FC Bayern Basketball: Zu soft, zu sorglos - Ende der Ausreden

Die Basketballer des FC Bayern setzten ihre Negativserie in der Euroleague auch beim 63:93 in Belgrad fort. "Wir müssen besser sein, in allen Aspekten".
| Julian Buhl
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"Wir sind heute nicht rausgegangen und haben gekämpft" - die Bayern geknickt nach der herben Niederlage in Belgrad.
imago images / Aleksandar Djorovic "Wir sind heute nicht rausgegangen und haben gekämpft" - die Bayern geknickt nach der herben Niederlage in Belgrad.

München/Belgrad – Dieser Abend hatte selbst den stets so kontrollierten Dejan Radonjic emotional aufgewühlt. Dazu hatte die deutliche 63:93-Niederlage ihren Teil beigetragen, die der Coach der Basketballer des FC Bayern im Euroleague-Duell am Donnerstag in Belgrad bei Roter Stern erleben musste. Die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, wo er noch von 2013 bis 2017 arbeitete, hatte sich Radonjic sicher anders vorgestellt. Zumindest, was den sportlichen Ausgang des Wiedersehens betrifft.

Vor dem Spiel war der 49-Jährige überaus freundlich in seiner vormaligen Heim-Arena empfangen worden. Unter großem Beifall der 16.824 Zuschauer überreichte ihm Belgrads Teammanager Ilic Nebojsa ein Andenken an sein Wirken bei Roter Stern: ein eingerahmtes Bild, das an die vier erfolgreichen Jahre und zahlreichen Trophäen in dieser Zeit erinnert. "Vielen Dank an Roter Stern und seine Fans für diesen großartigen Empfang", sagte Radonjic: "Es war ohne Zweifel ziemlich emotional. Für das, was danach passiert ist, kann man das dagegen nicht behaupten."

FC Bayern Basketball: Klatsche mit 30 Punkten Unterschied

Radonjic meinte damit den ziemlich emotionslosen und enttäuschenden Auftritt seiner Mannschaft im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres, in dem die Bayern die nächste deftige Auswärtsklatsche – diesmal mit 30 Punkten Differenz – kassierten. Neues Jahr, alte Probleme. Denn die Bilanz der Münchner in fremden Hallen ist in der Euroleague verheerend. In Belgrad verlor der FCBB bereits sein siebtes von insgesamt acht Auswärtsspielen. Lediglich im deutschen Euroleague-Duell in Berlin konnten sich die Münchner mit Glück und Maodo Los Können noch nach Verlängerung (77:76) durchsetzen. Bei allen anderen Spielen war man chancenlos und verlor viermal mit 22 (bei Maccabi) oder mehr Punkten (33 bei Baskonia, 26 in Valencia, 29 bei Efes).

Noch schlimmer für Radonjic und die Bayern: Die Mannschaft schien sich dabei kampflos ihrem Schicksal zu ergeben. In Belgrad war zum wiederholten Mal kein Aufbäumen gegen das drohende und dann eben stets auch folgende Debakel zu beobachten. Erst recht nicht ohne Kapitän Danilo Barthel, der aufgrund von Rückenproblemen nicht eingesetzt werden konnte. Schon nach zwei Vierteln (31:53) war das Duell mit Roter Stern fast entschieden.

Bayern in der Euroleague unter den Erwartungen

"Defensiv haben wir ein wirklich schwaches Bayern gesehen, schon in der ersten Halbzeit 53 Punkte zugelassen", sagte Radonjic: "Wir waren zu soft, Belgrad hat so alles tun können, um das Spiel klar zu gewinnen." Das sah Greg Monroe genauso. "Wir müssen einfach besser sein, in allen Aspekten des Spiels. Da gibt es keine Ausrede", sagte der NBA-erfahrene Starcenter, der mit 20 Punkten noch der beste Schütze seines Teams war, und wurde noch deutlicher: "Wir sind heute nicht rausgegangen und haben gekämpft."

Das Spiel bei Roter Stern markierte auch das Ende der Euroleague-Hinrunde, die der FCBB nun mit elf Niederlagen und sechs Siegen auf Platz 15 abschließt. Weit entfernt von den anvisierten ersten acht Rängen, die zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen. In der Bundesliga können die Bayern ihre bislang makellose Bilanz am Sonntag bei Rasta Vechta (15 Uhr/Magenta Sport) auf 14 Siege ausbauen. Aber auch Radonjic weiß: Für die national wie international hohen Ansprüche der ambitionierten Bayern ist das allein nun mal nicht genug.

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