Augsburg rettet sich nur knapp zum 2:2

Bayern siegt dank Gomez und Robben, BVB jagt den Spitzenreiter. Und für Augsburg reichte es gegen Kaiserslautern nur zum 2:2 - Der Bundesliga-Tag im Überblick.
| SID/dpa
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Augsburgs Marcel De Jong (v.l.), Tobias Werner und Sascha Moelders jubeln nach dem Treffer zum 1:0. Für einen klaren sieg reichte es bei den Augsburgern aber nicht.
dapd Augsburgs Marcel De Jong (v.l.), Tobias Werner und Sascha Moelders jubeln nach dem Treffer zum 1:0. Für einen klaren sieg reichte es bei den Augsburgern aber nicht.

Augsburg – Trotz einer vielversprechenden Vorstellung haben die Augsburger Bundesliga-Neulinge dem 1. FC Kaiserslautern im Kellerkrimi nur einen Punkt abgejagt. Dabei wäre für die Schwaben beim 2:2 (1:1) am Samstag wesentlich mehr drin gewesen. Doch immer wieder scheiterte die Elf von Trainer Jos Luhukay beim Torabschluss am ausgeprägten Unvermögen in den eigenen Reihen. Nur Sekunden nach seiner Einwechslung sicherte Nachwuchsstürmer Stephan Hain den Gastgebern in der 66. Minute immerhin einen Zähler. Dadurch hat der FCA zumindest bis zum Sonntag den letzten Platz in der deutschen Fußball-Beletage an den SC Freiburg weitergereicht.

Ein Freistoß-Kracher des Niederländers Marcel de Jong (5.) krönte die sehenswerte erste Viertelstunde der Gastgeber. Mit ungekannter Spielstärke düpierten Luhukays Jungs in dieser Phase bisweilen die FCK-Defensive. Umso überraschender gelang Außenverteidiger Florian Dick (25.) vor 30 028 Zuschauern aus dem Nichts per Kopf der schmeichelhafte Ausgleich. Direkt nach der Pause traf der Aushilfs-Torjäger ein zweites Mal (48.), ehe Hain zuschlug. Für Dick waren es die ersten beiden Saisontore.

Gerade mal 180 Sekunden dauerte es bis zur ersten Gelben Karte - ein frühes erstes Indiz für die Härte in einem umkämpften Match. Die in schwarz-weiß-gestreiften Trikots angetretenen „Roten Teufel“ wussten sich in der Anfangsphase nur über Fouls zu helfen, um Augsburgs flinke Offensivkräfte überhaupt zu stoppen. Durch de Jongs Premierentor in der Bundesliga steigerte sich deren Selbstvertrauen noch zusätzlich, das Ergebnis waren schöne Spielzüge – aber zum Leidwesen von Trainer Luhukay fielen keine weiteren Treffer.

Schon Hajime Hosogai (12.) hätte treffen können, Tobias Werner (14.) und Sascha Mölders (40./63.) hätten dies aber zwingend müssen. Beide scheiterten unbedrängt und ganz allein vor dem FCK-Tor an den eigenen Nerven: Werner ballerte den Ball aus kurzer Distanz in den Nachmittagshimmel; Mölders zielte bei seiner ersten Großchance knapp neben den Pfosten, und bei seiner zweiten nach der Pause zu hoch. Kurz vor Schluss reihte sich auch der eingewechselte Marcel Ndjeng ein: Allein vor dem Lauterer Kasten schoss er links vorbei (81.).

Die Augsburger Nachlässigkeiten dienten als Weckruf für die Gäste, bei denen überhaupt nur zwei Akteure in der Anfangself standen, die zuvor in dieser Bundesligasaison schon einmal getroffen hatten: Christian Tiffert (2) und Olcay Sahan (1). Das Fehlen der gesetzten Stürmer Dorge Kouemaha (verletzt) und Itay Shechter (Rotsperre) blieb unübersehbar, die beiden Winter-Zugänge Sandro Wagner und Jakub Swierczok taten sich im Angriffszentrum über weite Strecken schwer.

