Gejagte Bayern und Duelle im Tabellenkeller am 11. Spieltag

Die Fußball-Bundesliga startet mit dem elften Spieltag in ihren Endspurt vor Weihnachten. An der Spitze und am Tabellenende ist es eng, damit sollte in Corona-Zeiten zumindest für sportliche Unterhaltung gesorgt sein.
| dpa
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Keine Zeit zum Verschnaufen: Der FC Bayern München muss am elften Spieltag seine knappe Tabellenführung beim 1. FC Union Berlin verteidigen.
Keine Zeit zum Verschnaufen: Der FC Bayern München muss am elften Spieltag seine knappe Tabellenführung beim 1. FC Union Berlin verteidigen. © Sven Hoppe/dpa
Berlin

Nach einer weiteren Europapokal-Woche bleibt den Fußball-Bundesligisten keine Zeit zum Verschnaufen.

Der FC Bayern München muss am elften Spieltag seine knappe Tabellenführung beim frechen 1. FC Union Berlin verteidigen, dahinter lauern Bayer Leverkusen und RB Leipzig. Die Clubs auf den Plätzen 14 bis 17 treten in zwei direkten Duellen gegeneinander an.

STOLPERGEFAHR? Bayern-Trainer Hansi Flick erwartet einen "100 Prozent fitten" Robert Lewandowski zurück im Team. Nachdem der Stürmerstar beim 2:0 in der Champions League gegen Lokomotive Moskau geschont worden war, soll er beim Kampf um die Bundesliga-Spitze wieder zurückkehren. "Wir freuen uns auf die drei Spiele. Wir können für uns als FC Bayern ein tolles Jahr beenden", sagte Flick vor den drei Prüfungen gegen Union Berlin, Wolfsburg und Leverkusen.

EISERN OHNE KRUSE: Es ist das Spiel eins ohne Topscorer Max Kruse - und das gegen die übermächtig erscheinenden Bayern. "Wir müssen alles richtig machen", erklärte Union-Chefcoach Urs Fischer mit Blick auf die eigentlich klar verteilten Rollen im kommenden Samstagabend-Spiel der Fußball-Bundesliga. Fischer weiß: "Auch wenn die Bayern nicht ihren besten Tag haben, gewinnen sie eigentlich ihre Spiele." Doch der Schweizer sieht trotz des verletzten Kruse und weiterer Ausfälle schon eine kleine Chance: "Das wird eine schwierige Aufgabe. Aber wenn du nicht überzeugt bist, die zu lösen, dann lass es lieber bleiben."

DIE BAYERN-VERFOLGER: RB Leipzig kann am Samstag (15.30 Uhr/Sky) mit einem Heimsieg gegen Werder Bremen zumindest bis zum Abend auf Rang eins springen und starke Auftritte in der Champions League und in München veredeln. Bayer Leverkusen - vor dem Spieltag Zweiter - erwartet erst am Sonntagabend (18.00 Uhr/Sky) die Hoffenheimer zum Duell der Europa-League-Teilnehmer. Borussia Dortmund braucht am Samstag (15.30 Uhr/Sky) einen Heimsieg gegen den starken Aufsteiger VfB Stuttgart, um den Kontakt zur Spitze zu halten.

TORJÄGER-DUELL: Je sieben Tore haben der Niederländer Wout Weghorst und Portugals André Silva in dieser Bundesliga-Saison schon erzielt. An diesem Freitag (20.30 Uhr/DAZN) steht zum Auftakt des 11. Bundesliga-Spieltags nun das direkte Duell ihrer Vereine Wolfsburg und Frankfurt auf dem Programm. "Fakt ist, dass er eine tolle Bilanz hat, wenn man seine Einsatzzeit und die Tore sieht", sagte Frankfurt-Coach Adi Hütter über seinen Schützling Silva, der wegen einer Muskelverletzung fraglich ist. Auch für Weghorst hatte der Österreicher Lob übrig: "Er ist einer der gefährlichsten Stürmer der Liga. Darum ist es eine tolle Herausforderung für uns."

KELLERDUELLE: Der SC Freiburg (14.) könnte mit einem Heimsieg gegen Arminia Bielefeld (16.) zumindest den Aufsteiger erst einmal auf Distanz halten. "Seit dem Wiederaufstieg 2016 waren wir oft genug in solch schwierigen Phasen wie jetzt. Die Gefahr abzusteigen ist vorhanden, auch weil die Vereine um uns herum vom Kader her nicht die typischen Absteiger sind", sagte Sportvorstand Jochen Saier im "Kicker". Mainz 05 (17.) würde mit einem Heimerfolg den 1. FC Köln (15.) überholen, doch der punktete nach dem Coup in Dortmund zuletzt auch gegen die Wolfsburger.

EX-SCHALKER: Dreieinhalb Jahre spielte Daniel Caligiuri für die Schalker, ehe er im Sommer nach Augsburg wechselte. Er erlebte mit der Vize-Meisterschaft 2017/18 auch das letzte Hoch der Königsblauen mit. Schalkes Niedergang tue "einem weh", räumte der lauf- und einsatzfreudige Allrounder ein. Einer wie er täte seiner früheren Mannschaft in der aktuellen Lage sicher auch gut. Nach vier Spielen ohne Sieg will Caligiuri aber mit dem FCA gegen den 26 Mal nacheinander sieglosen Tabellenletzten selber die Kurve kriegen.

© dpa-infocom, dpa:201210-99-648322/3

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