Bastian Schweinsteiger tritt aus Nationalmannschaft zurück!

Paukenschlag nach der EM: Kapitän Bastian Schweinsteiger hat einen Rücktritt aus der deutschen Nationalelf verkündet. Es sei "richtig und vernünftig, nun Schluss zu machen", schreibt der der 31-Jährige.
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Bastian Schweinsteiger: Der Kapitän geht von Bord.
dpa Bastian Schweinsteiger: Der Kapitän geht von Bord.

Paukenschlag nach der EM: Kapitän Bastian Schweinsteiger hat einen Rücktritt aus der deutschen Nationalelf verkündet. Es sei "richtig und vernünftig, nun Schluss zu machen", schreibt der der 31-Jährige.

Manchester – Schweinsteiger hat seit 2004 insgesamt 120 Länderspiele für Deutschland bestritten und belegt damit Rang vier der ewigen Länderspielliste. Er bestritt sieben Turniere und wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister. Nach der WM hatte er vom zurückgetretenen Philipp Lahm das Kapitäns-Amt übernommen.

Nach dem Aus im EM-Halbfinale sieht Schweinsteiger derzeit einer ungewissen sportlichen Zukunft entgegen. Offenbar hat José Mourinho, der neue Chefcoach von Manchester United, Schweinsteiger zu verstehen gegeben, dass er für die kommende Saison ohne den ehemaligen Bayern-Star plant.

Privat hingegen schwebt Bastian Schweinsteiger nach der Traumhochzeit mit Ana Ivanovic vor wenigen Tagen in Venedig auf Wolke Sieben.

Schweinsteigers Statement zum Rücktritt im Wortlaut:

"Liebe Fans der Deutschen Nationalmannschaft,

ich habe soeben den Bundestrainer gebeten mich in Zukunft bei der Nominierung für die Nationalmannschaft nicht mehr zu berücksichtigen, da ich gerne zurücktreten möchte.

Mein Dank gilt den Fans, der Mannschaft, dem DFB, den Trainern und Team um die Deutsche Nationalmannschaft.

In 120 Länderspielen durfte ich für mein Land auflaufen und Momente erleben, die unbeschreiblich schön und erfolgreich waren.

Jogi Löw wusste, wie viel mir die EM 2016 in Frankreich bedeutet hat, denn ich wollte diesen Titel unbedingt gewinnen, den wir seit 1996 nicht mehr nach Deutschland holen konnten.

Es sollte nicht sein und ich muss es akzeptieren.

Mit dem Gewinn des Weltmeistertitels 2014 ist uns historisch und auch emotional etwas gelungen, was sich in meiner Karriere nicht mehr wiederholen lässt.

Deshalb ist es richtig und vernünftig nun Schluss zu machen und der Mannschaft für die Qualifikation und die WM 2018 das Allerbeste zu wünschen.

Mit dem Rücktritt verlasse ich die Nationalmannschaft, die mir immer eine wertvolle Familie war. Ich hoffe, dass die Verbindung trotzdem in der ein oder anderen Form erhalten bleibt.

Unseren Fans möchte ich zum Schluss sagen: 'Es war mir eine Ehre für Euch spielen zu dürfen, vielen Dank für alles, was ich mit Euch erleben durfte!'

Euer Bastian Schweinsteiger"

Perfekter Abgang nicht vergönnt

Ein toller Abschluss mit dem erhofften EM-Triumph war dem früheren Münchner nicht vergönnt. Im EM-Halbfinale gegen Frankreich (0:2) wurde er durch sein Handspiel im eigenen Strafraum vor dem 0:1 sogar zur tragischen Figur. "Joachim Löw wusste, wie viel mir die EM 2016 in Frankreich bedeutet hat, denn ich wollte diesen Titel, den wir seit 1996 nicht mehr nach Deutschland holen konnten, unbedingt gewinnen", sagte er.

 

 

 

Den idealen Moment für den Abschied auf dem Höhepunkt hatte er vor zwei Jahren verpasst. Das gewonnene WM-Finale 2014 war das Spiel seines Lebens, durch seinen unbändigen Willen ist Schweinsteiger zum Helden geworden. Doch im Gegensatz zu Philipp Lahm konnte sich der damals 29-Jährige noch nicht zum Rücktritt durchringen.

"Seele und Herzstück"

Im DFB-Team startete Schweinsteigers Karriere 2004 bei der EM in Portugal. Als 19-Jähriger schaffte er gemeinsam mit Lukas Podolski den Sprung auf den EM-Zug. Zwei Jahre später wurden "Schweini" und "Poldi" zu den Symbolfiguren des Sommermärchens.

Mit den Bayern wurde Schweinsteiger unter anderem achtmal Meister und siebenmal DFB-Pokal-Sieger, 2013 gewann er die Champions League und den Weltpokal. Er war stets Publikumsliebling, Führungsspieler und Liebling seiner Trainer.

Für Jupp Heynckes war Schweinsteiger in München "die Seele und das Herzstück der Mannschaft", für Ottmar Hitzfeld und Löw der "emotionale Leader". Nun geht er von Bord.

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