Toni Kroos: "Miro ist der Team-Opa"

Hier erzählt Toni Kroos, dass er Lahms Buch lesen wird, er sich aber grundsätzlich lieber mit Musikerbiographien befasst – und was die Systeme von Heynckes und Löw verbindet.
| Patrick Strasser
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Toni Kroos ist, was oft vergessen wird, erst 21 Jahre alt.
dpa Toni Kroos ist, was oft vergessen wird, erst 21 Jahre alt.

Hier erzählt Toni Kroos, dass er Lahms Buch lesen wird, er sich aber grundsätzlich lieber mit Musiker- als Sportlerbiographien befasst – und was die Systeme von Heynckes und Löw verbindet

AZ: Herr Kroos, welches Buch lesen Sie gerade?

TONI KROOS: Gar keins.

Etwa nicht das Buch von Philipp Lahm „Der feine Unterschied”? Wir hätten gedacht, das liegt als Geschenk bei jedem Spieler auf dem Zimmer.

Nein. Das ist ja auch eher was für Außenstehende, die einen Einblick ins Profigeschäft bekommen wollen. Da wird für mich nichts Neues drinstehen, es ist ja wohl recht harmlos. Aber ich werde es lesen. Ich hoffe, er gibt mir eins.

Hat Lahm als Kapitän der Nationalelf und beim FC Bayern mit diesem Buch an Autorität im Mannschaftskreis verloren?

Überhaupt nicht. Ich komme gut mit ihm klar und finde es gut, wie er seine Ämter ausübt.

Sie sind 21 Jahre – es dauert wohl nicht mehr lange bis zu Ihrer Autobiografie, oder?


Ja, es wird Zeit, ich gehe ja jetzt auch schon in meine fünfte Profi-Saison (lacht): Nein, langsam. Das muss jeder selbst entscheiden. Ich werde eher nichts schreiben. Wenn überhaupt, dann vielleicht nach der Karriere.

Welche Sportler-Biografien haben Sie gelesen?


Eigentlich keine, eher Biografien von Personen aus anderen Bereichen.


Zum Beispiel?


Die von Hartmut Engler.


Sie sind Pur-Fan?

Ja, ich finde die Musik gut. Es ist interessant gewesen, zu lesen, wie sich die Gruppe seit 30 Jahren hält und immer noch erfolgreich ist. Außerdem habe ich die Band mal kennengelernt. Ich habe auch Herbert Grönemeyer auf meinem I-Pod, er ist ein super Entertainer. Ich war auf ein paar Konzerten.

Sie sind erst 21. Wenn man Ihren Karriereweg vom Debüt 2007 beim FC Bayern verfolgt hat, wähnt man Sie schon als Mittzwanziger.

Das stimmt. Früher gingen Karrieren mit 21 erst los, jetzt heißt es, man ist etabliert. Ich habe schon viel gesehen und erlebt. Aber ich bin immer noch sehr jung. Das wird oft vergessen, wenn ich beurteilt werde. Ich habe noch viel vor mir. Da steht noch was an.

In der Nationalelf sind jetzt noch jüngere. André Schürrle etwa – oder Mario Götze, der 19-Jährige.

Ja, das ist doch gut, dass Jüngere nachkommen. Vor Jahren hätte man sich über ein paar „junge” 25-Jährige gefreut. Das hat sich verschoben. Wir haben viel Qualität, auf Jahre hinaus ein gutes Team.

Die Mid-Twens Lahm und Schweinsteiger (beide 27,) haben schon über 80 Länderspiele.

Stimmt, sie haben sehr viel Erfahrung, sind alte Hasen. Und der Miro (Klose, 33 Jahre alt, d.Red.) ist unser Team-Opa. Nein, Spaß beiseite. Gegen Brasilien nach seiner Einwechslung hat er gezeigt, wie fit er noch ist, voller Lust.

In der Nationalelf werden Sie auch am Freitag gegen Österreich auf der Sechser-Position neben Bastian Schweinsteiger spielen. Bundestrainer Löw möchte, dass Sie die Rolle sehr offensiv ausführen.

Ich habe im DFB-Team immer meine Leistung gebracht und bin mehr als eine Alternative. Nicht nur wenn Sami Khedira fehlt kann ich ohne Probleme im Mittelfeld spielen. Wir haben in der Nationalelf viele Varianten, sind top besetzt.

Nun muss nur noch Bayern-Trainer Jupp Heynckes überzeugt werden, dass die Löw-Position genau die richtige ist für Sie.

Nein, warum? Ich fühle mich auch auf der Zehn bei Bayern wohl. Es läuft dieses Jahr deutlich besser. Ich kann mich auf dem Platz freier bewegen, kreativer sein. Das System von Heynckes und Löw ist fast identisch, die Mannschaften sind per Kurzpassspiel nach vorne ausgerichtet.

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