Trainerwechsel in der Bundesliga und ihre Folgen

Skripnik war der Erste, Schmidt der vorerst Letzte. Aber was haben die Trainerwechsel in der Bundesliga bislang gebracht?
| dpa/AZ
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Roger Schmidt war bereits die neunte Entlassung.
dpa Roger Schmidt war bereits die neunte Entlassung.

Skripnik war der Erste, Schmidt vorerst der Letzte. Neun Trainerwechsel gab es in dieser Bundesligasaison bereits. Ein neuer Coach bringt neue Ideen und im Optimalfall auch einen besseren Tabellenplatz. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht oft anders aus.

Der Nächste bitte - Tayfun Korkut ist bereits der neunte neue Chefcoach in der laufenden Fußball-Bundesliga-Saison. Vor Korkuts neuem Club Bayer Leverkusen griffen 2016/17 schon sieben Vereine zum vielbesagten letzten Mittel, um der Spielzeit eine positive Wendung zu geben. Der VfL Wolfsburg tauschte sogar schon zweimal den Trainer aus. Doch hat es was gebracht? Die Deutsche Presse-Agentur beleuchtet die Auswirkungen der Wechsel.

Werder Bremen: Etwas mehr Stabilität

Die Norddeutschen tauschten in der laufenden Saison als erstes den Coach. Viktor Skripnik wurde durch Alexander Nouri ersetzt. Nouri übernahm Werder auf dem letzten Tabellenplatz - mit null Punkten und einem Torverhältnis von 2:12. Der neue Trainer hat Werder einigermaßen stabilisiert. Bremen hat sich von den Abstiegsplätzen ein wenig befreit und liegt auf Platz 14. Der SVW gewann zuletzt dreimal in Serie und ist vor allem in der Offensive stark: Mit 30 Toren hat Nouris Team genauso viele Treffer erzielt wie Hertha BSC auf Rang fünf.

Hamburger SV: Immer noch der Relegationsplatz

Werders Erzrivale wechselte ebenfalls schon früh den Trainer. Markus Gisdol übernahm den HSV von Bruno Labbadia nach dem fünften Spieltag auf Rang 16. Fünfeinhalb Monate später liegt der Club immer noch auf dem Relegationsplatz. Auch Gisdol hat die unbeständigen Leistungen des Teams nicht in den Griff gekriegt. Jubelten die Hamburger Mitte Februar noch über einen starken 3:0-Sieg beim Tabellenzweiten Leipzig, folgte nur zwei Wochen später bei der 0:8-Pleite in München die Ernüchterung. Auch wenn der HSV inzwischen heimstärker geworden ist, muss weiter um den Verbleib in der Liga gezittert werden.

Die Trainerwechsel in der Bundesliga 16/17

Vfl Wolfsburg: Dritter Trainer in der Autostadt

Dieter Hecking, Valérien Ismaël, nun Andries Jonker - Die Wölfe haben den Trainerposten bereits zweimal neu besetzt. Um die Arbeit Jonkers zu bewerten, ist es nach einem Spiel (1:1 in Mainz) zu früh. Fest steht: Der Tausch Ismaël für Hecking brachte den VfL nicht nach vorne. Beide verließen die hochkarätig besetzte Mannschaft auf Rang 14. Nun soll Jonker den Abstand zu den hinteren Plätzen erhöhen. Aktuell ist Wolfsburg punktgleich mit dem HSV auf Platz 16.

Borussia Mönchengladbach: Bestes Rückrundenteam

Dass Hecking auch erfolgreich sein kann, zeigt er aktuell am Niederrhein. Seit er das Team nach dem 16. Spieltag von André Schubert übernommen hat, läuft's bei der Borussia. Die Mannschaft verbesserte sich von Rang 14 auf 9, steht im DFB-Pokal unter den letzten Vier und in der Europa League im Achtelfinale. 2,29 Punkte holt Gladbach mit Hecking im Schnitt, unter Schubert war es 2016/17 nur einer. Anders als sein Vorgänger nimmt Hecking nur wenige Wechsel in der Startelf vor. Das gibt der Mannschaft Stabilität.

FC Ingolstadt: Stabilität ohne nötige Punkte

Stabiler wirkt auch der FCI seit dem Trainerwechsel am zehnten Spieltag. Das Team spielt mit Maik Walpurgis wieder mutiger als unter Vorgänger Markus Kauczinski und holte mit dem neuen Coach immerhin 16 Punkte. Nur: Am Tabellenplatz lässt sich das noch nicht ablesen. Der FCI ist immer noch Vorletzter, der Abstand zum Relegationsplatz beträgt nach wie vor fünf Punkte.

FC Augsburg: Konsequenteres Offensivspiel

Immerhin um einen Platz verbessert hat sich der FCA, seitdem Manuel Baum den Job von Dirk Schuster übernommen hat. Zudem spielt das Team konsequenter nach vorne. Von Rang 13 ging es hoch auf 12. Mit Baum hat Augsburg einen Punkteschnitt von 1,6 pro Spiel, bei Schuster reichte es im Schnitt nur zu einem Zähler. Bei fünf Punkten Abstand zu Platz 16 sind die Fuggerstädter aber noch nicht gerettet.

Darmstadt 98: Der Abstieg ist vorprogramiert

Torsten Frings hat die erhoffte Wende nicht geschafft. Im Gegenteil: Der Abstand zum Relegationsplatz wird immer größer. Als Frings den Job beim Tabellenschlusslicht nach dem 16. Spieltag übernahm, betrug der Rückstand auf Platz 16 noch fünf Punkte. Nun sind es bereits elf. Gerad einmal vier Punkte haben die Lilien aus den letzten sieben Spielen geholt. Alles deutet auf den Abstieg hin.

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