Kommentar

Söder will Geisterspiele: Erneuter Existenzkampf

Sport-Vize Krischan Kaufmann über die Auswirkungen der Geisterspiele.
| Krischan Kaufmann
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Nun hat die Politik also reagiert. Leider zu spät - wie so häufig während dieser nun schon knapp zwei Jahre andauernden Corona-Pandemie.

Das geplante Comeback der Geisterspiele in Deutschlands Sport-Stadien und -Hallen ist angesichts der schon seit Wochen durch die Decke schießenden Infektionszahlen nicht erst seit dem rheinischen Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am vergangenen Spieltag längst überfällig.

Bilder wie eben jene von der ausverkauften Geißbock-Arena, wo die Mehrheit der 50.000 Zuschauer - ohne Maske - hochemotional den 4:1-Derbysieg des FC feierte, waren doch lange vorher außerhalb der Fußball-Blase kaum noch vermittelbar.

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Zur bitteren Wahrheit gehört allerdings auch: Je länger der neuerliche Fan-Lockdown in den deutschen Profi-Ligen anhalten wird, desto aussichtsloser wird die finanzielle Situation für viele Vereine. Wohl nicht für den FC Bayern.

Aber wenn selbst der Bundesliga-Krösus mit seinem sagenumwobenen Festgeldkonto den Gürtel gewaltig enger schnallen muss, weil er zur Saison 2020/2021 nur noch einen Gewinn von 1,9 Millionen Euro ausweisen kann, lässt sich leicht ausrechnen, was die wegbrechenden Zuschauereinnahmen für die Fürths, Bochums oder ganz einfach alle Klubs, bei denen die TV-Gelder nicht ganz so üppig sprudeln, bedeuten: knallharter Existenzkampf - den diesmal womöglich nicht mehr alle Vereine überleben werden.

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