann ich, und darüber freuen wir uns beim FC Bayern sehr", sagte der 44-Jährige.

Gegen Augsburg saß der französische Nationalspieler nur auf der Bank. "Wenn Bayern das 20 Minuten vor dem Spiel bestätigt, müssen Sie bei Bayern nachfragen", sagte RB-Trainer Nagelsmann, der mit seiner Mannschaft am Dienstag im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League in Budapest auf den FC Liverpool trifft, nach der Partie bei DAZN. "Ich weiß, dass Upa eine Ausstiegsklausel hat und der Ball nicht bei uns liegt." Die Münchner Club-Weltmeister müssen 42,5 Millionen Euro für Upamecano bezahlen, der bis 2026 unterschrieb.

Gegen Augsburg war RB auch ohne den 22-Jährigen klar überlegen. Leipzig verkürzte den Rückstand auf die Bayern, die erst am Montag spielen, zumindest vorerst auf vier Punkte. Dani Olmo (38./Foulelfmeter) und Christopher Nkunku (43.) trafen bei Minusgraden für die Hausherren. "Wir haben das eigentlich sehr gut gemacht über 75 Minuten, dann haben wir eine kopflose Verteidigungsaktion gehabt", sagte Nagelsmann. "Dann wird es viel zu spannend das Spiel, was nicht hätte sein müssen."

Die Gäste kamen in der ersten Halbzeit zu keinem einzigen Torschuss, Daniel Caligiuri traf in der 77. Minute auch per Foulelfmeter zum Anschluss. "Wir müssen die Niederlage akzeptieren", sagte Augsburgs Torwart Rafal Gikiewicz. "Wir verlieren gegen einen guten Gegner."

Von Beginn an setzte Leipzig die Gäste mit schnellem Spiel meist über die Außen unter Druck. Nkunku prüfte Gikiewicz früh per direktem Freistoß (5.). Der FCA hielt mit einer Fünferkette dagegen - und zeigte offensiv zunächst überhaupt keine Bemühungen. Trainer Heiko Herrlich hatte Stürmer Florian Niederlechner nicht in die Startelf berufen.

Im Leipziger Kader saß neben Upamecano auch Kapitän Marcel Sabitzer zunächst auf der Bank. Im Angriff erhielt Yussuf Poulsen eine Chance, dessen Form zuletzt stark angestiegen war. Das zweite Leipziger Tor bereitete der dänische Nationalspieler überlegt vor.

Die FCA-Abwehr verteidigte die ersten 30 Minuten lang rigoros. Marek Suchy sah nach überhartem Einsteigen gegen Willi Orban nur die Gelbe Karte (27.). Trainer Nagelsmann wütete an der Seitenlinie durchaus berechtigt, dass es auch hätte Rot geben können. Amadou Haidara bekam in der zweiten Halbzeit den Ellenbogen von Laszlo Benes ins Gesicht und musste blutend behandelt werden (65.).

Ein Foulspiel von Reece Oxford an Nordi Mukiele im Augsburger Strafraum hatte in der ersten Halbzeit zum Elfmeter geführt, den Gikiewicz gegen Olmo zunächst hielt. Weil der FCA-Keeper aber zu weit vor die Torlinie ging, wurde der Strafstoß wiederholt - und Olmo ließ sich seine zweite Chance nicht nehmen. Die Leipziger gingen im 21. Saisonspiel zum 16. Mal in Führung. Nkunku erhöhte noch vor der Pause.

RB blieb spielbestimmend. Der Anschlusstreffer fiel völlig überraschend. Der eingewechselte Ibrahima Konaté foulte Mads Pedersen im Strafraum. Caligiuri verwandelte sicher, es war der erste FCA-Torschuss der Partie. Nkunku traf kurz vor Schluss noch den Pfosten (85.).

© dpa-infocom, dpa:210213-99-422883/2

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