Nach Zittersieg: Wird Moskau zum Mutmacher?

Nachdem die Bayern-Basketballer ihre Negativserie beendet haben, steht in der Euroleague bei Khimki die nächste schwere Prüfung an. Rivers: "Das war ein wichtiger, aber eben erst der erste Schritt."
| Julian Buhl
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Triumphierten im Hinspiel daheim gegen Moskau überraschend: Die Bayern um Djedovic (Ball) und Thompson (2. v. l.).
Augenklick Triumphierten im Hinspiel daheim gegen Moskau überraschend: Die Bayern um Djedovic (Ball) und Thompson (2. v. l.).

München - Die positive Nachricht vorneweg: Nach drei sieglosen Wochen ist es den Basketballern des FC Bayern endlich gelungen, ihre Negativserie von fünf Niederlagen in Folge zu stoppen. Die Krise der Münchner setzte sich aber auch bei dem 86:80-Zittersieg in der Overtime bei Außenseiter Bremerhaven fort. Die Verunsicherung war dem Team von Trainer Svetislav Pesic erneut deutlich anzumerken.

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"Der Sieg ist so enorm wichtig für uns. Wir mussten hier gewinnen, egal wie. Wir haben uns gut zurückgekämpft", sagte K.C. Rivers, der seinem Team mit einem schwierigen Dreierwurf 2,8 Sekunden vor Schluss die Verlängerung überhaupt erst ermöglicht hatte: "Das war heute ein wichtiger, aber eben erst der erste Schritt." Und auch Pesic, der nicht unbedingt bekannt dafür ist, gerade die schwächeren Auftritte seiner Spieler besonders einfühlsam zu bewerten, das Positive herauszustellen. Auch er hatte freilich kein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen. "Aber wir haben gekämpft und geglaubt, dass wir trotz aller Schwierigkeiten noch gewinnen können", sagte der 66-Jährige.

Ein Sieg gegen ein Team, das nach acht Spieltagen selbst erst ein Ligaspiel gewonnen hat? Für einen Meisterkandidaten eigentlich eine Selbstverständlichkeit. In der aktuellen Situation muss er aber als – zumindest kleiner – Mutmacher herhalten. Ein deutlich größerer könnte die nächste Partie sein, sofern sie die Bayern denn auch für sich entscheiden sollten. Am Donnerstag reisen die Münchner nämlich nach Russland, wo in der Euroleague das Auswärtsspiel bei Khimki Moskau (18.00 Uhr) ansteht.

Dort wartet ein europäisches Topteam als Gegner, das in der vergangenen Saison den Eurocup gewann und nun den Thron in der Euroleague angreifen will. Dass Moskau dazu fähig ist, hat es mit den beiden Siegen gegen Titelverteidiger Real Madrid eindrucksvoll bewiesen. Mit 18 Punkten und acht Assists hatte Ex-Bayern-Aufbauspieler Tyrese Rice entscheidenden Anteil am 85:82-Sieg, der der Millionentruppe zuletzt in Madrid gelang.

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Das Hinspiel in München hatten die Bayern – vor ihrer Sieglos-Serie – allerdings überraschend mit 69:60 für sich entschieden. Und Pesics Trainerkollege Pep Guardiola den Überraschungscoup als Augenzeuge in der Halle miterlebt. Auf den Spanier als Glücksbringer werden die Bayern dieses Mal verzichten müssen. Dafür kehren Dusko Savanovic (Knieprobleme) und Paul Zipser, der gegen Bremerhaven umgeknickt war und nicht weiterspielen konnte, möglicherweise wieder zurück. Aber vielleicht heißt der eigentliche Mutmacher am Ende ja tatsächlich: Moskau.

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