Bundesliga-Abstiegsangst: Wer muss zittern?

Langsam beginnt die heiße Phase in der Fußball-Bundesliga. Vor allem im Tabellenkeller wird es diese Saison wieder mehr als spannend. Wer muss vor dem Abstieg zittern?
| SID/az
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"Abstiegskampf": Wer bleibt drin, wer muss zittern, wer steigt ab?
dpa/AZ "Abstiegskampf": Wer bleibt drin, wer muss zittern, wer steigt ab?

Hamburg - Im Abstiegskampf wächst der Druck auf die Trainer. Gerade einmal sieben Punkte liegen zwischen Platz elf und 18. Jeder Punktgewinn, oder -verlust könnte zur jetzigen Phase der Saison schon der Entscheidende sein.

Hannover 96 (Platz 14, 27 Punkte)

Vor allem Hannovers Tayfun Korkut ist zum Erfolg verdammt.

Bei Hannover 96 sind die Vorgaben im Bundesliga-Abstiegskampf noch am klarsten. "Herr Korkut weiß, dass wir mal wieder gewinnen sollten. Frankfurt ist ein extrem wichtiges Spiel, da sollten wir zumindest nicht verlieren", fordert Präsident Martin Kind und Sportdirektor Dirk Dufner ergänzt: "Zu punkten ist eine klare Anforderung an die Mannschaft."

Zehn Spiele ohne Sieg, nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16 - im Gegensatz zur Abstiegskonkurrenz aus Stuttgart. Hamburg, Berlin und Mainz haben die Niedersachsen vor ihrem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) die vermeintliche Trumpfkarte namens Trainerwechsel noch nicht gezogen. Ein bisschen Kredit hat Korkut also noch immer - auch weil ihm vor exakt einem Jahr in einer ähnlichen Situation mit einem Auswärtssieg am Main der sportliche Umschwung gelang.

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Hamburger SV (Platz 16, 25 Punkte)

Den braucht dringend auch der Nordrivale von der Elbe. Beim Hamburger SV ist Peter Knäbel nach Mirko Slomka und Joe Zinnbauer schon der dritte Übungsleiter binnen sieben Monaten, der sich als Coach an den scheinbar "Untrainierbaren" abarbeiten muss. Da muss vor dem Match am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Bayer Leverkusen schon der Glaube Berge versetzen.

"Ich habe gleich einen neuen Geist gespürt, der durch die Räume ging", verriet der beim HSV noch torlose Torjäger Ivica Olic nach seiner Rückkehr von der Länderspielreise der Bild-Zeitung.

VfB Stuttgart (Platz 18, 23 Punkte)

Auch beim Tabellenschlusslicht VfB Stuttgart hat man bereits im Herbst Armin Veh durch Huub Stevens ersetzt, gegen einen weiteren Wechsel auf dieser Position sträubt sich VfB-Sportvorstand Robin Dutt - noch.

"Wir tun gut daran, unsere Strategie weiterzufahren und dem Trainer den Rücken zu stärken", sagte Dutt. Unbeantwortet blieb, was bei den Schwaben bei einer durchaus denkbaren deftigen Niederlage am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim Bayern-Verfolger VfL Wolfsburg mit dem knurrigen Niederländer passieren könnte.

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SC Paderborn (Platz 17, 24 Punkte)

Nichts passieren wird Andre Breitenreiter - auch wenn er mit dem SC Paderborn beim Mitkonkurrenten Hertha BSC Berlin am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) verlieren sollte. Manager Michael Born: "Aktionismus oder ein gegenseitiges Zerfleischen sind fehl am Platz. Ein Trainerwechsel ist absolut ausgeschlossen."

1. FC Köln (PLatz 12, 30 Punkte) & SC Freiburg (Platz 15, 25 Punkte)

Dies gilt auch für den 1. FC Köln, denn schon ein Sieg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim SC Freiburg würde die letzten Restzweifel am Klassenerhalt der Domstädter zerstreuen. "Ein Sieg in Freiburg wäre keine Entscheidung, aber ein großer Schritt", sagte sogar der eher vorsichtige Trainer Peter Stöger dem Express. Der Dreier im Breisgau wäre das Ende der Unsicherheit und der Beginn von zielgerichteten Personalgesprächen mit Blick auf die neue Saison.

Mainz 05 (Platz 11, 30 Punkte)

Soweit wäre auch Mainz 05 bei einem Dreier am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Werder Bremen. 05-Manager Christian Heidel: "Noch sind uns da ein bisschen die Hände gebunden. Aber da befinden wir uns ja im guter Gesellschaft mit sieben oder acht anderen Klubs."

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