Kickbox-WM: Interview mit Marie Lang über Kämpfe und Erotik

Kickbox-Queen Lang verteidigt ihren Titel gegen Claire Clements. In der AZ spricht sie über Aussehen, Erotik und Käfigkämpfe.
| Matthias Kerber
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"Ich bin mir nicht zu fein für einen Cut", sagt Münchens Kickbox-Queen Marie Lang.
Michael Wilfling/ho/ Stefan Bösl/Imago "Ich bin mir nicht zu fein für einen Cut", sagt Münchens Kickbox-Queen Marie Lang.

München - Marie Lang (30) ist seit 2015 Kickbox-Weltmeisterin. Am Samstag (Sat.1 überträgt Sonntag ab 0.55 Uhr) verteidigt die Münchnerin ihren Titel gegen die Britin Claire Clements.

AZ: Frau Lang, am Samstag verteidigen Sie Ihren WM-Titel gegen die Engländerin Claire Clements. Sie sind aber nicht nur Kickbox-Queen, sondern auch Model. Lassen Sie uns über Eitelkeit reden.
MARIE LANG: Ja, ich bin schon eitel. Aber Kickboxen ist ein Kampfsport. Dass man da nach einem Fight nicht aussieht, als sei man frisch geschminkt worden, liegt in der Natur der Sache. Ich denke nicht daran, wie ich im Ring ausschaue. Ich bin mir nicht zu fein für einen Cut. Wenn ich Angst hätte, eine Bloody Marie im Ring zu sein, wär ich in dem Sport fehl am Platz. Aber ich ärgere mich immer nachher, wenn ich Bilder vom Kampf sehe. Da denke ich mir oft: Oh mein Gott, sehe ich da scheiße aus! Auch die Siegerbilder kann man oft nicht gerade als erotisch bezeichnen.

Was ist in Ihren Augen eigentlich Erotik?
Ich finde es schön, wenn Bilder immer ein Restgeheimnis bewahren, nicht alles offenbaren, wenn ein Mysterium bleibt. Ich komme ja aus der Modebranche und mit Mode kann man sehr viel mit Erotik spielen, sie unterstreichen, akzentuieren.

Sie waren gerade auf der Jubiläumsfeier des Playboy – werden Sie wankelmütig? Schließlich sagten Sie mal, dass Sie sich nicht entblättern wollen.
Im Moment ist nichts geplant, aber ich will es auch nicht ausschließen. Man wird sehen, was noch kommt.

Sie sind jetzt 30 Jahre alt, denken Sie schon gelegentlich ans Karriereende?
Wenn man eine Familie gründen will, dann ist die Zeit natürlich endlich. Ich denke, so mit 33, 34 – spätestens 35 – ist Schluss. Es ist schwer, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Für mich ist es entscheidend, dass ich Spaß bei der Sache habe. In dem Moment, wo der weg ist, höre ich auf. Aber noch habe ich sehr viel Spaß daran.

Erklären Sie doch mal diesen Spaß, den Sie dabei empfinden, in den Ring zu steigen.
Das ist sehr schwer in Worte zu fassen. Es gibt immer wieder Menschen, die von mir wissen wollen: Was um Himmels willen ist spaßig daran, einen Schlag ins Gesicht zu bekommen – oder auch jemanden zu schlagen? Für mich ist es die stetige Herausforderung, sich immer wieder aufs Neue zu messen. Das ist ein Teil meiner Persönlichkeit, den viele nicht verstehen können, den sie mit Marie Lang, die sie privat kennen, nicht recht in Einklang bringen können.

Jetzt steht der Megakampf zwischen Box-Ikone Floyd Mayweather und Kafigkämpfer-Legende Conor McGregor an. Ihre Vorgängerin Christine Theiss hat den Fight mit dem Match zwischen Regina Halmich und TV-Blödler Stefan Raab verglichen.
Ein bisschen geht es ja auch wirklich in die Richtung. Den sportlichen Wert setze ich nicht so hoch an, aber es wird ein Mega-Event, bei dem es in meinen Augen auch fast ausschließlich ums Geld geht. Das wird ein Spektakel, aber ich denke nicht, dass McGregor eine Chance hat. Anschauen werde ich es aber.

Was halten Sie überhaupt vom Käfigkampf?
Ich habe wirklich den größten Respekt vor diesen Athleten, aber für mich wäre das nichts. Das ist zu viel, speziell, wenn dann noch am Boden weitergekämpft wird.

Die dunkle Seite des EngelchensLesen Sie auch: Gürtelparade bei Steko's Fight Night

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