Spielt die Gauchos mürbe!

AZ-Kolumnist Brehme, Weltmeister von 1990, ist begeistert von Thomas Müller und Co. – und empfiehlt fürs Viertelfinale, die Argentinier mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen
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Eher Optimist: Andreas Brehme.
Rauchensteiner/Augenklick Eher Optimist: Andreas Brehme.

AZ-Kolumnist Brehme, Weltmeister von 1990, ist begeistert von Thomas Müller und Co. – und empfiehlt fürs Viertelfinale, die Argentinier mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen

Von Andreas Brehme

Ich hatte ja gehofft, dass mit dem Achtelfinale die WM erst richtig los gehen würde, dass die Spiele in Südafrika endlich besser und spektakulärer werden würden. Doch das, was unsere Jungs gegen England gezeigt haben, hat sogar meine kühnsten Erwartungen übertroffen!

So viel Spaß beim Zusehen hatte ich lange nicht mehr. Und so eine spielstarke und sympathische Truppe haben wir auch lange nicht gehabt.

Natürlich war es ein riesengroßes Glück für uns, dass das 2:2 von Lampard nicht gegeben wurde. So ein Doppelschlag kurz vor der Pause hätte das Spiel noch mal kippen lassen können. Aber dieses umgedrehte Wembley-Tor war einfach ausgleichende Gerechtigkeit für 1966 – und hat den Engländern sicherlich noch ein weiteres Trauma beschert. Nun haben die gar nichts mehr, was ihnen Mut machen wird, wenn sie gegen uns spielen!

Sensationell fand ich aber, wie Jogis Jungs in der Zweiten Halbzeit aufgetreten sind. Wie sie einfach weiter gemacht haben, wie Mesut Özil und Thomas Müller weiter gezaubert haben. Überhaupt, die beiden: Wenn ich sie spielen sehe, geht mir das Herz auf. Özil ist ein echter Spielmacher, ein Nachfolger von Netzer, Overath, Schuster und Häßler. Und wie cool der Müller einnetzt und 90 Minuten lang Ashley Cole hergespielt hat – das war famos, toll, herrlich!

Diese Mannschaft kann kicken, aber sie ist auch richtig zusammengewachsen. Eine tolle Einheit, die England einfach nicht ins Spiel kommen ließ. Genau so müssen sie nun auch gegen Messi, Tevez und Co. auftreten. Sie müssen die Zweikämpfe annehmen, die Gauchos mürbe spielen – und mit ihren eigenen Mitteln schlagen. Mittel, die auch wir jetzt haben und mit denen wir Argentinien schlagen können.

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