Frontzecks Rückkehr – Gladbach setzt auf Stallgeruch

Fast zehn Jahre war Michael Frontzeck als Profi für Borussia Mönchengladbach aktiv. Nun kehrt er als Trainer zu Gladbach zurück, beerbt Hans Meyer.
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Der alte und der neue Gladbach-Coach: Hans Meyer (r.) mit Michael Frontzeck.
firo/Augenklick Der alte und der neue Gladbach-Coach: Hans Meyer (r.) mit Michael Frontzeck.

MÖNCHENGLADBACH - Fast zehn Jahre war Michael Frontzeck als Profi für Borussia Mönchengladbach aktiv. Nun kehrt er als Trainer zu Gladbach zurück, beerbt Hans Meyer.

Borussia Mönchengladbach plant die sportliche Zukunft erneut mit einem alten Bekannten aus erfolgreicher Vergangenheit. Nur 17 Tage nach seiner Entlassung bei Arminia Bielefeld kehrt Michael Frontzeck auf die große Fußball-Bühne zurück und soll seinen Heimatclub wieder in die Erfolgsspur führen. Er ist der sechste Coach innerhalb der vergangenen sechs Jahre, der als ehemaliger Borussen-Profi das Traineramt übernimmt. Knapp eine Woche nach dem Rückzug von Chefcoach Hans Meyer präsentierte der fünfmalige deutsche Meister seinen früheren Linksverteidiger und Co-Trainer am Mittwoch als neuen Verantwortlichen auf der Bank. Frontzeck erhält einen Zweijahresvertrag.

Damit haben die Gladbacher auf dem nach Saisonende turbulenten Trainermarkt noch vor dem Hamburger SV, Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln einen neuen Chefcoach gefunden. Frontzeck hatte zuvor in der Bundesliga in Bielefeld und bei Alemannia Aachen gearbeitet. In Aachen war er nach dem Abstieg 2006/2007 zurückgetreten.

In Frontzeck hat sich die Trainerfindungskommission der Borussia mit Sportdirektor Max Eberl, Teammanager Steffen Korell und Vize- Präsident Rainer Bonhof auf einen Kandidaten mit „Stallgeruch“ geeinigt. Der Club legte großen Wert darauf, einen Trainer „mit einer Philosophie, die mit der Philosophie Borussias übereinstimmt“, zu verpflichten.

Frontzeck kennt den Verein wie kaum ein anderer. Der 45 Jahre alte frühere Nationalspieler war mit Unterbrechungen fast zehn Jahre für die Borussia aktiv und erzielte in 213 Bundesligaspielen 18 Treffer für seinen Heimatclub. Zudem arbeitete er an der Seite seiner Vorgänger Hans Meyer und Ewald Lienen drei Jahre lang als Assistenztrainer.

Der ungewöhnliche Abschied aus Bielefeld, wo er nach neun sieglosen Partien nur einen Spieltag vor dem Saisonende seine Koffer packen musste und für eine Partie durch Jörg Berger ersetzt worden war, hatte für Schlagzeilen gesorgt. Die von Panik geprägte Aktion der Ostwestfalen hatte indes zu keinem guten Ende geführt, die Bielefelder müssen in die 2. Liga zurück.

Der gebürtige Mönchengladbacher galt von Beginn als ernster Kandidat und entsprach dem Anforderungsprofil des Clubs. „Er soll willig, fleißig und loyal sowie ein Teamplayer sein“, sagte Eberl, der den neuen Trainer einen Tag vor der Jahreshauptversammlung des Clubs präsentieren konnte.

Notwendig wurde die Verpflichtung eines neuen Trainers bei dem Traditionsclub, weil Meyer in der vergangenen Woche trotz eines Vertrags bis 2010 seinen Rückzug erklärt hatte. Meyer, der den Club bei seinem ersten Engagement in die Bundesliga zurückführte, hatte auch bei seiner zweiten Amtszeit in Mönchengladbach das Klassenziel erreicht. Die in der Hinrunde mit nur elf Punkten fast hoffnungslos abgeschlagene Borussen-Elf schaffte am letzten Spieltag der Saison doch noch den Klassenverbleib.

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