Der Knöchel der Hexa-Nation: Neymars WM-Fluch geht weiter

Neymars WM-Fluch: Mal wieder verletzt sich der Superstar - die Vorrunde ist für den Brasilianer jedenfalls schon jetzt gelaufen.
| Thomas Becker
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Hält sich den Knöchel der Nation: Brasiliens mal wieder angeschlagener Spielmacher Neymar.
Hält sich den Knöchel der Nation: Brasiliens mal wieder angeschlagener Spielmacher Neymar. © firo Sportphoto / DPPI

Es dürfte bei dieser WM wenige Spieler geben, die öfter zu Boden gehen als Neymar da Silva Santos Júnior. Sicher, der Mann aus Mogi das Cruzes bei Sao Paulo gilt seit Jahr und Tag als unter chronischer Fallsucht leidend, aber dass Brasiliens Zehner derjenige ist, der am häufigsten auf die Socken bekommt, steht außer Frage. Eins dieser Fouls führte nun zur bangen Frage der Rekordsieger-Nation: War's das mal wieder für Neymar?

Pechsträhne setzt sich fort

Neymar und Weltmeisterschaften - eine bislang recht unheilvolle Kombination. 2014 sprang ihm ein Kolumbianer mit dem Knie derart heftig in den Rücken, dass bei Neymar ein Wirbel brach, 2018 kam er nach einem Mittelfußbruch nicht rechtzeitig in Schwung. Nun also der Knöchel. Nikola Milenkovic heißt der Übeltäter, Angestellter des AC Florenz, im Nebenberuf Innenverteidiger der serbischen Nationalmannschaft.

Alle foulen Neymar

In Minute 67 versuchte der Hüne das Unmögliche: Neymar mit fairen Mitteln vom Ball zu trennen. Hat nicht geklappt. Kurz zuvor hatte Neymar mit einem seiner irren Dribblings wieder drei, vier Mann auf sich gezogen, wovon die Teamkollegen profitierten: Richarlison staubte zum 1:0 ab. Erst nach dessen zweitem Treffer humpelte Neymar vom Platz, vergrub auf der Bank das Gesicht unterm Trikot und weinte wohl ein paar Schmerzenstränen. Mannschaftskapitän Thiago Silva (38) versteht Neymars Kummer: "Er musste so oft bei oder vor wichtigen Turnieren Rückschläge einstecken. Das dürfte ihm alles durch den Kopf gegangen sein."

Brasiliens Teamarzt Rodrigo Lasmar erklärte später, wie der PSG-Star wieder fit werden soll: "Wir haben schon auf der Bank während des Spiels mit der Behandlung begonnen. Der Knöchel wurde gekühlt, damit die Schwellung nicht noch größer wird." Im Mannschafts-Quartier "The Westin" in Doha wird rund um die Uhr am Knöchel der Nation gearbeitet.

Bleibt bis auf Weiteres auf der Bank

Die Gruppenphase ist für Neymar aber beendet: Gegen die Schweiz und Kamerun wird er definitiv fehlen. Laut Teamarzt sind Bänder im Sprunggelenk beschädigt worden. An Alternativen besteht kein Mangel. Als Neymar raus musste, brachte Nationaltrainer Tite den ebenfalls hoch veranlagten Dribbelkünstler Antony von Manchester United. Außerdem wären da noch Rodrygo von Real Madrid, Gabriel Martinelli oder Gabriel Jesus vom FC Arsenal und der ebenfalls für Man United spielende Fred.

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Dass Brasilien auch ohne Neymar große Titel gewinnen kann, ist spätestens seit der Copa América vor drei Jahren klar. Trotzdem bangt die Seleção und die ganze Hexa-Nation: Sie hofft auf den sechsten WM-Titel.

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