Und dennoch wurde Lautern immer gefährlicher. Nach einem Freistoß nutzte der aufgerückte Dick wiederum eine Unachtsamkeit im Augsburger Strafraum – und schoss am langen Pfosten zum 2:1 ein. Mittelfeldmotor Sahan (60.) hätte die Führung kurz darauf sogar ausbauen können, traf aber aus der Distanz nur die Querlatte. Stattdessen bekam der FCA die zweite Luft: Nach einem Zuspiel von Hosogai rettete Jungprofi Hain mit seiner ersten Ballberührung einen verdienten Punkt.

 


 

 Der Bundesliga-Tag im Überblick

Köln - Meister Borussia Dortmund sitzt Rekordchampion Bayern München im Nacken: Der BVB jagt nach einem 3:1 gegen 1899 Hoffenheim den Tabellenführer, der im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit Ex-Trainer Felix Magath dank des 17. Saisontreffers von Mario Gomez und eines Treffers von Arjen Robben 2:0 siegte. Beide Klubs weisen 40 Zähler auf.

Im Verfolgerduell trennten sich Werder Bremen und Bayer Leverkusen, das ohne Michael Ballack angetreten war, 1:1.

Am Samstagabend treffen noch der 1. FC Köln und Pokalsieger Schalke 04 im Westduell aufeinander. In Dortmund schossen der japanische Nationalspieler Shinji Kagawa (16./55.) und Kevin Großkreutz (31.) den BVB zum Sieg. Fabian Johnson (63.) gelang das Ehrentor für die Kraichgauer. Die Westfalen sind seit 13 Spielen in Folge ungeschlagen.

In der Allianz Arena in München hatten die Bayern zwar deutliche Feldvorteile, konnten aber zunächst daraus kein Kapital schlagen. Gomez (60.) und Robben (90.+2) stellte die Weichen auf Sieg.

In Bremen traf Claudio Pizarro (29.) zum 1:0 für den SV Werder. Stefan Reinartz (57.) profitierte von einem Fehler von Werder-Keeper Tim Wiese und erzielte den 1:1-Ausgleich. Bayer-Trainer Robin Dutt hatte auf den 35-jährigen Ballack in der Start-Elf verzichtet. Am Freitag hatte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser heftige Kritik am routinierten Mittelfeldspieler geäußert. Ballacks Berater Michael Becker wies dies allerdings zurück und sieht seinen Schützling in Leverkusen als „Bauernopfer“.

Wiedergutmachung für die 1:5-Heimpleite gegen Dortmund am vergangenen Sonntag betrieb derweil der Hamburger SV, der bei Hertha BSC mit 2:1 gewann. Marcell Jansen (24.) und Mladen Petric (45.+1) trafen für die Gäste. Pierre-Michel Lasogga (81.) gelang das Ehrentor für die Gastgeber. Für den neuen Hertha-Trainer Michael Skibbe war es die zweite Niederlage im zweiten Spiel.

IBereits am Freitag hatte Hannover 96 mit 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen. Torgarant Mohammed Abdellaoue sicherte mit seinem zehnten Saisontor (18.) den Dreier. Am Samstag machten die Niedersachsen zudem die Verpflichtung des senegalesischen Angreifers Mame Biram Diouf von Manchester United perfekt. Der 24-Jährige erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2014. „Ich bin froh, dass wir mit Mame Diouf eine zusätzliche Alternative für den Angriff haben. Für uns wird es nun darum gehen, ihn schnell zu integrieren, damit er uns bei den bevorstehenden Aufgaben in der Bundesliga und in der Europa League helfen kann“, sagte Trainer Mirko Slomka.

Diouf wird am Montagnachmittag (14.00 Uhr) erstmals mit seiner neuen Mannschaft trainieren.

 

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