Die Bayern-Basketballer sind zurück in der Realität

Nach zuletzt vier Siegen in Folge kassiert der FCBB bei Real Madrid wieder eine Niederlage. Trinchieri legt sich mit den Schiris an und fliegt.
| Julian Buhl
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Muss sich mit Bayern in Madrid geschlagen geben: Jalen Reynolds (l.).
Muss sich mit Bayern in Madrid geschlagen geben: Jalen Reynolds (l.). © imago/Agencia EFE

Madrid/München - Andrea Trinchieri ahnte früh, dass ihm und seinen Basketballern des FC Bayern ein schwerer Abend bevorstehen würde. Schon die ersten Minuten des Euroleague-Auswärtsspiels bei Real Madrid, das am Ende mit 82:100 verloren ging, hatten den FCBB-Coach emotional so aufgewühlt, dass er sich gleich mehrfach lautstark mit den Schiedsrichtern anlegte.

Sein Team lag schnell 4:11 zurück - und der impulsive Italiener versuchte eben auf seine Art gegen den Negativlauf zu steuern. Offenbar etwas zu energisch: Nach gerade einmal 3:24 Minuten bestraften ihn die Referees schon mit dem zweiten technischen Foul. Für Trinchieri, der damit das Spielfeld verlassen musste, war die Partie daher bereits vorbei.

Nach Rückstand: Bayern gelingt zwischenzeitlich das Comeback

Die Bayern mussten fortan also ohne ihren emotionalen Leader an der Seitenlinie auskommen, der durch seinen Landsmann und Assistenten Adriano Vertemati vertreten wurde. Der sah, wie die Bayern, die mit dem Selbstvertrauen von vier Siegen in Folge und damit als Tabellenführer der Euroleague nach Madrid gereist waren, nach einem 17:27-Rückstand zunächst zurückschlugen.

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Angeführt von Wade Baldwin, der mit 18 Punkten mal wieder Topscorer seiner Mannschaft war, übernahmen sie im zweiten Viertel zwischenzeitlich sogar die Führung (35:34). Doch nach dem Seitenwechsel fand Real, das mit vier Niederlagen schwach in die internationale Saison gestartet war, vor allem in der Offensive mehr und mehr seinen Rhythmus - und der FCBB kein Gegenmittel. Vladimir Lucic, Bayerns MVP der vorigen Euroleague-Woche konnten die Madrilenen dagegen bei lediglich sieben Punkten halten.

Trinchieri kritisch: "Haben nur noch reagiert"

"Real war heute sehr fokussiert, wir dagegen haben nach der Halbzeit genau diesen Fokus verloren", sagte Vertemati hinterher stellvertretend für den auch noch von der Pressekonferenz verbannten Trinchieri: "Wir haben zu wenig mit Kontakt gespielt - und nur noch reagiert."

Die zweite Niederlage dieser Euroleague-Saison war so nicht zu verhindern. Die Siegesserie der Bayern und die damit verbundenen Träumereien wurden so vorerst gestoppt. "Weckt mich bloß nicht auf", hatte Trinchieri nach dem letzten Erfolg noch gesagt. Nun sind die Bayern aber erst mal wieder zurück in der Realität. In der kommenden Woche treffen sie am Freitag zunächst auf den serbischen Topklub Roter Stern Belgrad, bevor am darauffolgenden Sonntag der Bundesligastart gegen Vechta ansteht.

Auch Trinchieris Nerven dürften sich bis dahin wieder beruhigt haben - zumindest vorerst.

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