Europa League: RB Leipzig bangt in Marseille um Timo Werner

RB Leipzig bleibt vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Olympique Marseille vom Pech verfolgt. Der Einsatz von Starstürmer Timo Werner ist fraglich. Marcel Sabitzer verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr bis 2022.
| sid
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Wichtige Stützen im Leipziger Spiel: Marcel Sabitzer (links) und Timo Werner.
firo/Augenklick Wichtige Stützen im Leipziger Spiel: Marcel Sabitzer (links) und Timo Werner.

Leipzig - Erst der 1:4-Schock gegen Leverkusen, dann die Verletzung von Timo Werner: RB Leipzig ist vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League am Donnerstag bei Olympique Marseille (21:05 Uhr/Sport1 und Sky) nicht gerade vom Glück verfolgt. Der Nationalstürmer konnte am Mittwoch wegen Oberschenkelproblemen am Abschlusstraining in Leipzig nicht teilnehmen.

"Der Einsatz ist fraglich. Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt", teilte der Klub mit. Der 22 Jahre alte Werner hatte im Hinspiel den Treffer zum 1:0-Endstand erzielt und den Leipzigern damit eine gute Ausgangslage beschert. Während Werner nur individuelle Übungen absolvierte, ließ Trainer Ralph Hasenhüttl seine Profis am heimischen Cottaweg noch einmal eine knappe Stunde antreten.

RB-Coach Hasenhüttl bemüht sich um Lockerheit

Auch Spielmacher Naby Keita war dabei. Beim 1:4 gegen Leverkusen hatte sich der zukünftige Liverpooler eine Hüftprellung zugezogen. Großen Einsatz zeigte auch Marcel Sabitzer, der am Mittwoch seinen Vertrag um ein Jahr bis 2022 verlängerte. Nach dem Training hob der Flieger mit den RB-Stars vom Flughafen Leipzig/Halle Richtung Marseille ab.

Für den Klub geht es um ganz viel. Zieht Leipzig erstmals in seiner jungen Geschichte in ein Europacup-Halbfinale ein oder erleben die Sachsen eine rabenschwarze Woche? Hasenhüttl bemühte sich um Lockerheit, obwohl ihm das nicht leicht gefallen sein dürfte. Nur drei Tage hatte der Österreicher, um seine Spieler nach der 1:4-Klatsche wieder aufzurichten.

Wie das geht, wusste der 50-Jährige jedenfalls: "Man muss vor die Jungs treten, um ihnen zu helfen und Zuversicht zuzusprechen", erklärte Hasenhüttl, forderte aber auch: "Wir brauchen in Marseille ein anderes Gesicht." Die Mannschaft gab sich zumindest nach außen zuversichtlich.

RB-Kapitän Orban: "Eine große Chance"

Kapitän Willi Orban, der nach seiner Sperre wieder in die Startelf rücken dürfte, sprach von dem nächsten Highlight. "Wir müssen uns klar machen, wie groß unsere Chance ist, in ein Europacup-Halbfinale einzuziehen", sagte der Abwehrmann. Dass dies gut möglich ist, zeigt das Hinspiel, in dem RB die bessere Mannschaft war. Olympique, mit dem früheren Bayern-Star Luiz Gustavo, erwies sich dabei nicht als europäisches Topteam.

Bei der Generalprobe am Wochenende in der Meisterschaft reichte es gegen Montpellier wieder nur zu einem torlosen Remis für den Tabellenvierten. Bei Leipzig besteht die Gefahr, dass sich der Klub durch die Doppelbelastung übernimmt und am Ende womöglich in der Europa League ausscheidet und die Champions League verpasst. Das bleibt auch so, wenn RB das Halbfinale erreicht und dort womöglich auf den FC Arsenal oder Atletico Madrid trifft.

"Wir haben 42 Spiele in der laufenden Saison bestritten. Wenn wir nur eine halbe Woche Vorbereitung haben, sind wir in Spielen mit viel Tempo nicht immer ebenbürtig", sagte Hasenhüttl.

Marseille gegen Leipzig - die voraussichtlichen Aufstellungen

Olympique Marseille: Pele - Sakai, Kamara, Sertic, Amavi - Luiz Gustavo, Zambo Anguissa - Ocampos, Sanson, Payet - Mitroglu

RB Leipzig: Gulacsi - Bernardo, Upamecano, Orban, Klostermann - Keita, Demme - Sabitzer, Forsberg - Augustin (Poulsen), Werner

Schiedsrichter: Björn Kuipers (Niederlande)

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