Federer auf Rasen weiter unbesiegbar

Mit beeindruckender Dominanz hat sich der Weltranglistenerste Roger Federer auf dem Rasen beim ATP-Turnier in Halle seinen fünften Titel in Serie geholt. Überraschend gut präsentierten sich die Deutschen. Philipp Kohlschreiber drang bis ins Finale vor.
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Roger Federer
dpa 2 Roger Federer
Philipp Kohlschreiber
dpa 2 Philipp Kohlschreiber

Mit beeindruckender Dominanz hat sich der Weltranglistenerste Roger Federer auf dem Rasen beim ATP-Turnier in Halle seinen fünften Titel in Serie geholt. Überraschend gut präsentierten sich die Deutschen. Philipp Kohlschreiber drang bis ins Finale vor.

Roger Federer bleibt auf dem Rasen das Maß der Dinge. Im Finale des ATP-Tuniers in Halle holte er sich souverän seinen fünften Titel in Serie. Für Philipp Kohlschreiber gab es beim 3:6, 4:6 am Sonntag auch im zweiten Vergleich mit dem Schweizer nichts zu erben, doch mit seinem Finaleinzug machte der Augsburger beste Werbung in eigener Sache. Trotz verpasster Norm darf der 24-Jährige nun fest auf einen Platz im Olympia-Team neben seinem Doppel-Partner Nicolas Kiefer hoffen.

„Es sieht immer so leicht aus, aber Roger spielt verdammt unangenehm“, sagte Kohlschreiber nach dem 75 Minuten langen Match. An das in einer Woche beginnende Grand-Slam-Rasenturnier in Wimbledon wolle er noch gar nicht denken, sondern den Erfolg genießen.

So ging es auch Federer, der im gesamten Turnier nicht einen Satz und nicht einmal ein Break abgeben musste. „Das ist mir noch nie passiert. Das ist etwas ganz Spezielles“, meinte der 26-Jährige, der sich bestens erholt vom finalen Desaster in Paris gegen Rafael Nadal zeigte.

Nadal könnte Federers Siegesserie beenden

French-Open-Sieger Nadal bewies im Rasen-Fernduell mit Federer Stärke und wehrte den Angriff des Serben Novak Djokovic auf Platz drei der Weltrangliste beim Turnier im Londoner Queen's Club ab. Der Spanier setzte sich im Finale mit 7:6 (8:6), 7:5 gegen Djokovic durch und unterstrich damit seine Ambitionen, beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon dem Schweizer den sechsten Triumph in Serie verderben zu wollen.

In „Klein-Wimbledon“ hatte auch der Hannoveraner Kiefer von sich reden gemacht. 1999 hatte er als einer von drei deutschen Siegern neben Michael Stich (1996) und David Prinosil (2000) den Titel in der ostwestfälischen Kleinstadt gewonnen. Diesmal reichte es zum Einzug in die Vorschlussrunde, in der Federer allerdings mit 6:1, 6:4 klar die Oberhand behielt. „Das Halbfinale ist für mich ein Teilerfolg“ - und für den gab es immerhin eine Prämie von 34 660 Euro.

Gutes Abschneiden der Deutschen

Das überraschend starke Abschneiden der elf Deutschen bestätigte der deutsche Meister Andreas Beck, für den im Viertelfinale gegen den Amerikaner James Blake Endstation war. Der 22 Jahre alte Stuttgarter freute sich jedoch über den größten Erfolg seiner Laufbahn.

„Wir haben hier kräftig Werbung für das deutsche Tennis betrieben“, kommentierte Bundestrainer Patrik Kühnen die „Auferstehung“ der deutschen Tennis-Herren, die sich in Paris ausnahmslos in Runde eins verabschiedet hatten.

Auch Auckland-Sieger Kohlschreiber, der in Halle an die guten Leistungen vom Beginn des Jahres anknüpfte. Selbst gegen Federer, der nach einer großartigen Woche bestens gerüstet nach Wimbledon fährt, wo er seinen sechsten Triumph nacheinander feiern will. Mit seinem ersten Finale in Halle wird sich Kohlschreiber am Montag in der Weltrangliste verbessern, in der er als Nummer 40 vor einer Woche hinter Thomas Haas (37) und Nicolas Kiefer (38) zurückgefallen war. (dpa)

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