Gefeierter Derby-Sieger Klopp: "Bin nicht wichtig" - Chelsea patzt

In der englischen Premier League bleibt Liverpool an den Champions-League-Plätzen dran. Jürgen Klopp holt im Derby einen Vereinsrekord. Auch die Meisterschaft wird noch mal spannend, weil Spitzenreiter Chelsea überraschend stolpert.
| dpa/AZ
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Dritter Derbysieg in Folge: Jürgen Klopp
dpa Dritter Derbysieg in Folge: Jürgen Klopp

Liverpool - Schon vor dem Abpfiff sangen die Fans seinen Namen. Jürgen Klopp gab sich verwundert. "Ich bin nicht wichtig", betonte der Trainer nach dem 3:1-Sieg des FC Liverpool gegen Everton. "Ich dachte mir: 'Das Spiel geht doch noch fünf oder sechs Minuten, warum fangen die jetzt schon an?'", sagte Klopp. Sadio Mané, Philippe Coutinho und Divock Origi hatten mit ihren Toren dem deutschen Coach einen besonderen Rekord beschert. Als bislang einziger Trainer gewann Klopp seine ersten drei Merseyside-Derbys. Das freute auf der Tribüne auch James-Bond-Darsteller und Reds-Fan Daniel Craig.

"Die Stadt ist mal wieder rot", schrieb die Tageszeitung "Liverpool Echo" nach dem Prestige-Erfolg. Durch das 3:1 blieben die Reds, die zehn Punkte aus den letzten vier Spielen holten, im Rennen um die Champions-League-Plätze auf Kurs. Der Stotterstart ins Jahr 2017 ist abgehakt. "Wir haben bisher eine wirklich gute Saison gespielt, aber wir müssen so weitermachen", forderte Klopp.

Der vorläufige Sprung auf Tabellenplatz drei darf nicht täuschen. Liverpool hatte am Samstag zwei Spiele mehr absolviert als mancher Konkurrent. Klopp hatte deshalb schon das nächste Spiel am Mittwoch gegen Bournemouth im Blick: "Wir müssen uns schnell erholen und dann wieder bereit sein." Mané wird dabei wohl fehlen. Er verletzte sich gegen Everton. Eine Diagnose stand am Sonntag noch aus.

Auch der Titelkampf könnte noch einmal spannend werden. Denn Spitzenreiter FC Chelsea verlor überraschend mit 1:2 gegen Abstiegskandidat Crystal Palace. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Tottenham Hotspur schrumpfte auf sieben Zähler, weil die Spurs mit 2:0 beim FC Burnley siegten. "In jedem Spiel in England kann alles passieren. Die Liga ist so stark", sagte Chelsea-Coach Antonio Conte, der über die erste Heimpleite nach zehn Heimsiegen in Serie sichtbar verärgert war.

Die Blues waren durch Cesc Fàbregas (5. Minute) sogar in Führung gegangen. Doch Wilfried Zaha (9.) und Christian Benteke (11.) drehten die Partie. Palace verteidigte das 2:1 auch über die zehnminütige Nachspielzeit und gegen insgesamt 24 Torschüsse. "Das ist Fußball", erklärte Conte. Am Mittwoch empfängt seine Mannschaft Manchester City.

Manchester United spielte ohne die verletzten Paul Pogba, Ander Herrera und den gesperrten Zlatan Ibrahimovic nur 0:0 gegen West Bromwich Albion. José Mourinho geriet danach mal wieder mit einem BBC-Reporter aneinander. "Ist das Ihr Ernst?", empörte sich der United-Coach auf die Frage, ob die Partie ausgeglichen war. "Das ist eine dumme Frage." Man United spielte zum elften Mal in dieser Saison unentschieden - so oft wie keine andere Mannschaft. Der FC Arsenal konnte mit einem Sieg gegen Man City am Sonntag vorbeiziehen.

Für den englischen Meister Leicester City trafen Wilfred Ndidi und Jamie Vardy zum 2:0-Sieg gegen Stoke City. Die Foxes, die unter dem neuen Trainer Craig William Shakespeare alle Spiele gewannen, verschafften sich damit weiter Luft im Abstiegskampf.

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