Bundestrainer Löw: „Ballack ist nach wie vor der Kopf“

Bundestrainer Joachim Löw fürchtet Stress im Fall einer WM-Relegation, warnt aber: „Es wird schon zu viel von Moskau gesprochen“
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Der Bundestrainer und sein Capitano - alles ausgeräumt zwischen Joachim Löw und Michael Ballack?
dpa Der Bundestrainer und sein Capitano - alles ausgeräumt zwischen Joachim Löw und Michael Ballack?

Bundestrainer Joachim Löw fürchtet Stress im Fall einer WM-Relegation, warnt aber: „Es wird schon zu viel von Moskau gesprochen“

FRANKFURT Der Endspurt um die WM-Tickets läuft. Nach den Spielen der Nationalelf gegen Aserbeidschan (12. August und 9. September) gilt es für Bundestrainer Joachim Löw vor allem in der Partie in Russland am 10. Oktober, den Gruppensieg zu sichern und somit den Gang in die Relegation zu vermeiden.

Löw über das „Endspiel“: „Es wird mir schon zu viel von Moskau gesprochen. Wir haben vorher noch zwei wichtige Spiele gegen Aserbaidschan, da dürfen wir keine Punkte verlieren. Zunächst kommt das Auswärtsspiel in Baku, das findet am Anfang der Bundesliga-Saison statt, also wenn die Spieler noch nicht im Rhythmus sind. Zudem wird es dort sehr warm sein und es gibt eine lange Anreise – das Spiel wird schwierig genug. Darauf müssen wir uns konzentrieren. Russland kommt erst im Oktober.“

Löw über die Relegation: „Wir haben es in der Hand, es aus eigener Kraft als Gruppen-Erster zu schaffen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass in einer so starken Gruppe mit den Russen auch einmal eine Nation wie Deutschland in die Qualifikationsrunde der Gruppen-Zweiten muss. Das hätte einen hohen Stressfaktor für alle, das ist klar. Aber ich bin überzeugt, dass wir die WM-Qualifikation schaffen.“

Löw über Michael Ballack: „Er ist nach wie vor der Kopf der Mannschaft, absolut. Zumal wir relativ wenige erfahrene Nationalspieler haben. Ballack, Klose, Frings sind die Spieler, die schon einige Turniere gespielt haben. Dahinter kommen Spieler mittleren Alters, die beachtliche Fortschritte gemacht haben im fußballerischen Bereich und ihrer Persönlichkeit. Das sind Lahm, Mertesacker, Schweinsteiger. Sie werden die nächsten sein, die die Führung der Mannschaft übernehmen. Es hat mir gefallen, wie Lahm, Schweinsteiger oder Arne Friedrich auf der Asienreise die Verantwortung übernommen und junge Spieler geführt haben. Aber Michael Ballack ist mit seiner Erfahrung als Kapitän in der Hierarchie der Mannschaft weiterhin ganz oben, klar.“

Löw über die U 21: „Einige haben viel Potenzial wie zum Beispiel Jerome Boateng oder Benedikt Höwedes. Sami Khedira steht ohnehin auf unserer Liste. Ich halte ihn für einen spielintelligenten Profi. Wann er den Schritt zu uns macht, muss man sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass er in der neuen Saison beim VfB Stuttgart noch einmal einen großen Sprung nach vorne macht und bei der WM dabei sein kann.“

Löw über Mario Gomez: „Er bringt alle Fähigkeiten mit, um international ein Top-Stürmer zu sein. Er hat auch zu mir gesagt, er brauche eine neue Herausforderung. In Stuttgart wusste er, dass er spielt. Er muss wieder den Konkurrenzkampf jeden Tag spüren. Bei Bayern wird das gegeben sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass er in München mit Louis van Gaal einen Trainer hat, der mit ihm plant. Bei Mario Gomez habe ich das Gefühl, dass er sich bei Bayern durchsetzen wird.“

Löw über seine Zukunft: „Das ist für mich aktuell überhaupt kein Thema. Erst einmal müssen wir die WM-Qualifikation schaffen, das wird schwer genug. Darauf liegt alle Konzentration in den nächsten Monaten. Dann gibt es vielleicht den richtigen Zeitpunkt, um über eine Vertragsverlängerung zu reden. Aber die Qualifikation ist das Allerwichtigste.“

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