Mick Schumacher bleibt in der Formel 4

Mick Schumacher wird ein weiteres Jahr in der Formel 4 fahren. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher wechselt zum italienischen Prema Powerteam.
| sid
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Mick Schumacher gab 2015 für Van Amersfoort Racing sein Debüt im Formel-Sport und feierte dabei einen Rennsieg.
dpa Mick Schumacher gab 2015 für Van Amersfoort Racing sein Debüt im Formel-Sport und feierte dabei einen Rennsieg.

Köln - Genau 20 Jahre nach seinem berühmten Vater zieht es nun auch Mick Schumacher nach Italien. Wenige Wochen vor seinem 17. Geburtstag wechselte der Sohn von Ferrari-Ikone Michael Schumacher zum Prema Powerteam, für das er in diesem Jahr in der deutschen oder der italienischen Formel 4 fahren wird.

2015 war Schumacher junior mit dem niederländischen Rennstall Van Amersfoort Racing in den Formel-Rennsport eingestiegen. "Es ist für mich der perfekte nächste Schritt, damit ich meine beste Leistung abrufen und ein kompletter Fahrer werden kann", wird Mick Schumacher in einer Pressemitteilung des Teams zitiert.

Der Rennstall sei "sehr erfahren und offen, gerade auch in der Zusammenarbeit mit uns Fahrern - und Angelo (Teamchef Angelo Rosin, d. Red.) schaut wirklich auf jedes Detail."

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Ein weiteres Lehrjahr also in der Formel 4 statt eines vielleicht zu schnellen Aufstiegs in die Formel 3: Mick Schumacher lässt es auf dem Weg, der ihn nach Meinung vieler Experten eines Tages in die Formel 1 führen wird, langsam angehen. Er Freude sich "auf diese Herausforderung und die gemeinsame Erfahrung. Ich bin stolz darauf, ein Teammitglied von Prema zu sein."

Seine Fahrerkollegen sind Juan Manuel Correa (Ecuador) und Juri Vips (Estland). In Deutschland beginnt die Saison der ADAC Formel 4 2016 vom 15. bis 17. April in Oschersleben, das Finale der insgesamt acht Wochenenden umfassenden Serie steigt vom 30. September bis 2. Oktober in Hockenheim.

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Allerdings ist auch ein Start des Prema Powerteams in der italienischen Serie denkbar, darüber wird in Kürze entschieden. Man habe schon länger ein Auge auf Schumacher junior geworfen, sagte Teamchef Angelo Rosin: "Er hat sich in der vergangenen Saison konstant entwickelt und verbessert. Er ist schnell, clever und entschlossen, und er arbeitet zusammen mit dem gesamten Team sehr hart. Ich bin sehr stolz, ihn bei uns zu haben."

 

"Die Saison hat Spaß gemacht"

 

In der Endabrechnung der Formel 4 2015 hatte Mick Schumacher Platz zehn belegt. Seinen bis dato einzigen Sieg feierte er zum Saisonauftakt Ende April in Oschersleben. Seinerzeit war der Hype um den Spross des Formel-1-Rekordweltmeisters gewaltig, die Erwartungen nach seinem Sieg an seinem allerersten Formel-Wochenende schossen mit atemberaubender Geschwindigkeit in die Höhe.

Die folgenden Wochen und Monate brachten dann ein wenig Ruhe hinein, auch sportliche Rückschläge folgten. Doch Fortschritte waren unverkennbar, Mick Schumacher zeigte, dass er sich vor den deutlich erfahreneren Spitzenpiloten nicht verstecken muss und wurde schließlich Dritter der sogenannten Rookie-Wertung.

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Am Ende des Jahres fiel das Fazit dann sehr gut aus. "Die Saison hat Spaß gemacht", sagte Schumacher. Dass sich die Wogen um den Blondschopf erheblich gelegt haben, wurde auch bei der Eröffnung der Michael Schumacher-Ausstellung am vergangenen Montag in Marburg deutlich.

Nahezu unbehelligt konnten Mick und seine zwei Jahre ältere Schwester Gina Maria in aller Ruhe die Würdigung ihres Vaters genießen. Michael Schumacher selbst ist seit seinem schweren Skiunfall am 29. Dezember 2013 nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten.

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