Trotz 0:2: Bayerns Basketballer arbeiten am Rückflugplan nach Mailand

Die Münchner Basketballer stehen nach den beiden Niederlagen in Italien in ihrem Heimspiel mit dem Rücken zur Wand. Trinchieri fliegt erneut aus der Halle. Center Gist: "Unser Plan ist es, nach Mailand zurückzukommen."
| Julian Buhl
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Im Duell mit Bayerns ehemaligem Meisterguard Malcolm Delaney: Wade Baldwin (l.).
Im Duell mit Bayerns ehemaligem Meisterguard Malcolm Delaney: Wade Baldwin (l.). © euroleague.com

München - Am Freitagvormittag machten sich die Basketballer des FC Bayern nach ihrem fünftägigen Aufenthalt in Italien wieder auf die Heimreise. Mit dem von ihrem Viertelfinal-Gegner Olimpia Mailand zur Verfügung gestellten Teambus ging es zum Flughafen, gut eine Stunde später landete der FCBB-Tross dann wieder in München.

Und die Bayern würden nun nichts lieber tun, als umgehend den direkten Rückflug in die italienische Metropole zu buchen. Denn das würde bedeuten, dass sie es geschafft hätten, das entscheidende fünfte Spiel der Serie am 4. Mai doch noch zu erzwingen. Nach dem 69:80 am Donnerstagabend, das dem Sekundendrama vom Dienstag (78:79) folgte, stehen die Chancen dafür aktuell aber nicht gerade gut.

Denn Bayern liegt damit bereits 0:2 zurück. Im Heimspiel am Mittwoch müsste der FCBB zunächst den ersten der beiden Matchbälle gegen sich abwehren und dürfte nur in diesem Fall am Freitag erneut zu Hause antreten. "Wir müssen dafür bereit sein und das Feuer haben, das wir jetzt gefangen haben", sagte Center James Gist trotzdem kämpferisch: "Unser Plan ist es, nach Mailand zurückzukommen."

Hoffnungsschimmer: FCB bestes Heimteam der regulären Euroleague-Saison 

Hoffnung machen dürfte ihm und den Münchnern, dass sie mit 13 Siegen immerhin das beste Heimteam der regulären Euroleague-Saison waren. Allerdings mussten sie sich Mailand - wie in bislang allen vier Duellen dieser Spielzeit - auch im ersten Saisonspiel im Audi Dome knapp (79:81 nach Verlängerung) geschlagen geben.

Ähnlich dramatisch waren die Bayern auch am Dienstag k.o. gegangen, als Mailand ihnen den schon greifbaren Sieg in der letzten Sekunde doch noch aus den Händen riss.

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Das hatte offenbar Spuren in den Köpfen der FCBB-Profis hinterlassen. Die mussten nämlich gleich zu Beginn des Spiels einen 0:20-Negativlauf hinnehmen und so fast über die gesamte Spielzeit einem Rückstand hinterherlaufen. Nachdem der zwischenzeitlich bereits auf 22 Punkte (18:40) angewachsen war, kämpften sich die Münchner im dritten Viertel noch einmal bis auf sechs Zähler heran (49:55).

Inmitten dieser Aufholjagd schwächte sich der FCBB dann aber selbst. Chefcoach Andrea Trinchieri verlor einmal mehr die Beherrschung, beschwerte sich vehement über Schiedsrichterentscheidungen und musste den Innenraum nach dem zweiten Technischen Foul gegen ihn schließlich verlassen. Damit erwies er seiner Mannschaft im hitzigen Duell mit seinem Heimatklub zum wiederholten Mal einen Bärendienst - es war bereits das sechste Mal in dieser Saison, dass der impulsive Italiener aus der Halle flog.

Schiedsrichter schickt Trinchieri aus dem Innenraum

Ohne ihren emotionalen Anführer an der Seitenlinie, der dort dann von Co-Trainer Adriano Vertemati vertreten wurde, schafften die Bayern das erhoffte Comeback, das Mailand umgekehrt nach ähnlichem Spielverlauf am Dienstag gelungen war, dann nicht mehr. "Wir hätten das Spiel auch mit 30 Punkten verlieren können, aber wir haben einen Weg gefunden, zurückzukommen und hart zu spielen", sagte Vertemati.

Auch ohne Trinchieri kochten die Emotionen nach der Schlusssirene noch einmal über. Die Spieler beider Teams gerieten aneinander und schubsten sich gegenseitig. Auch FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic und Sportdirektor Daniele Baiesi lieferten sich ein heftiges und gestenreiches Wortgefecht mit Malcolm Delaney, dem ehemaligen Münchner Meisterguard (2014).

Emotional wird es mit Sicherheit auch wieder am Mittwoch in München zur Sache gehen. Darauf können sich die Bayern am Sonntag (18 Uhr) schon mal bestens einstimmen. Da steht nämlich zuerst noch die Generalprobe mit dem Ligaduell gegen Erzrivale Alba Berlin an.

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