FC Bayern Basketball: Uli Hoeneß will angreifen - Maxi Kleber nach Dallas?

Bayern-Präsident Uli Hoeneß will sich bei den Basketballern "wieder richtig einbringen". Ein Sportdirektor soll Geschäftsführer Marco Pesic entlasten.
| Julian Buhl
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Will "ein Team zusammenstellen, das es Bamberg nicht mehr so leicht macht, deutscher Meister zu werden": Uli Hoeneß.
dpa Will "ein Team zusammenstellen, das es Bamberg nicht mehr so leicht macht, deutscher Meister zu werden": Uli Hoeneß.

München - Die Planungen der Basketballer des FC Bayern für die kommende Saison nehmen langsam Fahrt auf. Nachdem mit US-Guard Braydon Hobbs, der von Ulm kommt, der erste Neuzugang verpflichtet wurde, verkündeten die Münchner gestern die Vertragsverlängerung mit Alex King.

Der gebürtige Ansbacher spielte schon in seiner Jugend für den FC Bayern und war im vergangenen Sommer von Alba Berlin zurückgekehrt. "Ich freue mich riesig, ein weiteres Jahr beim FCBB zu spielen", übermittelte der 32 Jahre alte Forward aus dem Familienurlaub in Griechenland. "Alex ist mit seiner Erfahrung, Identifikation und seinem Charakter ein wertvoller Spieler", sagte Geschäftsführer Marko Pesic, nachdem die beidseitige Vertragsoption gezogen wurde: "Er ist auf und neben dem Feld ein Vorbild und somit ein wichtiger Baustein der Mannschaft."

Mit dem Serben Stefan Jovic von Roter Stern Belgrad soll demnächst ein weiterer hinzukommen. Welche Qualitäten der 26 Jahre alte Spielmacher hat, wissen die Bayern nur zu gut. Im November 2015 stellte er im Euroleague-Auswärtsspiel in München mit 19 Assists einen Rekord auf. Jovic würde also durchaus den Vorstellungen von Vereinspräsident Uli Hoeneß entsprechen, der angekündigt hatte, einen "dominanten Spielmacher" holen zu wollen, "der das Heft in der Hand hat".

In der vergangenen Spielzeit war den Bayern das nicht gelungen. Wunschkandidat Nick Johnson kam erst im November und hat den Klub nun wieder verlassen. Mit einem möglichen Abschied von Maximilian Kleber müssen sich die Bayern nun zumindest befassen. Der Klub bestätigte Interesse aus der NBA an dem Nationalspieler und kündigte eine Entscheidung bis 15. Juli an. Laut des Fachmagazins "BIG" sollen bereits erste Gespräche zwischen Dallas und dem 25 Jahre alten Forward stattgefunden haben. Bei den Mavericks spielt Dirk Nowitzki, der wie Kleber aus Würzburg kommt.

Verstärken wollen sich die Münchner dagegen auf anderer Ebene. "Wir werden einen Sportdirektor holen", sagte Pesic, der 2011 als solcher beim FCBB anfing und zwei Jahre später zum Geschäftsführer aufstieg, der "SZ". Damit wolle man der rasanten Entwicklung der Abteilung gerecht werden.

Unterstützung darf Pesic erwarten. "Ich bin jetzt seit einem halben Jahr wieder im Amt und kann mich jetzt in dieser Transferperiode zum ersten Mal wieder richtig einbringen", sagte Hoeneß am Rande eines Sponsorentermins. "Wir werden versuchen, in den nächsten Jahren, spätestens bis die neue Halle fertig ist, ein Team zusammenzustellen, das es Bamberg nicht mehr so leicht macht, Meister zu werden wie in diesem Jahr." Mit Bamberg und seinem Klub-Mäzen müsse man rechnen, "aber Herr Stoschek muss auch mit dem FC Bayern rechnen".

Das tut Bambergs Klubboss bereits. "Es ist keine Frage, dass Bayern München ein Tempo vorlegen wird, das der Maßstab für alle anderen sein wird", sagte Stoschek und fürchtet, nachdem Bamberg sich die siebte Meisterschaft in acht Jahren gesichert hatte, offenbar um die Vormachtstellung. "Auch vor dem Hintergrund des Hallenneubaus in München", wie es auf der Homepage der Bamberger heißt, will Stoschek nun ebenfalls den Bau einer neuen Arena prüfen.

Ausgerechnet von seinem Konkurrenten erhielt er nun noch einen Rat, wie er Bayern auch langfristig besiegen könnte. "Herr Stoschek ist Milliardär", sagte Hoeneß, "und wenn er sein Geld ganz einsetzt, haben wir keine Chance."

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