Start der Basketball-Liga: Eine Krisen-Saison an der Grenze

Am Freitag startet die neue Basketball-Spielzeit – vorerst ohne Fans, dafür aber mit großen Sorgen.
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Bayerns Trainer Andrea Trinchieri.
Bayerns Trainer Andrea Trinchieri. © Rauchensteiner/Augenklick

München - Die 54. Saison der Basketball-Bundesliga dürfte die bisher schwierigste der Geschichte sein. Das Verbot von Zuschauern bei allen Spielen bis mindestens Ende November trifft die Vereine hart. Selbst der FC Bayern Basketball, der ja finanziell grundsätzlich gut aufgestellt und ausgestattet ist, hätte Probleme, wenn der Zuschauer-Ausschluss wegen der Coronavirus-Pandemie die ganze Spielzeit gültig wäre.

"Eine komplette Saison ohne Zuschauer wird auch der FC Bayern Basketball nicht durchstehen können, da wir hier finanziell bereits jetzt an Grenzen stoßen", sagte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Saison:

54. Saison der Basketball-Bundesliga: Was steht an?

Das Auftaktspiel bestreiten Vizemeister MHP Riesen Ludwigsburg und die BG Göttingen am Freitag. Der Pokalwettbewerb brachte zuletzt mit vielen Absagen wegen der Corona-Pandemie einen Vorgeschmack auf das, was kommen könnte. Und: Gießen 46ers muss nach einem positiven Corona-Test sein Team und die Trainer in eine zweiwöchige Quarantäne schicken.

Wie sieht die Situation bei den Zuschauern aus?

Im November sind nach dem Beschluss der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel keine Fans in den Hallen zugelassen - so wie bei allen anderen Sportarten. Die Liga hofft danach zumindest auf eine Rückkehr der Kapazität von 20 Prozent.

Wird das finanziell reichen?

Allein nicht, es wäre "im Prinzip auf Dauer wirtschaftlich zu wenig", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. Zusätzlich sind Staatshilfen nötig, alle 18 Klubs haben Corona-Hilfe (bis 800 000 Euro pro Klub) beantragt. Auch die Möglichkeit, von der 75-Prozent-Regel für den November zu profitieren, prüfen Liga und Klubs. Holz: "Wir brauchen jeden Euro, der bereit gestellt wird."

Wer macht das Meisterrennen?

Neben Double-Gewinner Alba Berlin ist mit Bayern zu rechnen. Unter Neu-Trainer Andrea Trinchieri ist der fünfmalige Meister stark in die Euroleague gestartet. Auch Vizemeister MHP Riesen Ludwigsburg ist zu erwähnen. Alba-Chef Marco Baldi zählt zudem noch die EWE Baskets Oldenburg und ratiopharm Ulm zu den Teams, die "von der Papierform" her die größte Qualität im Kader besitzen. "Aber ob dies dann auch zum Tragen kommen kann, ist eine komplett andere Frage", sagte Baldi: "Es ist so offen wie nie. Und da würde ich auch keinen herausheben, weder uns noch Bayern."

Was ist neu?

Es sind 18 Teams dabei. Nachdem vergangene Saison mit nur 17 Mannschaften bestritten wurde und es wegen des Abbruchs der Hauptrunde keinen Absteiger gab, wird das Feld durch Aufsteiger Chemnitz aufgefüllt.

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Wie sieht es beim Personal aus?

Es hat eine Reihe von Trainerwechseln gegeben. Der FC Bayern hat nach der Trennung von Oliver Kostic eben Trinchieri geholt, der mit Bamberg dreimal Meister war. Pedro Calles ist von Vechta zu den Hamburg Towers gegangen, ihn ersetzt wiederum Thomas Päch. Bamberg holte Johan Roijakkers aus Göttingen, den umgekehrten Weg ging Roel Moors.

Wer überträgt?

Alle Spiele laufen bei MagentaSport. Im Free-TV zeigt Sport1 bis zu 47 Begegnungen live.

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