BVB blamiert sich - Leipzig feiert Premierensieg

RB Leipzig hat plötzlich wieder gute Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde der Champions League. Gegen Porto gelingt der erste Sieg in der Fußball-Königsklasse. Am Ende muss RB noch bisschen zittern.
| SID
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Seht her, da bin ich: Jean-Kevin Augustin nach seinem Tor für Leipzig
dpa Seht her, da bin ich: Jean-Kevin Augustin nach seinem Tor für Leipzig

Nikosia - Borussia Dortmund droht nach einem peinlichen Remis in der Champions League das Vorrunden-Aus, RB Leipzig strebt dagegen nach seinem Premierensieg der K.o.-Runde entgegen. Der BVB blamierte sich nach zwei Niederlagen beim 1:1 (0:0) auf Zypern bei APOEL Nikosia und hat fast keine Chance mehr auf ein Weiterkommen. Die Sachsen feierten dagegen mit 3:2 (3:2) gegen den FC Porto ihren ersten Erfolg in der Königsklasse.

Drei Tage nach dem 2:3 im Bundesligaduell gegen Leipzig präsentierte sich Dortmund in ganz schwacher Form. Nach einem Doppelpatzer von Torhüter Roman Bürki gerieten die Westfalen durch Mickael Pote (62.) sogar in Rückstand (62.), ehe Sokratis ausglich (67.). Shinji Kagawa hatte danach Pech mit einem Lattenschuss (68.), in der Nachspielzeit traf Pierre-Emerick Aubameyang (90.+3) den Pfosten.

Für den Einzug ins Achtelfinale benötigt der uninspirierte BVB in der schwierigen Gruppe H mit Real Madrid und Tottenham Hotspur ein Fußball-Wunder - und höchstwahrscheinlich einen Sieg beim Titelverteidiger Real am letzten Spieltag (6. Dezember).

Leipzig bot vor 41.496 Zuschauern ein erneutes Offensivspektakel und schob sich in der Gruppe G auf den zweiten Platz. Kapitän Willi Orban (8.), Emil Forsberg (37.) und Jean-Kevin Augustin (40.) erzielten die Tore für die Bullen, denen der Sieg in Dortmund am vergangenen Samstag viel Selbstbewusstsein gegeben hatte. Für den portugiesischen Vizemeister trafen Vincent Aboubakar (18.) und Ivan Marcano (44.).

Dortmund blamiert sich, Bürki patzt

Dortmund schaffte es dagegen ohne Präzision und Ideen nicht, die spielerisch limitierten, aber kampfstarken Zyprer vor 15.000 Zuschauern im kleinen GSP-Stadion zu beherrschen. Auch die Rückkehr des genesenen Kapitäns Marcel Schmelzer (Außenbandteilriss) nach fünf Wochen half wenig.

So igelte sich der zyprische Rekordmeister (26 Titel) und -pokalsieger (21) mit bis zu sechs Spielern auf einer Linie ein, die Dortmunder hatten sehr viel Ballbesitz, machten daraus aber sehr wenig. Dem Rückstand gingen zwei dicke Fehler Bürkis voraus: Erst spielte er den Ball zu einem Gegenspieler, dann wehrte er den Schuss nach vorne ab.

In Leipzig überschlugen sich vor der Pause die Ereignisse: Orban nutzte einen Abpraller zur frühen Führung, die den Gastgebern noch mehr Selbstvertrauen gab. Umso überraschender fiel der Ausgleich, bei dem sich die Leipziger Defensive einen Komplett-Ausfall leistete. Nach einem weiten Einwurf wurde der Ball von Porto zweimal per Kopf verlängert, ehe er bei Torschütze Aboubakar landete.

Marcel Sabitzer hatte kurz danach zweimal (20. und 22.) das 2:1 auf dem Fuß. Forsberg und Augustin machten es später besser, doch erneut leistete sich RB eine Schwäche bei einer Standardsituation, die zum 2:3 kurz vor dem Halbzeitpfiff führte.

Nach dem Seitenwechsel war Leipzig bemüht, das Spiel etwas zu beruhigen. Die Gäste erhöhten ihre Offensivbemühungen, dadurch ergaben sich für RB aber auch mehr Räume zum Kontern.

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