BVB verliert den Anschluss - Bayern will davonziehen

Abstiegsduell auf Schalke oder Bayern-Derby in Augsburg - zum Hinrunden-Abschluss der Fußball-Bundesliga stehen interessante Begegnungen auf dem Programm. Für Hertha BSC, den BVB, Mainz und Bremen enden die Vorrunden mit Niederlagen.
| dpa
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Hat mit seinem Team das Verfolgerduell verloren: Dortmunds Marco Reus geht enttäuscht vom Platz.
Hat mit seinem Team das Verfolgerduell verloren: Dortmunds Marco Reus geht enttäuscht vom Platz. © Martin Meissner/Pool AP/dpa
Berlin

Zum Hinrunden-Abschluss sind Tabellenführer FC Bayern und RB Leipzig gefordert. Bayer Leverkusen konnte sich zwischen die beiden Spitzenclubs schieben. Borussia Dortmund musste in Leverkusen hingegen den nächsten Rückschlag hinnehmen - genau wie Hertha BSC gegen Hoffenheim.

KEIN TITELKANDIDAT: Julian Brandt klang selbst kaum überzeugt. "In 17 Spielen kann viel passieren", sagte Borussia Dortmunds Offensivspieler nach dem 1:2 bei Bayer Leverkusen - und schob dann direkt hinterher: "Aber wir sind weit entfernt momentan." Am Dienstagabend waren es sieben Punkte auf den FC Bayern, am Mittwochabend könnten es zehn sein. "Ein enttäuschender Abend für uns", sagte BVB-Kapitän Marco Reus. Bayer hingegen hat jetzt drei Punkte mehr als Dortmund. Immerhin.

VON WEGEN BIG CITY: Nach dem 0:3 (0:1) gegen Hoffenheim stehen Hertha BSC und Trainer Bruno Labbadia unruhige und unschöne Tage bevor. Sebastian Rudy (33. Minute) und Andrej Kramaric (68./88.) schossen den selbst ernannten Big City Club Richtung Abstiegszone. Dort verharrt schon seit längerem der FSV Mainz 05. Das Team von Trainer Bo Svensson kassierte beim 0:2 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg schon die siebte Heimniederlage dieser Spielzeit.

ERLEICHTERUNG: Der Wirbel um den nächtlichen und laut Trainer Marco Rose "sinnfreien" Ausflug von Breel Embolo wird Borussia Mönchengladbach wohl noch ein wenig beschäftigen. Gut für den Champions-League-Achtelfinalisten, dass es immerhin sportlich läuft. Mit zehn Punkten aus vier Spielen ist die Borussia wieder auf Kurs. Und auch der Last-Minute-Fluch wurde beim 1:0 gegen Werder Bremen abgelegt. "Wir haben es am Ende gut verteidigt und hatten das Glück auf unserer Seite", sagte Matchwinner Nico Elvedi.

KELLERDUELL: Das Spiel zwischen Schlusslicht Schalke 04 und dem Drittletzten 1. FC Köln bietet Abstiegskampf pur. Beide Teams sind unter Zugzwang. "Es ist eine der vielen Schicksalspartien, die wir noch vor uns haben", meinte Schalkes Trainer Christian Gross. Der Revierclub, der sieben der zurückliegenden neun Ligaspiele verloren hat, will mit einem Sieg zumindest den Anschluss zum Relegationsrang herstellen. Köln ist bestrebt, die Distanz zum Konkurrenten zu vergrößern und im besten Fall die Abstiegszone zu verlassen. Die Kölner blieben allerdings in den letzten fünf sieglosen Spielen jeweils torlos. Gross erwartet dementsprechend von beiden Seiten kein Offensivspektakel: "Kalkuliertes Risiko ist angesagt."

BAYERN-DERBY: Hinrunden-Erster sind die Bayern schon. Aber gelingt ihnen im Nachbarduell beim FC Augsburg sportlich auch die richtige Wende? Hansi Flick wähnt den Tabellenführer nach dem wackligen 2:1 gegen den SC Freiburg jedenfalls wieder auf dem richtigen Weg. Der doppelte Weckruf mit der Niederlage in Mönchengladbach und dem DFB-Pokal-Aus beim Zweitligisten Holstein Kiel habe gewirkt, glaubt der Trainer: "Vielleicht haben wir die zwei Niederlagen gebraucht, um einfach wieder die Sinne zu schärfen." Gibt's den Beleg in Augsburg?

GEBURTSTAGSSPIEL: Die bisherigen Bundesliga-Auftritte von Union Berlin gegen RB Leipzig kann man in Köpenick getrost vergessen. Zwei Niederlagen setzte es bei insgesamt 1:7 Toren. Doch nun sind die Vorzeichen anders. Leipzig hat zweimal nacheinander nicht gewonnen, Union reist mit dem Selbstvertrauen des Leverkusen-Sieges an. Zudem feiert der Club seinen 55. Geburtstag. Da RB bei den Union-Fans nie einen Beliebtheitspreis gewinnen wird, wäre ein Punktgewinn ein famoses Geschenk.

© dpa-infocom, dpa:210120-99-94565/4

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