Darüber spricht die Liga: Bayern-Schwäche, Schalke-Stimmung

2:3 in Gladbach, Pokal-Aus in Kiel - Triple-Sieger FC Bayern zeigt ungewohnte Schwächen. Vor allem die Abwehr wackelt. Spannung herrscht auch in den unteren Regionen. Schalke 04, der 1. FC Köln und Hertha BSC sind mittendrin und stehen am Wochenende ebenfalls im Blickpunkt.
| dpa
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Bayern-Trainer Hansi Flick hofft auf einen Heimsieg gegen den SC Freiburg.
Bayern-Trainer Hansi Flick hofft auf einen Heimsieg gegen den SC Freiburg. © Christian Charisius/dpa
Berlin

Nach dem überraschenden Pokal-Aus in Kiel ist der FC Bayern in der Fußball-Bundesliga gegen den SC Freiburg gefordert. Bei einem erneuten Patzer droht der Verlust der Tabellenführung.

Im Tabellenkeller hofft der FC Schalke 04 auf den nächsten Schritt. In Köln kommt es zu einem brisanten Trainer-Duell.

BAYERN-SCHWÄCHE: Nach zwei Niederlagen nacheinander will der FC Bayern unbedingt eine Reaktion zeigen. "Wir müssen es abhaken", sagte Trainer Hansi Flick. Das Aus im Pokal bedeutet das Ende des Triple-Zieles der Münchner, die gegen den SC Freiburg unbedingt die Tabellenspitze verteidigen wollen. Flick muss dringend die Defensive stabilisieren. So viele Gegentore wie an den ersten 15 Spieltagen dieser Saison kassierten die Münchner zuletzt in der Saison 1981/82. Manuel Neuer wartet schon seit Ende Oktober auf die Einstellung des Oliver-Kahn-Rekords von 196 Spielen ohne Gegentor in der Fußball-Bundesliga.

STIMMUNGSUMSCHWUNG AUF SCHALKE: Mit dem Ende der Negativ-Serie nach 30 Spielen ohne Sieg hat sich die Stimmung beim FC Schalke 04 merklich aufgehellt. Das 4:0 gegen Hoffenheim macht vor der Partie am Sonntag in Frankfurt Mut für eine am Ende erfolgreiche Aufholjagd. "Aber wir müssen demütig bleiben. Wir wissen unsere Situation gut einzuschätzen. In den kommenden Spielen müssen wir jetzt nachlegen, denn wir haben noch einige Punkte aufzuholen", sagte Torhüter Ralf Fährmann, der im Zweikampf mit Frederik Rönnow seinen Status als Nummer eins unter Trainer Christian Gross zurückerobert hat. In Frankfurt müsse man denselben Teamgeist wie gegen die TSG zeigen, so Fährmann: "Mit der Mentalität, mit der Leidenschaft und dem Zusammenhalt können wir noch viel erreichen."

TRAINER: Markus Gisdol und Bruno Labbadia kennen die Tücken des Trainergeschäfts - beide arbeiteten schließlich auch schonmal beim Hamburger SV. Mit ihren derzeitigen Clubs 1. FC Köln und Hertha BSC läuft es derzeit denkbar schlecht. Platz 16 und Platz 12 sind für die jeweiligen Ansprüche am Rhein und in der Hauptstadt viel zu wenig. Jetzt stehen sich Gisdol und Labbadia am Samstag im direkten Duell gegenüber. Der Verlierer wird sich um seinen Arbeitsplatz konkrete Sorgen machen müssen. In Köln äußerte sich Manager Horst Heldt schon ausweichend zur Perspektive Gisdols. In Berlin sitzen Labbadia und Michael Preetz noch einträchtig nebeneinander. Der Hertha-Manager weiß wohl, dass auch sein Posten umstritten ist.

GLADBACHER ERFOLGSTRIO: Mit zwei Siegen im neuen Jahr haben die Gladbacher den Anschluss an die internationalen Ränge vor dem Spiel beim VfB Stuttgart wieder hergestellt. Das liegt sicherlich weniger an der Auszeit von Sportdirektor Max Eberl, der sich für Januar abgemeldet hat. Die Erfolgsgaranten waren zuletzt die deutschen Nationalspieler Lars Stindl, Jonas Hofmann und Florian Neuhaus, die sich zur Zeit in bestechender Form präsentieren und auch Kandidaten für die Fußball-EM im Sommer sind. Vor allem Neuhaus steht im Fokus - auch bei anderen Clubs. Doch Trainer Marco Rose weiß: "Florian ist ein cleveres Kerlchen. Er wird ein richtiges Gefühl dafür haben, die richtigen Entscheidungen zu treffen."

© dpa-infocom, dpa:210114-99-30476/2

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