Lehmann stänkert gegen Neuer-Wahl und Götze

Das Spiel gegen Norwegen am Sonntag war der erste offizielle Auftritt von Manuel Neuer als Nachfolger von Bastian Schweinsteiger als Kapitän der DFB-Elf. Nicht die beste Entscheidung, findet RTL-Experte Jens Lehmann.
| az, sid
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Ex-Nationalkeeper Jens Lehmand kritisiert die Kapitäns-Auswahl von Manuel Neuer.
firo, GES / Augenklick Ex-Nationalkeeper Jens Lehmand kritisiert die Kapitäns-Auswahl von Manuel Neuer.

München - Was muss ein guter Kapitän mitbringen? Eine starke Persönlichkeit auf und neben dem Platz. Klar. Sie sollte zudem innerhalb der Mannschaft anerkannt sein. Logisch. Im Optimalfall glänzt die Person natürlich auch durch starke Leistungen auf dem Spielfeld. Alles Eigenschaften, die man ohne Zweifel für Manuel Neuer bestätigen kann.

So glänzt der dreimalige Welttorhüter nicht nur durch seine Paraden, sondern auch durch seinen Umgang mit Kollegen, Gegnern, Fans und Pressevertretern - wohlgemerkt auf und neben dem Platz. Alles Gründe, die auch Bundestrainer Joachim Löw bei seiner Wahl des Bayern-Keepers für das Amt des Nationalmannschaftskapitäns bestärkt haben dürften.

Während sicherlich der Großteil der Fußballwelt die Entscheidung Löws nachvollziehen kann, steht eine Person der Auswahl skeptisch gegenüber - und das bereits nach dem ersten Auftritt Neuers als DFB-Kapitän. Kein geringerer als Jens Lehmann, Ex-Nationaltorwart und RTL-Experte, äußerte sich kritisch zum Kapitäns-Amt des 30-Jährigen.

Neuer als Kapitän? Sein Profil passt, seine Position jedoch weniger.

"Ich würde keinen Torhüter zum Kapitän machen", erklärte Lehmann gegenüber der Bild-Zeitung, der seine Meinung damit begründete, dass der Kapitän für den Schiedsrichter als Haupt-Ansprechpartner fungieren müsse - und das nicht nur in der eigenen Hälfte. "Wenn es etwas in der gegnerischen Hälfte zu besprechen gibt, sind die Wege unglaublich weit. Du hast als Torwart die längste Entfernung zurückzulegen. Das kostet Kraft und Zeit", so Lehmann.

Die Kritik des Ex-Torhüters richtet sich dabei jedoch nicht gegen Neuer oder dessen Fähigkeiten. Den für Lehmann sprechen unter anderem die Persönlichkeit, der Charakter und die Position Neuers als unumstrittene Nummer 1 für den Welttorhüter als Nationalmannschafts-Kapitän. Jedoch braucht Neuer die Kapitänsbinde laut Lehmann nicht, "weil er auf und außerhalb des Platzes ohnehin einer der Anführer ist" so der RTL-Experte bei Bild.

Aber wer wäre für Lehmann anstelle von Neuer der passende Nachfolger von Bastian Schweinsteiger als DFB-Kapitän gewesen? "Ein Spieler im defensiven Mittelfeld", findet der 46-Jährige, "Sami Khedira hätte ich mir gut vorstellen können." Neben dem Profi von Juventus Turin wäre auch Deutschlands Lieblingsnachbar Jérôme Boateng ein Kandidat für das Kapitäns-Amt gewesen.

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Lehmann wettert gegen Götze

Bereits nach dem WM-Qualifikationsspiel äußerte sich der RTL-Experte kritisch gegenüber einem anderen DFB-Spieler. So zeigte er sich wenig begeistert von der Leistung des Ex-FCB-Profis Mario Götze. Die gebe einem Laut Lehmann "immer das Gefühl, dass er nichts macht."

Während andere DFB-Spielern, wie etwa der junge Leverkusener Julian Brandt, immer darum kämpfen, auch im nächsten Spiel wieder aufgestellt zu werden, vermisst der frühere DFB-Torhüter dieses Auftreten bei Götze. "Bei Mario habe ich im Moment oder schon seit längerem nicht mehr das Gefühl", so Lehmann.

Auch Götze selbst sah nach seinem 58. Länderspiel "Luft nach oben. Ich hätte gerne ein Tor gemacht, wenn man als Stürmer eingesetzt wird, wird man an Toren gemessen", sagte er. Es sei für ihn als "falsche Neun" gegen tief stehende Norweger "enorm schwer" gewesen, "an Bälle zu kommen. Aber man schafft Räume für die Mitspieler."

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