Nürnberg besiegt Kiel: Holstein-Krise weiter verschärft

Kiels Abwehr zeigt große Schwächen, Nürnberg nutzt die Chancen: Nach dem 2:3 gegen den Club bleibt Holstein auf einem Abstiegsplatz und wartet weiter auf den ersten Sieg unter Tim Walter.
von  dpa
Kiels Adrian Kapralik (l) prallt mit Nürnbergs Jan Reichert zusammen.
Kiels Adrian Kapralik (l) prallt mit Nürnbergs Jan Reichert zusammen. © Frank Molter/dpa

Der 1. FC Nürnberg hat die Abstiegssorgen von Holstein Kiel noch einmal deutlich vergrößert. Die zuvor schlechteste Auswärtsmannschaft der 2. Fußball-Bundesliga Liga gewann mit 3:2 (2:2) beim Tabellenvorletzten, der unter seinem neuen Trainer Tim Walter weiter auf den ersten Sieg wartet.

Vor 13.812 Zuschauern sorgten Julian Justvan (14. und 22. Minute) sowie Mohamed Ali Zoma (72.) mit ihren Toren dafür, dass Nürnberg den Abstand zum Tabellenkeller wieder vergrößerte. Kiel muss trotz der Treffer von Adrian Kapralik (29.) und Kasper Davidsen (45.+8) weiter vor dem zweiten Abstieg nacheinander zittern.

 Justvans Doppelschlag, Kapralik und Davidsen kontern

Unter den Augen von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte Kiel die bessere Anfangsphase. Allerdings sah die Defensive der "Störche" bei beiden Justvan-Treffern schlecht aus. Die Tore von Kapralik und Davidsen ließen in Kiel wieder Hoffnung aufkommen. Der Anerkennung des 2:2 ging eine minutenlange Analyse der Videobilder voraus.

Nach dem Seitenwechsel war Holstein die klar spielbestimmende Mannschaft. Nürnberg war mehr damit beschäftigt, das Unentschieden zu halten. Umso überraschender kam dann der entscheidende Treffer durch Zoma gegen eine erneut überfordert wirkende Kieler Abwehr.

Kurios: Kiels Stefan Schwab sah als Einwechselspieler seine fünfte Gelbe Karte und ist nun für das Spiel am 22. März beim VfL Bochum gesperrt. Gleiches gilt für David Zec, der zum zehnten Mal in der laufenden Saison verwarnt wurde.

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