Infantino und Co.: Wer holt die FIFA aus dem Sumpf?

Am Freitag (26. Februar) wird der Nachfolger des derzeit suspendierten FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter (79) gewählt. Wir stellen Ihnen die fünf Kandidaten in Kurzporträts vor.
| sid
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Gianni Infantino (45/Schweiz): Europas Plan B. Der amtierende UEFA-Generalsekretär warf seinen Hut etwas überraschend, aber nach "einstimmigen Entschluss" des UEFA-Exkos in den Ring.
dpa 15 Gianni Infantino (45/Schweiz): Europas Plan B. Der amtierende UEFA-Generalsekretär warf seinen Hut etwas überraschend, aber nach "einstimmigen Entschluss" des UEFA-Exkos in den Ring.
"Wir glauben, dass Gianni Infantino alle Kriterien erfüllt, um die Herausforderungen zu meistern und die Organisation auf einen guten Weg zu mehr Integrität und Glaubwürdigkeit zu führen", hieß es in einer UEFA-Mitteilung.
dpa 15 "Wir glauben, dass Gianni Infantino alle Kriterien erfüllt, um die Herausforderungen zu meistern und die Organisation auf einen guten Weg zu mehr Integrität und Glaubwürdigkeit zu führen", hieß es in einer UEFA-Mitteilung.
Der Schweizer hätte zu Gunsten Michel Platinis zurückgezogen - doch das hatte sich durch den Rückzug des UEFA-Bosses erledigt.
dpa 15 Der Schweizer hätte zu Gunsten Michel Platinis zurückgezogen - doch das hatte sich durch den Rückzug des UEFA-Bosses erledigt.
Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50/Bahrain): Reichte seine Kandidatur erst kurz vor dem Ende der Bewerbungsfrist (26. Oktober) ein und ist derzeit Favorit auf die Blatter-Nachfolge.
dpa 15 Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50/Bahrain): Reichte seine Kandidatur erst kurz vor dem Ende der Bewerbungsfrist (26. Oktober) ein und ist derzeit Favorit auf die Blatter-Nachfolge.
Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa hat mindestens den asiatischen Kontinentalverband hinter sich.
dpa 15 Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa hat mindestens den asiatischen Kontinentalverband hinter sich.
Allerdings schaute sich die FIFA-Ethikkommission das Exekutivmitglied wegen eines Anfangsverdachts auf Verletzung von Menschenrechten ganz genau an.
dpa 15 Allerdings schaute sich die FIFA-Ethikkommission das Exekutivmitglied wegen eines Anfangsverdachts auf Verletzung von Menschenrechten ganz genau an.
Jérôme Champagne (57/Frankreich): Wollte schon einmal Präsident werden, bekam vor der letzten Wahl aber nicht genug Unterstützer zusammen.
dpa 15 Jérôme Champagne (57/Frankreich): Wollte schon einmal Präsident werden, bekam vor der letzten Wahl aber nicht genug Unterstützer zusammen.
Champagne punktete als Einziger mit einem Wahlprogramm, fordert mehr Transparenz und Entwicklung, hofft unter seiner Führung auf eine "starke, demokratische, respektierte und proaktive FIFA".
dpa 15 Champagne punktete als Einziger mit einem Wahlprogramm, fordert mehr Transparenz und Entwicklung, hofft unter seiner Führung auf eine "starke, demokratische, respektierte und proaktive FIFA".
Das klingt gut, realistische Chancen auf den FIFA-Thron dürfte er aber nicht haben. Denn: Der ehemalige Diplomat Champagne arbeitete bereits von 1999 bis 2010 in verschiedenen beratenden Funktionen für die FIFA, war ein enger Vertrauter des skandalumwitterten Blatter.
dpa 15 Das klingt gut, realistische Chancen auf den FIFA-Thron dürfte er aber nicht haben. Denn: Der ehemalige Diplomat Champagne arbeitete bereits von 1999 bis 2010 in verschiedenen beratenden Funktionen für die FIFA, war ein enger Vertrauter des skandalumwitterten Blatter.
Tokyo Sexwale (62/Südafrika): Wurde bereits von Franz Beckenbauer als Kandidat gepriesen, allerdings sind die Worte des Kaisers ja im Moment nicht viel wert.
dpa 15 Tokyo Sexwale (62/Südafrika): Wurde bereits von Franz Beckenbauer als Kandidat gepriesen, allerdings sind die Worte des Kaisers ja im Moment nicht viel wert.
"Er hat zwar eine andere, eine politische Vergangenheit, aber er kennt sich im Sport aus. Er hat den Geruch der Neutralität, und deswegen glaube ich, dass er eine gute Lösung wäre", sagte Beckenbauer.
dpa 15 "Er hat zwar eine andere, eine politische Vergangenheit, aber er kennt sich im Sport aus. Er hat den Geruch der Neutralität, und deswegen glaube ich, dass er eine gute Lösung wäre", sagte Beckenbauer.
Sexwale, bürgerlich mit Vornamen Mosima Gabriel, war im damaligen Apartheidstaat Südafrika 13 Jahre lang zusammen mit Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela auf Robben Island inhaftiert. Derzeit leitet er eine FIFA-Beobachtungskommission für Israel und Palästina.
dpa 15 Sexwale, bürgerlich mit Vornamen Mosima Gabriel, war im damaligen Apartheidstaat Südafrika 13 Jahre lang zusammen mit Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela auf Robben Island inhaftiert. Derzeit leitet er eine FIFA-Beobachtungskommission für Israel und Palästina.
Prinz Ali bin Al Hussein (40/Jordanien): Im internationalen Sport gilt der in Amman geborene Adlige, der in den USA und Großbritannien studierte, als bestens vernetzt.
dpa 15 Prinz Ali bin Al Hussein (40/Jordanien): Im internationalen Sport gilt der in Amman geborene Adlige, der in den USA und Großbritannien studierte, als bestens vernetzt.
Der Prinz wäre ein "großartiger Präsident", hatte ausgerechnet Michel Platini vor der Wahl Ende Mai dieses Jahres erklärt. Dann kam es zum Bruch.
dpa 15 Der Prinz wäre ein "großartiger Präsident", hatte ausgerechnet Michel Platini vor der Wahl Ende Mai dieses Jahres erklärt. Dann kam es zum Bruch.
Der Prinz selbst sagte im September, dass er der einzige Kandidat sei, welcher "der Korruption im Weltfußball mit Mut entgegentritt". Aber: Prinz Ali hat nicht einmal in seinem asiatischen Kontinentalverband eine Mehrheit und gilt als zu farblos.
dpa 15 Der Prinz selbst sagte im September, dass er der einzige Kandidat sei, welcher "der Korruption im Weltfußball mit Mut entgegentritt". Aber: Prinz Ali hat nicht einmal in seinem asiatischen Kontinentalverband eine Mehrheit und gilt als zu farblos.

