Münchener Star-Ensemble auf Titelkurs

Alles spricht für den Rekordmeister: Während sich beim FC Bayern die Einkaufspolitik zu Saisonbeginn bezahlt macht lässt Verfolger Werder Bremen Punkte in Stuttgart. Das Zwischenfazit des 23. Spieltags.
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Machen sich bezahlt: Miroslav Klose, Franck Ribery, Luca Toni (v. l.)
dpa Machen sich bezahlt: Miroslav Klose, Franck Ribery, Luca Toni (v. l.)

Alles spricht für den Rekordmeister: Während sich beim FC Bayern die Einkaufspolitik zu Saisonbeginn bezahlt macht lässt Verfolger Werder Bremen Punkte in Stuttgart. Das Zwischenfazit des 23. Spieltags.

Titelverteidiger VfB Stuttgart hat dem FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga den Weg zum 21. Meistertitel geebnet. Mit einer Galavorstellung in einem aufregenden Spiel entzauberten die Schwaben beim 6:3-Erfolg Titelkandidat SV Werder Bremen und verhalfen dem Rekordmeister zu einem sicheren Vorsprung an der Tabellenspitze. «Die Entwicklung in Stuttgart haben wir mit einem strahlenden Lächeln verfolgt», kommentierte Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld nach dem 2:0-Erfolg seines Teams gegen den Karlsruher SC die Leistung des Noch-Titelträgers. Für den SV Werder Bremen, der nun schon sieben Punkte Rückstand auf Bayern hat, endete eine «schwarze Woche» mit einer frustrierenden Niederlage.

Vom möglichen Titel sprach in Bremen niemand mehr. «Fragen Sie mich nicht nach der Meisterschaft. Das Thema ist nicht aktuell», sagte Werder-Manager Klaus Allofs nach der Pleite in Stuttgart. Dabei zeigten die Bremer zunächst eine gute Leistung und gerieten vor allem dank des Torinstinktes von Mario Gomez auf die Verliererstraße. «Die Partie hätte auch andersherum ausgehen können», befand VfB-Trainer Armin Veh. Matchwinner Gomez freute sich über seinen gelungenen Auftritt. «Gegen Werder macht es immer besonders Spaß zu spielen. Es ist super, dass wir mal wieder einen schönen Sieg errungen haben», sagte der Torjäger.

Hitzfelds 150. Sieg auf der Bayern-Bank

Die Bayern profitierten zwar von der Bremer Niederlage, sorgten aber auch selbst mit einem überragenden Franck Ribery für Glanzlichter. «Er ist ein traumhafter Spieler. Man kann ihn mit Zidane vergleichen», befand Torhüter Oliver Kahn nach dem Erfolg gegen den KSC. Luca Toni, der sein 24. Tor im 32. Pflichtspiel erzielte, und Ribery sorgten für die Treffer des Spitzenreiters. «Man ist beruhigter bei sieben Punkten Vorsprung auf Bremen», sagte Hitzfeld, der seinen 150. Sieg als Bayern-Trainer feierte. Nach dem Erfolg in der Champions League hat sich beim FC Schalke 04 nun auch die Lage in der Bundesliga entspannt. Der 2:0-Erfolg bei Arminia Bielefeld durch die Treffer von Gustavo Varela und Halil Altintop bescherte den Königsblauen wieder den Sprung auf Rang fünf. «Es war insgesamt eine sehr gute Woche für die Mannschaft und den Verein. Das ist ein schönes Erlebnis», meinte Trainer Mirko Slomka. Die vom Abstieg bedrohten Ostwestfalen, die immer noch auf den ersten Sieg unter Trainer Michael Frontzeck warten, wollen trotz der sportlichen Talfahrt an dem neuen Coach festhalten. «Egal, was passiert, die Saison wird mit Frontzeck zu Ende gespielt», betonte Präsident Hans- Hermann Schwick.

Agalis erstes Saisontor

Im Kampf um den Klassenverbleib gab es für die Kellerkinder Energie Cottbus und MSV Duisburg weitere Rückschläge. Die Lausitzer waren beim 0:3 gegen den VfL Wolfsburg und das Doppelpack des Brasilianers Marcelinho machtlos. Duisburg vergab beim 1:1 im «Keller-Derby» gegen Hansa Rostock die Chance, die Abstiegsränge zu verlassen. «Die Mannschaft hat Nerven gezeigt», sagte MSV-Coach Rudi Bommer. Für Hansa erzielte Victor Agali seinen ersten Saisontreffer und den ersten seit vier Jahren und drei Monaten in der Bundesliga. Zwei kuriose Szenen, an denen die Schiedsrichter beteiligt waren, sorgten für Aufregung in den Partien Borussia Dortmund gegen Hertha BSC (1:1) und Eintracht Frankfurt gegen den VfL Bochum (1:1). In Dortmund zeigte Schiedsrichter Babak Rafati Berlins Marko Pantelic aus Versehen die Rote Karte, nahm die Entscheidung wieder zurück und schickte stattdessen Hertha-Trainer Lucien Favre auf die Tribüne. Der Coach hatte den Schiedsrichter-Assistenten beleidigt und am Trikot gezogen. «Das hätte ich nicht machen dürfen», bekannte Favre. In Frankfurt erlaubte Referee Felix Brych dem Bochumer Mimoun Azaouagh, einen Freistoß schnell auszuführen, als Eintracht-Torwart Oka Nikolov noch die Mauer stellen wollte. «Der Schiedsrichter hat mich gefragt, ob ich auf die Freigabe warten will, bis er den Abstand der Mauer geregelt hat. Ich habe Nein gesagt und schnell geschossen», sagte Azaouagh und rettete seinem Team damit einen Punkt. (dpa)

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