Kerber: Wimbledon gewinnen und deutsche Fahne tragen

Melbourne-Siegerin Angelique Kerber hat noch nicht genug: Die 28-Jährige will unbedingt in Wimbleon triumphieren und bei Olympia in Rio die deutsche Fahne tragen. Das durfte bisher noch kein Tennis-Profi.  
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Solche Momente wünscht sie sich öfter: Angelique Kerber feiert ihren Triumph bei den Australian Open.
dpa Solche Momente wünscht sie sich öfter: Angelique Kerber feiert ihren Triumph bei den Australian Open.

Melbourne-Siegerin Angelique Kerber hat noch nicht genug: Die 28-Jährige will unbedingt in Wimbleon triumphieren und bei Olympia in Rio die deutsche Fahne tragen. Das durfte bisher noch kein Tennis-Profi.

Frankfurt/Main - Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber hat neben dem Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste noch ein anderes großes Ziel. "Wimbledon gewinnen, ganz klar", sagte die Kielerin der "Bild"-Zeitung: "Und auch die US Open sind mir sehr wichtig. 2011 fing mit dem Halbfinal-Einzug alles an. Außerdem ist New York meine Lieblingsstadt."

In Wimbledon (2012) und bei den US Open (2011) hatte Kerber schon einmal im Halbfinale gestanden. Auch den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im August fiebert die 28-Jährige entgegen - und liebäugelt mit einer ganz besonderen Aufgabe. "Vielleicht darf ich ja sogar die deutsche Fahne tragen", meinte Kerber: "Das wäre ein Traum für mich. Gegen eine Medaille hätte ich auch nichts."

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Kerber wäre die erste deutsche Fahnenträgerin aus dem Tennissport. 1988, als Steffi Graf in Seoul den Golden Slam perfekt machte, hatte Dressurreiter Dr. Reiner Klimke die bundesdeutsche Fahne ins Olympiastadion getragen. Fahnenträger der damaligen DDR war Kugelstoßer Ulf Timmermann.

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Auf den Siegerpokal von Melbourne muss "Angie" Kerber noch warten. "Der müsste noch irgendwo in der Post sein. Er soll in den nächsten Tagen bei mir ankommen. Hoffentlich. Er kommt in mein Wohnzimmer, wo ich ihn immer anschauen kann. Auch wenn es mal nicht so gut läuft", sagte Kerber.

In den nächsten Tagen will sich die Fed-Cup-Spielerin erst einmal zu Hause in Kiel erholen. Viel Zeit bleibt aber nicht. Kerber hat für die Turniere in Dubai (ab 15. Februar) und Doha (ab 21. Februar) gemeldet. In der Wüste kann die Weltranglistenzweite viele Punkte gut machen, da sie bei den beiden Turnieren in den Vereinigten Arabischen Emiraten im vergangenen Jahr jeweils früh ausgeschieden war.

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