Baba-Transfer ist perfekt! Was macht der FCA mit den Millionen?

Verteidiger Baba verlässt den FC Augsburg für eine Wahnsinnssumme. Die Frage: Was machen die Schwaben mit dem ganzen Geld? Trainer Weinzierl hatte klare Wünsche.
| dpa, sid
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Verteidiger Baba verlässt den FC Augsburg für eine Wahnsinnssumme. Die Frage ist nun: Was machen die Schwaben mit dem ganzen Geld? Trainer Weinzierl hatte seine Wunsche schon zuletzt klargemacht.

Augsburg - Der seit einigen Wochen erwartete Transfer des ghanaischen Fußball-Nationalspielers Abdul Rahman Baba vom FC Augsburg zum englischen Meister FC Chelsea ist perfekt. Dies bestätigte der FCA nach der 0:3-Niederlage der Blues bei Manchester City am Sonntagabend.In Bildern: Die Top-Zugänge der Bundesliga

Er hat zwar nur ein einziges Jährchen für den FC Augsburg gespielt - und trotzdem wird Abdul Rahman Baba beim schwäbischen Verein für immer unvergessen bleiben. "Abdul Rahman Baba hat sich in dem einen Jahr bei uns enorm weiterentwickelt und einen großen Sprung gemacht", sagte FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter. Baba meinte: "Diese Chance, bei einem Topklub in England spielen zu können, muss ich einfach wahrnehmen, auch wenn ich mich vor einem Jahr eigentlich auf einen langfristigen Verbleib in Augsburg eingestellt hatte."

Beim FCA zeigte man sich zudem stolz über den Transfer wie Reuter erklärte: "Es ist nicht nur eine Auszeichnung für seine Leistungen, sondern auch für unsere Arbeit, wenn ein internationaler Spitzenklub wie der FC Chelsea Interesse an einer Verpflichtung zeigt."

Baba hatte am Samstag den Medizincheck bei den Londonern bestanden. Für den 21 Jahre alten Außenverteidiger soll Chelsea etwas über 20 Millionen Euro plus Bonuszahlungen an Augsburg überweisen. Angeblich kann die Summe auf 30,7 Millionen Euro ansteigen, was den Jahresetat des FCA übersteigt.

Die Ablösesumme setzt sich englischen Medienberichten zufolge wie folgt zusammen: Zu einem Grundbetrag von 19,8 Millionen Euro kommen erfolgsabhängige Bonuszahlungen von bis zu 10,9 Millionen Euro. Einen Teil der Einnahmen muss Augsburg aber wohl an Fürth abtreten, das sich beim Verkauf des Talents angeblich einen Anteil von 25 Prozent gesichert hat.

Damit hat sich der Preis des ghanaischen Nationalspielers seit dem Wechsel von der SpVgg Greuther Fürth zum FCA im Sommer 2014 (2,5 Millionen Euro) verzwölffacht. Sein Vertrag beim FCA wäre noch bis 2019 gelaufen.

Der Verkauf des hochgehandelten 21-Jährigen an den FC Chelsea spült dem kleinen Fußball-Bundesligisten damit jedoch nicht nur eine interne Rekordsumme in die Kassen, sondern eröffnet dem FCA auch ganz neue Möglichkeiten auf dem Transfermarkt.

Seinen Wunsch nach einem breiten Kader hat Trainer Markus Weinzierl bereits klar umrissen - zumal die Augsburger in dieser Saison erstmals die Dreifachbelastung aus Bundesliga, Pokal und Europa League zu meistern haben. "Jeder weiß, was wir brauchen. Intern ist alles besprochen, das ist schon länger klar", hatte der Coach vor dem Bundesligastart betont.

Seitdem wurden in Philipp Max (21, Karlsruher SC) und Daniel Opare (24, FC Porto) zwar zwei neue Außenverteidiger verpflichtet - vor allem im Mittelfeld und im Sturm besteht aber noch Bedarf. Gefragt ist nun das Verhandlungsgeschick von Manager Stefan Reuter. "Wir brauchen Qualität, weil wir alle drei Tage spielen", erkannte auch Weinzierl und prognostizierte: "Wir werden viel variieren und viele verschiedene Aufstellungen präsentieren müssen, weil es definitiv so sein wird, dass wir auch verletzte Spieler haben werden."

In Ex-Nationalspieler Piotr Trochowski fehlt den Schwaben schon jetzt zu Saisonbeginn ihre bisher prominenteste Neuerwerbung. Wann der 31-Jährige nach seinem Außenmeniskusriss im linken Knie zurückkehren kann, ist ungewiss. Wenn in den kommenden Wochen ein weiterer Kreativmann ausfiele, würde es personell schnell brenzlig werden.Zahlen-Dribbling zum Start der Fußball-Bundesliga

Eins zu eins ersetzt werden könnte Baba durch Philipp Max, den die Augsburger schon im Vorfeld als Nachfolgekandidat verpflichtet hatten. Beim Bundesliga-Auftakt gegen Hertha BSC (0:1) allerdings saß der talentierte Neuzugang 71 Minuten lang nur auf der Bank - bis zu diesem Zeitpunkt durfte sich in Markus Feulner ein etatmäßiger Mittelfeldspieler auf der Position des Linksverteidigers beweisen.

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