Bayerns Basketballer im Zombiemodus gegen strittige Pfiffe

Bayerns Basketballer fühlen sich von den Schiris um den Sieg gebracht, Coach Andrea Trinchieri tobt.
| Julian Buhl
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Andrea Trinchieri regte sich über die Schiedsrichterleistung ordentlich auf.
Andrea Trinchieri regte sich über die Schiedsrichterleistung ordentlich auf. © imago images / Nordphoto

München - Die Basketballer des FC Bayern müssen in ihrem eng getakteten Dezember-Programm so einige Hindernisse überwinden. Den größten Kampf kämpfen sie wohl gegen sich selbst und die drohende Ermüdung, die bei elf Spielen im Marathon-Monat zwangsläufig irgendwann eintritt.

Schon nach dem 77:66 gegen Baskonia Vítoria Gasteiz, dem Kraftakt am Freitagabend, wähnte sich Andrea Trinchieri als "ein glücklicher Coach einer Gruppe von Zombies". Man habe "gesehen, wie anstrengend die letzten Wochen waren. Wir konnten uns kaum noch bewegen, mussten fast bergauf laufen."

Wade Baldwin stemmt sich gegen die Niederlage

Und so kam die erste Niederlage der Bayern in der BBL, die am Sonntag im Topspiel in Oldenburg folgte, nicht ganz überraschend. Der Energieverschleiß war den Bayern, die weiterhin auf Vize-Kapitän Vladimir Lucic (Rückenprobleme) verzichten mussten, dabei erneut anzumerken. Wie leblose und kraftlose Zombies spielten sie aber nicht. Mit einem 11:0-Lauf schafften sie es, einen lange Zeit zweistelligen Rückstand aufzuholen (86:87).

Mit 25 Punkten stemmte sich vor allem Wade Baldwin vehement gegen die drohende Niederlage. Dass die Münchner die und den Verlust der Tabellenführung am Ende dennoch hinnehmen mussten, hatte verschiedene Gründe. Einer davon hieß Rickey Paulding, der mit 26 Punkten zum Topscorer und Matchwinner für Oldenburg wurde. Hinzu kamen - zumindest nach Trinchieris Einschätzung - einige diskutable Pfiffe der Schiedsrichter.

Andrea Tinchieri vom Spiel ausgeschlossen

Dass er mit deren Entscheidungen nicht einverstanden war, hatte der impulsive Italiener schon am Spielfeldrand lautstark zum Ausdruck gebracht, weshalb er auch von der Partie ausgeschlossen wurde. "Wir haben versucht, dagegen zu halten - aber die drei Schiedsrichter? Ich erwarte auch, dass da jemand ready ist, so ein Spiel zu leiten", schimpfte Trinchieri hinterher: "Ich bin extrem enttäuscht, wie sie den Körperkontakt in einigen Schlüsselmomenten des Spiels ausgelegt haben."

Auch Nationalspieler Paul Zipser sah sich und sein Team von den Referees um den Sieg gebracht. "Wir hatten am Anfang wenig Energie, weil das eine schwere Zeit für uns ist", sagte Zipser: "Gegen ein super Team wie Oldenburg haben wir extrem gut gekämpft, aber einige Pfiffe haben es uns zusätzlich schwer gemacht."

Keine einfache Aufgabe erwartet den FCBB nun auch am Mittwoch (19 Uhr) beim Euroleague-Auswärtsspiel bei Zalgiris Kaunas in Litauen.

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