Bremens Fritz droht das Karriere-Ende

Werder Bremen droht der dauerhafte Verlust von Kapitän Clemens Fritz. Nach einer Verletzung droht dem 35-Jährigen das Karriere-Ende.
| sid
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Bremen - Offensiv-Star Serge Gnabry droht auszufallen, Kapitän Clemens Fritz sogar das abrupte Ende seiner Karriere: Werder Bremen muss vor dem schweren Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen am Freitag (20.30 Uhr/Sky) zwei Stimmungskiller verkraften. Vor allem das Saison-Aus von Klub-Urgestein Fritz erschüttert die Hanseaten im Abstiegskampf.

"Wir gehen von einer Reha-Zeit von drei Monaten aus, deswegen hat sich das für diese Saison erledigt", sagte Bremens Sportchef Frank Baumann. Hoffnung auf eine schnellere Genesung "haben wir nicht. Das ist für uns keine schöne Nachricht".

Fritz ließ sich schon am Mittwoch wegen eines Syndesmoserisses im rechten Sprunggelenk in Tübingen operieren und wird Bremen damit im Saison-Endspurt nicht mehr zur Verfügung stehen. "Er hat den anderen Spielern mit seiner Erfahrung Halt gegeben. Für uns alle ist das eine bittere Sache", sagte Bremens Trainer Alexander Nouri.

Ganz besonders bitter ist die Verletzung aber für Fritz, der sich die Verletzung am vergangenen Wochenende beim 2:0 gegen Darmstadt 98 zugezogen hatte. Die Partie könnte die letzte seiner Profikarriere gewesen sein. "Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht", sagte Baumann: "Bei entsprechender Gelegenheit werden wir uns zusammensetzen und darüber sprechen. Clemens und auch wir werden dieses Thema aber in aller Ruhe angehen. Jetzt geht es erst einmal darum, dass er sich so schnell wie möglich wieder vollständig erholt."

Schon im vergangenen Sommer wollte Fritz, der sich gerade mit dem Model Alena Gerber verlobt hat, an der Weser aufhören - doch der 22-malige Nationalspieler ließ sich zum Rücktritt vom Rücktritt überreden. "Wir wussten wie wichtig Clemens für uns ist", sagte Nouri über den Vize-Europameister 2008 und DFB-Pokalsieger von 2009. Fritz spielt schon seit 2006 für die Grün-Weißen.

Wie lange Nouri selbst noch für Werder arbeiten wird, bleibt derweil auch nach zuletzt drei Siegen und dem Sprung auf Tabellenplatz 14 unklar - Gespräche über eine Verlängerung seines Vertrages sollen erst nach einer Entscheidung im Abstiegskampf geführt werden. "Wenn wir den Klassenerhalt geschafft haben, wollen wir uns zusammensetzen", sagte Baumann vor der Partie bei Bayer mit Neu-Trainer Tayfun Korkut: "Dann haben wir die Muße, uns über einen neuen Vertrag zu unterhalten."

Nouri sitzt seit September als Nachfolger von Viktor Skripnik bei den Bremern auf der Bank, sein Arbeitspapier gilt nur bis zum Saisonende. "Wir haben in einem gemeinsamen Gespräch festgelegt, dass die Gespräche ruhen, bis wir den Klassenerhalt geschafft haben", sagte Nouri. Ob der 37-Jährige bei dem nächsten Schritt zum großen Ziel gegen die Werkself auf Gnabry zurückgreifen kann, ist derweil noch unklar. Der 21 Jahre alte Torjäger musste am Mittwoch das Training mit Schmerzen im linken Knie abbrechen. "Ich hoffe, dass es bis dahin klappt", sagte Gnabry, der ganz besonders gerne auswärts trifft. Neun seiner zehn Tore erzielte er in der Fremde.

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