DFB-Noten: Jede Menge Tore und Zweier für deutsche Stars bei Kantersieg gegen Curaçao
Gelungener WM–Start: Die deutsche Mannschaft besiegt Außenseiter Curaçao locker mit 7:1 und überzeugt in der Offensive.
Die Einzelkritik der AZ
MANUEL NEUER – NOTE 3: Erstes Länderspiel für den Keeper seit dem EM–Aus 2024 gegen Spanien. Mit 40 Jahren, zwei Monaten und 19 Tagen stieg Neuer zum ältesten deutschen WM–Spieler der Historie auf – bei seiner fünften Teilnahme. Hatte zu Beginn gar nichts zu halten, dann musste er den Ball aus dem Netz holen. Der Schuss von Livano Comenencia wurde unhaltbar von Kimmich abgefälscht – 1:1 (21.). Sonst wenig geprüft.
JOSHUA KIMMICH – NOTE 2: Der Kapitän will die deutsche Gesellschaft mit einer guten WM inspirieren – ähnlich wie 2006. Ambitioniert. Ärgerlich, dass er vor dem 1:1 entscheidend am Ball war, als er klären wollte. Danach top, bereitete zwei Tore vor.
JONATHAN TAH – NOTE 3: Sein Ballverlust leitete den ersten Torabschluss von Curaçao ein (19.). Davon abgesehen, agierte der Abwehrchef der deutschen Mannschaft meist souverän. Vorlage zum 4:1.
NICO SCHLOTTERBECK – NOTE 3: Sehr selbstbewusst in der Vorbereitung – und so spielte er auch. Gut im Kopfball, ahnte Pässe des Gegners voraus. Dann aber mit zwei unglücklichen Klärungsversuchen, die zum 1:1 führten. Ähnlich schlecht war Schlotterbeck schon in die WM 2022 gegen Japan gestartet. Diesmal machte er seinen Patzer wieder gut: Köpfte nach einer Ecke zum 2:1 ein (38.).
NATHANIEL BROWN – NOTE 2: Hat das Duell mit David Raum um den Stammplatz hinten links gewonnen – vor allem deshalb, weil er stärker im Offensivspiel ist. Brown, der bald beim FC Bayern unterschreiben wird, stürmte gleich mal in den Strafraum (3.), in der Mitte verpassten seine Kollegen den Querpass. Machte so weiter, bereitete das 2:1 vor. Und er traf per Direktabnahme zum 5:1 (68.). Was für ein WM–Debüt!

ALEKSANDAR PAVLOVIC – NOTE 3: Schwärmte vor der Partie von den "Tiki–Taka–Kombinationen" mit Nebenmann Nmecha. Zeigte zunächst seine Holzfäller–Qualitäten: Beging zwei Fouls in den ersten drei Minuten. Vorne hatte er die Chance aufs 2:1, sein Schuss wurde geblockt (30.). Ordentlich.
FELIX NMECHA – NOTE 2: Einer der Lieblingsspieler von Nagelsmann zeigte seine große Qualität: Nach Doppelpass mit Wirtz zirkelte er den Ball ins rechte Eck zum 1:0 (6.). Ein Traumstart in seinem ersten WM–Spiel. Kurz danach schoss er knapp drüber (9.). Immer wieder in den gefährlichen Räumen, holte den Elfmeter vor dem 3:1 heraus. Felix, der Glückliche.
LEROY SANÉ – NOTE 4: Nach dem verletzungsbedingten WM–Aus von Lennart Karl plötzlich gesetzt als Rechtsaußen. In den ersten Minuten selten am Ball, dann mit der großen Chance: Verpasste knapp links das 2:0 (11.). Mit vielen Fehlpässen, vergab nach Wirtz–Traumpass völlig frei das 2:1 (33.).
JAMAL MUSIALA – NOTE 2: Nagelsmann hält an ihm fest, auch wenn es Kritik von einigen Experten gibt. Musiala zahlte das Vertrauen zurück. Nach Browns tollem Pass wurde sein Schuss geblockt (6.). Bewegte sich gut, wirkte hochmotiviert. Manchmal fehlte die Präzision. Positiv: Arbeitete fleißig mit in der Defensive. Krönte seine Leistung mit dem 4:1 per Rechtsschuss (47.).

FLORIAN WIRTZ – NOTE 2: Wie aufgedreht, spielfreudig, mit Tricks, Pässen und Schüssen. Zog immer wieder von der linken Seite nach innen, zielte nur knapp rechts am Tor vorbei (16.). Einer der Besten.
KAI HAVERTZ – NOTE 2: Deutschlands Stürmer Nummer eins spielte eine unauffällige erste Halbzeit, dann traf er in seiner Spezialdisziplin Elfmeter: Schob den Ball ganz cool ins linke Eck zum 3:1 (45.+5). Toller Lupfer zum 7:1 (88.).
DENIZ UNDAV – NOTE 2: Kam für Musiala in die Partie (64.), agierte als Zehner. Legte Browns 5:1 und das 7:1 durch Havertz hübsch auf und traf aus der Drehung zum 6:1 (78.).

David Raum, Leon Goretzka, Antonio Rüdiger und Waldemar Anton kamen zu spät für eine Bewertung.

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