Zürich - Einen Tag vor dem Außerordentlichen Kongress in Zürich hat FIFA-Interimspräsident Issa Hayatou (Kamerun) noch einmal die Vertreter der sechs Kontinentalverbände aufgefordert, das dringend notwendige Reformpaket abzusegnen.

"Das würde eine starke Botschaft sein und beweisen, dass wir gelernt haben", sagte er am Donnerstag bei seinen Besuchen der Treffen der Verbände: "Das wird eine der wichtigsten Wochen in der Geschichte der FIFA sein."

Lesen Sie hier: Sechs statt acht Jahre Sperre: Neues Urteil hilft Blatter nicht

Jede der Reformen, für deren Verabschiedung am Freitag eine Zweidrittelmehrheit der 207 stimmberechtigten Verbände nötig sein wird, sei "entscheidend für die Zukunft der FIFA und des weltweiten Fußballs. Zusammen müssen wir alles unternehmen, das notwendig ist, um eine stärkere FIFA zu bauen".

Lesen Sie hier: AZ-Kommentar -

Dazu gehört nach Ansicht des 69-Jährigen auch, den am Freitag gewählten Nachfolger des für sechs Jahre gesperrten Präsidenten Joseph S. Blatter vollumfänglich zu unterstützen. "Wir haben die Möglichkeit", verdeutlichte Hayatou, "der Welt zu zeigen, dass wir vereint sind. Die vergangenen Monaten waren schwer, aber der Kongress hat die Stärke, einen Neubeginn einzuläuten."

In unserer Bildergalerie finden Sie die wichtigsten Infos zu den Kandidaten!

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