3:1 gegen Polen - DFB-Matchwinner Götze

Die Münchner Spieler prägen die Partie zwischen Deutschland und Polen in der EM-Qualifikation. Thomas Müller und zwei Mal Mario Götze erzielen die Tore beim wichtigen 3:1-Sieg des DFB-Teams
| Patrick Strasser
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Mario Götze - Note 4 - Kam für Robben, agierte aber ähnlich blass wie der Holländer. Während seiner Offensiv-Konkurrenten Müller, Lewandowski und Costa weitere Argumente für Startelfeinsätze sammelten, konnte Götze nicht für sich werben.
dpa 3 Mario Götze - Note 4 - Kam für Robben, agierte aber ähnlich blass wie der Holländer. Während seiner Offensiv-Konkurrenten Müller, Lewandowski und Costa weitere Argumente für Startelfeinsätze sammelten, konnte Götze nicht für sich werben.
EMRE CAN 	NOTE 3
Ein gutes Debüt für den Ex-Bayern in seiner Geburtsstadt. Defensiv nicht immer aufmerksam, aber mit guter Spieleröffnung, harmonierte über rechts ordentlich mit Müller.
dpa 3 EMRE CAN NOTE 3 Ein gutes Debüt für den Ex-Bayern in seiner Geburtsstadt. Defensiv nicht immer aufmerksam, aber mit guter Spieleröffnung, harmonierte über rechts ordentlich mit Müller.
JA, MEI: Die Schotten am Montag? No Problem!
dpa 3 JA, MEI: Die Schotten am Montag? No Problem!

Die Münchner Spieler prägen die Partie zwischen Deutschland und Polen in der EM-Qualifikation. Thomas Müller und zwei Mal Mario Götze erzielen die Tore beim wichtigen 3:1-Sieg des DFB-Teams.

FRANKFURT - 1:0 Bayern, 2:0 Bayern, und auch das 2:1 war eine Bayern-Produktion. Das 3:1 sowieso. Münchner Abend in Frankfurt, ein echtes September-Fest. Zwei Mal Mario Götze, ein Mal Thomas Müller und zwischendrin der Anschlusstreffer durch Robert Lewandowski. Der FC Bayern war gut drauf gestern beim EM-Qualifikationsspiel der Deutschen gegen Tabellenführer Polen, den man mit dem 3:1 überholt.

Nun steuert man souverän auf die EM 2016 zu. „Was entscheidend war? Wir haben die Tore gemacht“, sagte Mr. Doppelpack Götze, „dass ich der Mannschaft mit zwei Toren helfen konnte, ist schön. Es hätte schlechter laufen können.“ Und Joachim Löw sagte: „Wir hatten nur ein Ziel, das Spiel zu gewinnen. Das haben wir erreicht. Wir haben die ersten 35 Minuten klasse gespielt. Aber es waren auch einige Fehler dabei, die wir gemacht haben.“

Nur bei einem Treffer ging der Bundestrainer so richtig ab. Drei Mal holte Löw die Jogi-Faust raus, seine Linke. Klar, der Bundestrainer ist ja Linkshänder. Weil er Mario Götze feierte und dessen Treffer zum 2:0 gegen die Polen nach gerade mal 19 Minuten. Und weil er sich selbst feierte, schließlich hatte Löw dem Bayern-Profi frühzeitig das Vertrauen geschenkt hatte und ihm einen Startelf-Platz versprochen.

Und das, obwohl Götze bei Bayern meist nur zweite Wahl ist, nämlich die Ersatzlösung für Lewandowski. Oder für Müller. Die beiden anderen Torschützen. Die Fans der deutschen Mannschaft hatten vor Anpfiff der Partie den zweiten vor dem ersten Schritt im Sinn, als sie ein riesiges Transparent mit dem Ziel für 2016 hochhielten: „Rekord-Europameister 2016“. Am Freitagabend in Frankfurt ging es erst einmal darum, sich überhaupt für die Endrunde zu qualifizieren. Ein Sieg musste her. Unter allen Umständen. „Wir wollen mit aller Macht gewinnen“, hatte DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger als Losung ausgegeben. „Der jetzige Druck beflügelt gute Spieler immer“, analysierte Ex-DFB-Torhüter Jens Lehmann am RTL-Mikrofon vor der Partie, „die lieben das ja, da agieren sie besser. Ich kann mich seit der Weltmeisterschaft an keine große Partie der deutschen Mannschaft erinnern. Jetzt müssen sie einfach gewinnen.“
So traten Jogis Jungs auch auf. Sie wollten Revanche für das 0:2 von Warschau vor elf Monaten. Thomas Müller verwandelte eine Hereingabe von Jonas Hector nach toller Teamkombination zum 1:0 (12.), das 2:0 war diese prima Einzelaktion von Götze (19.). Nach rund 35 Minuten wurde die DFB-Elf lässiger, zu lasch und unkonzentriert im Zentrum, so konnte Robert Lewandowski per herrlichem Flugkopfball auf 1:2 für Polen verkürzen (36.). Schon sein siebter Treffer gegen Neuer im 15. Aufeinandertreffen. Mit Glück und dank des Bayern-Torhüters (wieder gegen Lewandowski) rettete die DFB-Elf den Vorsprung in die Pause.

Irgendwie war der Faden gerissen – und die Polen wurden immer stärker. Löw brachte Ilkay Gündogan, der BVB-Mann brachte Linie und Esprit ins Spiel, bediente hervorragend Götze, der den Ball an den Pfosten schlenzte (57.). Letztlich dominierte die Nationalelf ihr Heimspiel, versäumte es aber, den dritten Treffer zu erzielen. Weshalb ständig der Ausgleich und der Verlust der Tabellenführung in Gefahr war. Bis Götze wieder zur Stelle war, der Müllers Schuss als Abstauber zum 3:1 (82.) versenkte.

Götze, der Mann des Spiels. Ein seltenes Glücksgefühl für den 23-Jährigen, der in der 90. Minute unter Ovationen der Fans ausgewechselt wurde.
 

 

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