RB Leipzig geht mit viel Mut und Mumm in die Restsaison

Aufsteiger RB Leipzig ist als Tabellenzweiter ins neue Jahr gegangen. Die ersten drei Spiele werden einen Hinweis darauf geben, ob das Überraschungsteam Bayern-Jäger bleibt oder sich nach unten orientieren muss.
| sid
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Wollen weiter feiern: Die Spieler von RB Leipzig - hier mit Naby Deco Keita, Dominik Kaiser, Timo Werner, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen (von links).
dpa Wollen weiter feiern: Die Spieler von RB Leipzig - hier mit Naby Deco Keita, Dominik Kaiser, Timo Werner, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen (von links).

Leipzig - An Selbstbewusstsein mangelt es dem Bundesliga-Überraschungsteam RB Leipzig nicht. "Wenn jemand glaubt, dass wir uns wegen der sehr guten Hinrunde jetzt weniger Druck machen, täuscht er sich. Wir haben den Ehrgeiz, den bisherigen Saisonverlauf zu toppen", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl.

36 Punkte, zweiter Tabellenplatz, Rekord-Aufsteiger. Bisher verlief die Premierensaison wie gewünscht - die Niederlagen beim FC Ingolstadt (0:1) und kurz vor Weihnachten im Spitzenspiel beim FC Bayern (0:3) ausgenommen. Am Samstag (18.30 Uhr/Sky) ist der Tabellenvierte Eintracht Frankfurt zu Gast.

Wieder ein Spitzenspiel. Und der Beginn wichtiger Wochen für die Sachsen: Anschließend geht es gegen den Dritten TSG 1899 Hoffenheim und danach gegen den Vize-Meister Borussia Dortmund. "Das sind drei richtige Kracher. Da gibt es kein Einrollen, da ist gleich Vollgas angesagt", sagte Hasenhüttl.

Der hatte schon vor der Winterpause mit Blick auf die wichtigen Spiele im neuen Jahr erklärt: "Es ist die Phase, in der wir sehen werden, wie gut wir wirklich sind und wo wir uns einordnen können."

Denn sollten die Sachsen in den kommenden Spielen so punkten wie in der bisherigen Hinrunde und die direkten Konkurrenten weiter distanzieren, dürfte der Weg noch klarer Richtung Europa führen. Schon jetzt ist der Abstand enorm. Auf die Frankfurter sieben, auf den 1. FC Köln auf Platz sieben bereits elf Punkte. Von einem neuen Saisonziel Europapokal will bisher allerdings nur Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz etwas wissen.

"Wir wissen ja, dass vier die Champions League und zwei die Europa League erreichen - das ist das Minimalziel", sagte der Mäzen. "Es ist doch auch klar, dass wir unseren Platz nicht kampflos hergeben wollen. Aber ich kann jetzt noch nicht sagen, was sich am Saisonende als Erfolg anfühlt", sagte Hasenhüttl dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Eine Qualifikation für die Champions League käme jedenfalls nicht zu früh: "Ich habe noch nie gehört, dass sportliche Erfolgserlebnisse der Entwicklung einer Mannschaft abträglich wären."

"Frankfurt hat sehr viel richtig gemacht"

Er betonte aber auch: "Es wird eher schwieriger als einfach. Aber wir haben keine Angst." Schmerzlich vermisst wird bei den Bullen Spielmacher Emil Forsberg, der nach seiner Roten Karte gegen die Bayern noch für drei Spiele gesperrt ist. "Der Ausfall tut natürlich weh. Jedoch haben wir schon öfter gezeigt, dass wir als Team Ausfälle kompensieren können", betonte Hasenhüttl.

Immerhin dürfte dem Einsatz des zuletzt angeschlagenen Naby Keita nichts im Wege stehen. Neuzugang Dayot Upamecano dürfte zunächst auf der Bank Platz nehmen. So werden sich höchstwahrscheinlich Willi Orban und Marvin Compper um das Frankfurter Sturm-Idol Alex Meier kümmern.

 

 

"Vor allem im Strafraum ist er sehr torgefährlich. Aber wenn wir im Verbund gut verteidigen, wird auch er es schwer haben, gegen uns zu Chancen zu kommen", sagte Orban.

Genug Respekt haben die Leipziger allerdings vor den Hessen von Trainer Niko Kovac, einst als Kapitän Meister mit Leipzigs Schwesterverein RB Salzburg. Nach dem Ende seiner Karriere war er dort auch als Co-Trainer tätig. "Frankfurt hat in dieser Saison sehr viel richtig gemacht. Mit ihrem körperbetonten Spiel hat es die Eintracht schon oft geschafft, den Gegner am Umschalten zu hindern", sagte Hasenhüttl: "Wir werden uns von der ersten Minute an auf viel Gegenwehr einstellen müssen und erwarten einen richtigen Härtetest."

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