Timoschenko ist Thema

Der Trainer sorgt sich um die politische Lage in der Ukraine – einen Boykott hält er nicht für sinnvoll
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RASTATT Bevor er seinen Kader für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) vorstellte, wollte Joachim Löw noch etwas loswerden. Die politische Situation in der Ukraine bereitet auch dem Bundestrainer Sorgen. „Wenn sie mich als Bundestrainer fragen, sage ich, dass wir in Deutschland ein Bild geprägt haben, für was unser Fußball steht: Spaß, Freude, Integration – dafür, Menschen zusammenzubringen", sagte er darum ungefragt.

Einen Boykott der Europameisterschaft halte er aber nicht für sinnvoll. „Wir werden nicht als Weltpolizei in die Ukraine reisen. Wir dürfen nicht vergessen, dass es in erster Linie um Sport gehen soll”, sagte Löw, der sich aber darüber freute, dass „durch so ein großes Ereignis” auch Menschenrechtsfragen in den Blickpunkt rücken würden.

Danach erklärte Löw auch noch seine persönliche Meinung zum Umgang der ukrainischen Regierung mit der früheren Premierministerin Julija Timoschenko: „Natürlich bin ich der tiefsten Überzeugung, dass die Menschenrechte eines unser höchsten Güter ist. Egal wo, ob in China oder Nordkorea oder der Ukraine. Mit denen identifiziere ich mich ebenso, wie mit Werten wie Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, dem Schutz von Minderheiten und natürlich auch mit einem humanitären Umgang mit Frau Timoschenko”, sagte er.

Dass auch seine Spieler sich Gedanken machen würden über die politische Situation im EM-Gastgeberland begrüßte der Bundestrainer ausdrücklich. „Die Spieler dürfen selbstverständlich ihre Meinung äußern. Philipp Lahm hat ein Interview dazu gegeben und wir werden mit den Spielern im Trainingslager sicherlich auch über diese Thematik sprechen”, so Löw. 

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